Tag Archives Batin Mumcu

Champagner Gala

Falstaff Champagner Gala

im Capital Club Berlin

https://www.falstaff.de/nd/champagner-gala-2017-stimmungsvolles-finale-in-berlin/

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Foto: Batin Mumcu

Prickelnder Genuss erwartete die Besucher bei den Falstaff Champagner-Gala, bei der sich große und kleine Champagne-Winzer und -Häuser im exklusiven Rahmen präsentierten.

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Die Falstaff Champagner-Galas 2017 gipfelten in einem stimmungsvollen Finale in Berlin. Sowohl die Aussteller aus der Champagne als auch die 500 Gäste zeigten sich von der dreitägigen Rundreise mit Stationen in Düsseldorf, Stuttgart und der Hauptstadt begeistert.

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Die Verkostungstische im Berlin Capital Club wurden gerne von den interessierten Champagner-Fans besucht, die Aficionados ließen sich auch in Berlin sowohl von Bewährtem als auch von Neuem im Verkostungsglas überzeugen. Der gewohnt exzellente Service vor Ort stand mit einem Flying Buffet zur Seite, dazu gab es frisch heruntergebrochenen Parmigiano Reggiano.

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Champagner – Highlights

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Capital Club Berlin

http://www.berlincapitalclub.de/

Berlin Capital Club, dem ersten privaten Businessclub Berlins. Mit seiner zentralen Lage über den Dächern des Gendarmenmarkts gehört er zu den besten Adressen der Hauptstadt. Die luxuriöse Ausstattung schafft ein elegantes Ambiente auf über 1300 Quadratmetern.

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Seinen Mitgliedern bietet der Berlin Capital Club exzellente regionale, bundesweite und internationale Geschäftskontakte. Diese Vernetzung und die Förderung seiner Partner steht im Vordergrund der Geschäftsphilosophie des Clubs: Mitglieder haben Zugang zu fast 250 weiteren Clubs weltweit, zum Beispiel in Metropolen wie New York, London oder Shanghai.

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(Batin Mumcu – Bericht zur Falstaff Champagner Gala / Textquelle: Falsaff)

 

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Vega Sicilia

Pablo Alvarez Mezquiriz –

Vega Sizilia Vertikale Verkostung “Valbuena 5”

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The best is still to be done, the best harvest must be the next one”

(Zitat: Pablo Alvarez Mezquiriz – Vega Sizilia)

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Pablo Álvarez Mezquiriz ist der CEO von Vega Sicilia; Der Eigentümer der Firma El Enebro, und der Familienfirma Álvarez. Weiter dazu,  ist er Vorsitzender von Europvin. Das sind die Vertreter für das beste Portfolio europäischer Weine. Er wurde 1986 zum General Manager von Bodegas Vega Sicilia ernannt. An der Spitze von Vega Sicilia hat Pablo Álvarez es geschafft, das Weingut zu einer einzigartigen Familien-Marke zu machen, deren Prestige Weine auf der ganzen Welt anerkannt sind. Als führende Kraft hat er in der Zeit vier neue Weingüter geschaffen – “Alión”, “Pintia”, “Oremus” und “Bodegas Benjamin de Rothschild Vega Sizilia”

Vega Sicilia steht für die Einzigartige Grand Reserva »Unico« – Das Flaggschiff für die Region Ribera del Duero und Spanien. Die Marke ist bei jedem Weinliebhaber und Fachmann hoch angesehen.

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 Pablo Álvarez hat mich und  10 weitere Sommeliers und Journalisten in das Kaminzimmer im Hotel Adlon Berlin eingeladen, um seine Weine zu präsentieren und gemeinsam mit Ihm zu verkosten.

Ich freue mich sehr, Euch meine persönliche Verkostungsnotiz der Vertikalprobe 2006-2012 des kleinen Unico-Bruders »Valbuena« zu präsentieren.

