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Douro

Douro Valley

 

Batin Mumcu - Berliner Weinpilot

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot

Der Douro Flußverlauf ist ca. 900 Km lang und entspringt in der spanischen Provinz Soria auf 2080 Meter Höhe. Er ist der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel und durchfließt Nordspanien und den Norden in Portugal und mündet in Porto in den Atlantischen Ozean. Der antike Name des Douro lautete Durius. Numantia war die bedeutendste Stadt an seinem Ufer. Es gibt Belege für die Nutzung des Douro als Schifffahrtsweg bis in die Zeit der römischen Besatzung. Die Weinregion Alto Douro, bildet das streng abgegrenzte Anbaugebiet des Portweins. In früheren Zeiten wurden die Fässer aus dieser Region und ihrem historischen Zentrum Peso da Régua auf Booten bis in die Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia und Porto verschifft. Alto Douro wurde 1756 das weltweit erste geschützte Weinbaugebiet und zählt seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Neben dem Portwein sind hier auch die Weißweine und Rotweine von Bedeutung.

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Meine Douro Valley Tour organisiert von Soul Wines beginnt in Villa Real im Hotel Quinta do Paco. Ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, das eine harmonische Verbindung zwischen Moderne und Tradition darstellt. Rustikal und Urban mit vielen Ruhe und Entspannungsflächen. Das Hotel bietet das perfekte Ambiente, um sich mit über 40 Familienbetrieben zu einem Business Meeting zu treffen, um die in der Douro Region hergestellten spitzen Erzeugnisse an Wein, vor allem Portwein, zu verkosten und um mehr über die Region und Tradition zu erfahren. Das Hotel befindet sich in Arroios – 5000-051 Vila Real.

Galafura ist ein Ort und eine ehemalige Gemeinde Freguesia im portugiesischen Kreis Peso da Régua. Ein Bergmassive, das auf der Spitze einen Atemlosen Ausblick über die Douro Region mit den Anbaugebieten Baixo Corgo, Cima Corgo und Douro Superior bietet. Der Flussverlauf und die Regionen in Verbindung mit dem Klima bietet außerordentlich gute Bedingungen für Weinbau, die sich hier in aufwändig gebauten steinmauerumgrenzten Terrassenförmigen Hängen am Douro Fluss entlang schlingen, und somit den Status als Weltkulturerbe behalten. Schiefer und Granit Böden mit viel Sonne gepaart, ist die perfekte Basis für die Portwein und Weinproduktion in dieser Region. Die traditionellen autochthonen Rebsorten heißen hier: Touriga National, Touriga Franca und Tinta Roriz.

 

 

 

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Nach dem Gipfelausblick in Galafura, bietet die Douro Tour mit dem Boot “boat cruise” von Pinhao nach Regua das ideale Pendant, um alle Facetten und Perspektiven dieser einmaligen Landschaft zu durchleuchten. Links und Rechts am Ufer die Weinbau Terrassen, singende und tanzende portugiesen die diesen Ausflug auf dem Douro unvergessen machen. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 2 Stunden und ist zum Nachmittag in den Sonnenuntergang zur Blauen-Stunde zu empfehlen.

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Bacalao, der Stockfisch und Klippfisch ist durch Trocknung und zum Entwässern zusätzlich gesalzen. Ein haltbar gemachter Kabeljau (Dorsch), den es auch als Seelachs Schellfisch und Leng variante gibt, den ich leider nur als Beilagensalat vereinzelt wieder finde. Auch die vielen tollen Meeresfrüchte und Tintenfische suche ich vergeblich auf dem Teller. Schweineohren, Schweinebraten, Rinderbraten und die verarbeitete Zunge diverser Tiere, sind an der Tagesordnung. Meeresfrüchte und sonstiges Sea-Food, das ich so gerne mag, stellt das Essen armer Leute dar. Die Suche nach einem Fischrestaurant gestaltet sich dementsprechend schwierig.