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  • 2012 Tempranillo – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 92)
    Dunkles Rot mit braunen reflexen im Glas. Deutliche Viskosität, sehr trocken mit deutlicher Adstringenz. Säurelastig mit deutlichen Tanninen und Gerbstoffen. Der Wein präsentiert sich noch sehr jung, zu jung und zu verschlossen, um weiter in die Tiefe zu gehen. In der Nase zeigt der 2012er reife Fruchtnoten, schweren Körper mit 14% vol. Alkohol. Starke Tabaknote, rauchig und erdig mit Kirsch und Beerenfrucht, würzige Anklänge von Vanille im Geschmack.
    Fazit: noch sehr Kindlich-Jugendlich, viel zu jung zum trinken.
  • 2011 Tempranillo – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 92)

    Auch dieser Wein ist leider noch zu verschlossen. Beerenote mit Sauerkirschnote sind dominierend mit würzigen Noten von schwarzen Pfeffer. Trotz Verschlossenheit  zeigt dieser Wein ein großes potential mit einer “charming bitterness” im Finale.
    Fazit: Teenage Lover
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  • 2010 Tempranillo; Merlot – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 94)

    Rubinrot im Glas. Beerennote von Himbeere bis schwarzer Johannisbeere an der Nase. Würzig mit scharfer roter Paprika und Chilli. Ein Wein  für Kräuter Freunde mit dezent harziger Note am Gaumen. Tolle süße säure Balance.
    Fazit: Mein Geheim-Tipp für Spezialisten
  • 2009 Tempranillo; Merlot – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 93)

    Leichte Dörrobstnote mit dezenter “Oxidation”.  Beeren-Noten mit sehr eleganter Edelkirschfrucht. Frische Säure, seichte Tannine fast seidig mit Tiefgang.
    Fazit: Femininer Charakter
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  • 2008 Tempranillo (93%), Merlot, Malbec – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 94)

    Rubinrot im Glas mit Lila reflexe. Punktlandung mit perfekter Süße Säure Harmonie und abwechselnd spannend im Süße Säure Spiel in der Entwicklung. Frische angenehme Säure, geschmeidige Gerbstoffe, mit viel Eleganz. Die Frucht zeigt Edelkirsche bis Schattenmorellen nuancen, und  Chilly Paprika und elegante Vanille in der Würze. Tolle Länge, sehr beeindruckend und nachhaltigem im langen Finale.
    Fazit: Maskuliner Wein. Jetzt idealer Trinkzeitpunkt. Mein Wein! 🙂
  • 2007 Tempranillo (93%), Merlot, Malbec – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 94)

    Deutlich mehr Bitterstoffe und Gerbsäure als bei den Weinen zuvor. Eher grenzwertig im Trinkvergnügen. Viele grüne Fruchtnoten. Weniger Frucht, mehr Säure dominiert.
    Fazit: Ein zu alter Vertreter der seine Frucht leider verloren hat.
    2006 Tempranillo (93%), Merlot, Malbec – Valbuena 5 Vega Sicilia Kastilien-León, Spanien (Punkte 91)
    Zieht den Mund zusammen mit deutlicher Adstingenz. Sehr trocken, Tannine, Gerbsäure, Säure sehr deutlich.  Wenig bis keine Frucht, viel Säure. Kräuternoten leicht balsamisch ätherische mit Minze.
    Fazit: … ein noch älterer Vertreter, der keine Frucht mehr zeigt und seine Spannung verloren hat.
    Danke an Tanja Klein Team!

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Babarolo

Babarolo

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„…Tauchen Sie ein in die Welt des dolce Vita“

Für alle Italien und Piemont Fans, gibt es jetzt den Online Shop https://babarolo.com/. Der Startup Gründer „Michael Baur“ hat einen Marktplatz geschaffen, bei dem Sie bequem von zu Hause vorzügliche Weine aus Piemont beziehen können. Die Region ist für den König der Rotweine dem „Barolo“ bei Weinliebhabern sehr beliebt. Die Landschaft am Fuß der Berge bietet ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Das kontinentale Klima der Region im Ausläufer der Alpen mit sonnenreichen Hanglagen und fruchtbaren Boden, bieten ideale Voraussetzungen für Weine einzigartiger Qualität.

Besondere Weine, die von traditionsreichen Winzerfamilien hergestellt werden, einem breiten Publikum anzubieten, und dabei eine erlesene Qualität mit unverwechselbarem Charakter anzubieten, hat sich „Barbarolo“ zur Aufgabe gemacht.

Seine Leidenschaft für Italien, entdeckte der Unternehmer Michael Baur vor über 10 Jahren, als er im Piemont ein altes Bauernhaus in ein B&B verwandelt hat. Berliner Weinpilot hat mit dem Gründer vom Onlineshop „Barbarolo“ über seine Leidenschaft zu Wein und seiner Start-up Idee gesprochen. 

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„Guter Wein ist mehr als nur gekelterter Traubensaft“

(Zitat: Michael Baur)

 

Berliner Weinpilot: Wie kamen Sie auf die Idee einen Online-Wein-Shop zu eröffnen?

Michael Baur: Die Idee einen Weinhandel zu betreiben ist durch mein Leben als Bed & Breakfast-Besitzer im Piemont entstanden. Unsere Gäste haben oft die Weine der lokalen Winzer bei mir nachbestellt. Da ich eine internationale Kundschaft bedienen wollte, kam nur ein Online-Shop für Wein aus Piemont für mich in Frage.

Berliner Weinpilot: Gibt es ein Babarolo-Team?

Michael Baur: Ja, meine Frau und ich sind das Team! Aber wir betrachten auch die Dienstleister wie Software-Programmierer, Photograph, Stylist, Werbeagentur oder Steuerberater als Teil unseres Teams.

Berliner Weinpilot: Haben Sie auch direkten Kontakt zu den Winzern?

Michael Baur: Der Kontakt zu den Winzern ist absolut entscheidend für den Erfolg unseres Konzepts. Wir kennen alle persönlich, die meisten seit vielen Jahren. Dadurch ist ein beiderseitiges Vertrauen und gegenseitiger Respekt entstanden, auf dem unser Business aufgebaut ist. Wir verbringen sehr viel Zeit im Piemont und pflegen die Beziehung zu unseren Winzern.

Berliner Weinpilot: Worin liegt der Antrieb für Ihre Arbeit begründet und was fasziniert Sie daran?

Michael Baur: Unser Leben und unsere Arbeit sind nicht voneinander zu trennen. Das faszinierende an unserm Tun ist, dass wir ständig herausgefordert werden und ständig dazu lernen. Kein Tag ist wie der andere und da wir ein Start-up-Unternehmen sind, sind die Aufgaben sehr vielfältig. 

“Durch unser Leben im Piemont hat sich die Verbundenheit und Liebe zur Region vertieft”

Berliner Weinpilot: Warum ausgerechnet Piemont?

Michael Baur: Das Piemont ist als Region mit seiner vielfältigen Landschaft und seinem gemäßigten Kontinentalklima wahnsinnig attraktiv. Es zählt zu den besten vier Rotweinregionen in der Welt  und wird als eine der kulinarischen Hochburgen Italiens bezeichnet. Durch unser Leben im Piemont hat sich die Verbundenheit und Liebe zur Region vertieft. Was den Wein betrifft, gibt es kaum eine andere Region in der Welt, die so viele hochwertige Weine aus autochthonen Rebsorten keltert.

Berliner Weinpilot: Wann ist ein Wein gut, und wie teuer sollte ein guter Wein mindestens sein?

Michael Baur: Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn der Wein eine gute Balance zwischen den Tanninen, der Säure und dem Alkohol hat, und im Zusammenspiel mit der Natur und dem Winzer steht, dann ist er gut. Aber der Preis des Weines steht nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Qualität. Wenn man die industriell hergestellten Weine ausschließt, sollte man für einen handwerklich, von einem kleinen Winzer produzierten Rotwein, mindestens mit 10-15 Euro im Handel kalkulieren.

“Nebbiolo ist meine bevorzugte Rebsorte”

Berliner Weinpilot: Welchen Rebsortenwein trinken Sie privat am liebsten?

Michael Baur: Ich bevorzuge piemontesische Weine von kleinen Winzern, die ihre handwerklichen Weine aus autochthonen Rebsorten keltern. Nebbiolo ist meine bevorzugte Rebsorte.

Berliner Weinpilot: Haben Sie einen Reisetipp, welchen Ort sollte man in Piemont unbedingt besuchen?