Batin Mumcu - Berliner Weinpilot

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Die Douro Region, ist sicherlich die konservativste und die an Tradition geklammertste Weinregion, die ich bislang in Portugal kennengelernt habe. Die Herstellung und die Etikettierung der Weine folgt strengen Richtlinien, die bis auf die Klassifizierungen von 1756 zurück reichen. Abweichungen werden nicht akzeptiert. Die Nähe zum Fluss Douro und zum Atlantik hat kaum Einfluss auf den Fleischkonsum. Schwere Küche mit viel Fleisch und rustikalen Mahlzeiten mit vielen Süßspeisen und Torten zum Dessert, sind das täglich Brot der Region, die ich sehr gerne wieder besuchen komme.

Adeus und Até á vista!

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Lissabon

Lissabon

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Die Portugiesen sind kontaktfreudige Menschen, sprechen durchweg gutes englisch, sind gut ausgebildet, stets hilfsbereit und durchgehend multikulturell in deren Migration der Bevölkerung. Dies sind meine Ersten Eindrücke bei meinem zweiten Besuch in Lissabon der portugiesischen Hauptstadt. Von überall schallt Musik aus den Gassen. Nachts erlebt die Stadt ein zweites Leben und Dasein. Die junge innovative Szene der Metropole ist innovativ und clean, was das Kaufverhalten und die Produktion nachhaltiger Produkte betrifft.

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Ich bin als Wein Juror zu Gast, bei der Ersten „Argro Bio Messe“, in der historischen Stierkampfarena „Campo Pequeno“. Und darf an drei vollen Arbeitstagen die Ehrenloge von Francisco Martins (Curro Caro 1935) als meinen Arbeitsplatz nutzen. In dieser exklusiven Loge, aus erhabener Höhe und Distanz, werden nach und nach alle an der Messe teilnehmenden Produzenten persönlich in meine Loge geführt. In einem kurzen B2B Talk mit Verkostung der Köstlichkeiten, habe ich die Gelegenheit, die Hersteller persönlich zu Interviewen. In diesem Land wächst scheinbar alles was das kulinarische Herz begehrt, dem Klima und Boden sei Dank. Das Ganze dem Zeitgeist entsprechend, nachhaltig und Bio, Bio Dynamisch und Demeter zertifiziert und produziert. Der Platz „Campo Pequeno“, bedeutet kleines Feld und liegt vom Zentrum etwas nördlich im Bezirk Avenidas Novas und Areeiro. Bereits seit dem 16. Jahrhundert dient dieser Platz für Paraden, Märkte und selbst die Armee von „Sebastian“, bereitete sich hier in der Schlacht von Alcacer-Quibir 1578, auf die Niederlage vor. Im 18. Jahrhundert folgte dann die Stierkampfarena und ab dem 19 Jahrhundert dann die Parkanlage und ab 2006 dann der Markt mit dem Einkaufszentrum.

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Durch meine Mission, die Nachhaltigkeit bei der Produktion von Lebensmitteln, im Bewusstsein der portugiesischen Winzer zu fördern, habe ich mir sicherlich bei der letzten Wein-Messe in Sintra Portugal, bei diversen Produzenten keine Freunde gemacht, als ich nach alternativen Produktionsverfahren vergeblich gefragt habe. Mit der Befürchtung keine Einladung als Wein-Juror mehr zu erhalten, hab ich mich dem sensiblen Thema, auf einem weitgehend konservativen Terrain genährt, und somit weit aus dem Fenster gelehnt. Mein sozialkritisches Interview im portugiesischen Weinmagazin „Vinhos“ fiehl gegen meiner Erwartung, nicht der Zensur zum Opfer. Mit dem Hinweis mehr die Eigenen autochthonen Rebsorten zu fördern, statt International Erfolgreiche Bestseller Rebsortenweine wie Chardonnay, Merlot oder Syrah zu kopieren, stieß ich zuerst auf Widerstand.