Michael Baur: Die kleine Gemeinde Neive, die in der Nähe von Barbaresco liegt. Nicht überlaufen und zu Fuß sehr gut zu erkunden. Ein idyllischer Ortskern, mit einem Grappa Museum und ausgezeichneten, authentischen Restaurants.

Berliner Weinpilot: Welches typische Gericht aus der Region Piemont empfehlen Sie?

Michael Baur: “Brasato al Barolo”. Ein Kalbsbraten der lange in Barolo Wein geschmort wird. Dies ist ein klassisches Gericht, das oft am Sonntag gegessen wird und natürlich mit einem wunderschönen Barolo serviert wird.

Berliner Weinpilot: Welchen Barolo können Sie dazu empfehlen?

Michael Baur: Dieser Braten verlangt einen körperreichen und strukturierten Wein. Ein Barolo mittleren Alters aus  der Gemeinde Serralunga D’ Alba passt hervorragend. Ich empfehle den 2012 Barolo Lazzairasco von unserem Winzer Guido Porro.

“Die Globalisierung hat auch vor der Weinwelt nicht halt gemacht”

Berliner Weinpilot: Welche gegenwärtige Entwicklung in der Wein Welt gefällt Ihnen nicht?

Michael Baur: Die Globalisierung hat auch vor der Weinwelt nicht halt gemacht. Industriell hergestellte Weine überschwemmen die Märkte mit extrem niedrigen Preisen und treiben die kleinen Winzer aus dem Geschäft. Diesem Trend entgegen zu steuern und handwerklich hergestellte Terroir Weine zu unterstützen, halte ich für ein sehr lohnenswertes Ziel.

Berliner Weinpilot: Was erwartet die Besucher Ihres Online-Weinshops?

Michael Baur: Ein stetig wachsendes Sortiment auch im Delikatessenbereich, viele interessante Events rund um das Thema Essen und Trinken und einen sehr auf Service fokussierten, interaktiven Online-Shop.

Berliner Weinpilot: Was kommt bei Ihnen heute Abend ins Glas?

Michael Baur: Als Aperitif ein Vermut Rosso di Torino von La Canellesse. Zum Essen ein 2014 Langhe Nebbiolo von unserem Winzer Adriano.

(Interview: Berliner Weinpilot mit Michael Baur)

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Berliner Weinpilot App

Berliner Weinpilot App

Die Smartphone App Berliner Weinpilot befindet sich zur Zeit in Wartung und ist bald wieder für Euch da!

Der Berliner Weinpilot ist eine Netzwerk orientierte und kostenlose Smartphone Applikation für alle Smartphones, um Berlinern und Berlin-Touristen, Weindegustationen und Wein-Events in Berlin, im Kalender-Format zu präsentieren.
Damit keiner eine Weindegustation verpasst und alle auf dem aktuellen Stand sind, wo, wann und vom wem der nächste Wein präsentiert wird.

Die Smartphone Applikation Berliner Weinpilot bietet Ihnen als Weinhändler, Gastronom, Hotelbetrieb und Wein-Event Veranstalter, kostenlos, eine Plattform Ihre Weindegustationen und Events zum Thema Wein für Berlin, Deutschlandweit und Weltweit zu posten.
Wir sind mit über 450 Betrieben in Berlin vernetzt und somit die Nummer Eins Plattform wenn es um Wein-Verkostungen geht. Mit dem Berliner Weinpilot sind Sie auch mobil immer auf dem laufenden und verpassen nie wieder einen interessanten Wein-Event in Berlin.

Durch eine wachsende Nachfrage aus diversen Weinregionen, suchen wir “Weinpilot” Ableger in diversen Wein-Metropolen, um unser Netzwerk zu erweitern, und für jede Region einen zentralen Weinverkostungs-Kalender anzubieten. Für weitere Informationen schreiben Sie mir bitte einfach eine Email an: batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

Unsere APP können Sie hier für Android und für iPhone kostenfrei runterladen:

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Georgien

 

Georgien

(Reisebericht Teil: 1/4)