„…das Gold portugiesischer Weine liegt in den eigenen autochthonen Rebsorten“ (Zitat: Batin Mumcu)

… dies war, und ist meine wahre Botschaft. Kein Mensch will nach Portugal fahren, um einen Chardonnay, Syrah oder Merlot zu trinken. Ein Phänomen, das ich auch der Weinproduktion der „Neuen Welt“ zum Vorwurf mache. Warum soll ich, mir nach Europa, eine Flasche Wein aufwendig aus Übersee liefern lassen, zum Beispiel aus Australien, Afrika oder Amerika, wenn ich die originale, authentisch und kostengünstiger und somit die qualitativ hochwertigere Variante, in Europa kaufen kann? Ich will auch keine aufwendige Wein-Reise machen, um am anderen Ende der Welt, dann einen Merlot oder Chardonnay zu trinken, nur weil dieser dann mehr Alkohol im Glas hat oder opulenter in der Konsistenz ist. Ich will einen Wein-Tourismus der mir eine neue spannende Rebsorten Vielfalt bietet. Ich will authentische autochthone Weine, die mir das Land, Kultur, Boden,Klima und Menschen im Weinglas widerspiegelt. Nachdem ich diese Forderung bei meinem Interview zum Ausdruck gebracht habe, folgte prompt die Einladung zur Argo Bio Messe. So befinde ich mich nun, in der von mir geforderten Messe für Nachhaltigkeit, und somit zurecht was dem Thema entspricht, in der Stierkampfarena. In Portugal werden konstruktive Ideen gleich in die Tat umgesetzt, das gefällt mir sehr. Der Ausblick aus meiner Loge in die Arena ist sensationell, es werden hier schon lange keine Stierkämpfe mehr ausgetragen, aber die Stimmung vergangener Zeiten liegt förmlich wie ein Schleier über der Arena.

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Der zu Unrecht und weit unterschätzte, und nahezu unentdeckte Weinbau hier im Land, ist für viele Deutsche Weinkonsumenten ein völlig neues Terroir. Die Vielfalt portugiesischer Weine beeindruckt mich immer wieder, es ist beinahe so, als wenn sich da eine neue Tür in eine bislang unentdeckte Weinwelt öffnet. Durch den Anspruch der Agro Bio Messe nur Bio oder Demeter zertifizierte Lebensmittel auszustellen, folgt man einem internationalen Trend und erfährt so eine wertvolle Entwicklung, in der Jahrhunderte alten Geschichte portugiesischer Weintradition. Fisch und Meeresfrüchte werden frisch gefangen und landen unmittelbar auf dem Teller. Im Weinbau ist das nicht ganz so einfach, und der Weg bis ins Glas nicht selten sehr umstritten. Der Nachhaltige Weinbau stellt keine Selbstverständlichkeit dar und ist hart erkämpft. Bei wechselhaftem Klima sind konventionelle Produktionswege sicherlich Risikofreier, als alternative Produktionswege zu entwickeln. Kupfer und Schwefel stellen da, sicherlich die Achillesferse der Branche dar. Der Hilferuf besorgter Endverbraucher und deren Hoffnung, durch Bio zertifizierte Weine eine Garantie auf den Verzicht künstlicher Pestizide zu erhalten, muss klar verneint werden. Kein konventionell produzierter Wein, kann auf diese Brühe aus chemisch produzierten Dünger für den Rebenschutz verzichten. Er wird im Idealfall reduziert angewendet, und dann doch als Bio zertifiziert. Ich persönlich kenne keinen Winzer, der absichtlich seinem Wein schaden will, der Verzicht eben auf diese Zusätze, ist im konventionellem Weinbau nicht zu vermeiden, und unterscheidet sich von Bio zertifizierten Wein, nur in der Menge der Zutaten???

„Was bedeutet Bio, wenn es sich vom konventionellen Weinbau nicht unterscheidet?“ (Zitat: Batin Mumcu)

„Wird der Endverbraucher in die Irre geführt, mit der kostspieligen BIO Etikettierung?“ (Zitat: Batin Mumcu)

 

Das Exportvolumen von Wein aus Portugal ist im Vergleich zu anderen in Europa befindenden Weinländern sehr verhalten und bescheiden. Portugal präsentiert sich mir, modern und aufgeschlossen und stets sehr gastfreundlich, die Produktion von nachhaltigen Wein, kann eine Chance sein das Umsatzvolumen zu steigern. Das Preis Leistungsverhältnis ist sehr gut.

Probieren Sie es einfach mal aus!

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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