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Foto: Batin Mumcu 

Diese Weinreise nach Georgien in den Kaukasus, stellt meine bislang getätigten Weinreisen ein wenig in den Schatten. Nicht nur die Tatsache, dass ich für eine Weinreise das Erste Mal Europäischen Boden verlasse, auch das Ziel der Reise, und wie es zu der Reise kam, ist für mich einem Hauptgewinn in einer Lotterie gleichzustellen, und traf mich ganz unvorbereitet am Telefon. Wenn das Auswärtige Amt anruft, dann hast Du entweder ein großes Problem, dachte ich mir, oder Du musst deine Koffer packen. In meinem Fall hat mich, Standortinitiative „Deutschland – Land der der Ideen“, zusammen mit dem Auswärtigen Amt, im Rahmen der Deutsch- georgischen Beziehungen zum Standortmarketing-Dialog 2016, (eine Initiative von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier) in den Kaukasus geschickt, um über Wein und Kultur aus Georgien zu berichten. Für mich als Berliner Weinpilot ein „junger“ Blogger und Weinreisejournalist, fühlt sich das an wie ein Ritterschlag auf der Zugspitze an Silvester bei 30 Grad im Schatten. Mit 1.200 Bildern und einem Koffer voller Eindrücke und Inspirationen kehre ich nach einer Woche Georgien im Spätherbst nach Berlin zurück. Hier folgt mein ausführlicher Reisebericht. Viel Spaß beim lesen, und los geht´s…

„Die Wiege der Weinkultur“

Bei dieser Mission ging es um mehr, mehr als einfach nur Wein zu verkosten und Produkte zu bewerten. Damit ich nicht zu sehr enttäuscht werde, bei meiner Ersten-Reise nach Georgien, habe ich meine Erwartungen im Vorfeld erstmal nicht sehr hoch gesteckt, um mich auch an den kleinen Dingen zu erfreuen, und um offen zu sein für viele neue Eindrücke von der mir so fremden Kultur im Kaukasus, auch bekannt als die Wiege der Weinkultur.

Auch wenn der Ursprung der Weinkultur im Kaukasus beheimatet ist, und eine ca. 8000 Jahre alte Geschichte hat, war mir vorweg klar, dass ich eigentlich keine Ahnung habe was auf mich zukommt. Ich denke, eine sehr gute Ausgangsbasis für ein Abenteuer dieser Art. Durch mein Seminar Weinland-Georgien das ich 2014 in Berlin gegeben habe, war mir bewusst, das Wein aus Georgien in den Weinregalen in Europa und der Welt, kaum eine Rolle spielt, und nahezu gar nicht existiert, und dazu, unglaublich schwer zu verkaufen ist. Im Vergleich zu gleichpreisigen Wein aus EU Ländern wie Italien oder Frankreich, welche die Kunden blind kaufen, muss man Georgischen-Wein erklären, viele Geschichten erzählen und zusätzlich mindestens eine oder zwei Flaschen zum Verkosten öffnen. Also eine aufwändige und keine leichte Angelegenheit, um neue Kunden für diesen Markt zu gewinnen.

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Foto: Batin Mumcu 

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Foto: Lisa Treutmann – www.berlinerweinpilot.de

„In den Himmel ragende Alpen und Gletscher die ganzjährig schneebedeckt vor Selbstbewusstsein aus dem Kaukasus protzen“ (Zitat: Batin Mumcu)

Der Ausblick aus dem Flieger und der Landeanflug auf Tiflis sind gigantisch und bleiben mir unvergessen. Man fliegt eine ganze Weile über Georgien und sieht in den Himmel ragende Alpen und Gletscher, die ganzjährig schneebedeckt vor Selbstbewusstsein aus dem Kaukasus protzen, und weit über die Wolken aus der Erde ragen, und bis zu 5642 Meter hoch (höchster Gipfel „Elbrus“ 5642 Meter) weit in den Horizont reichen. Über 1000 Kilometer lang und 180 Kilometer breit, erstreckt sich dieses Hochgebirge zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischem Meer und befindet sich auf den Territorien Russlands, Georgiens, Armeniens und Aserbaidschans.  Der Kaukasus ist ein Faltengebirge mit einigen Vulkankegeln, das wie die Alpen im Tertiär (Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren) aufgefaltet wurde. Es besteht u. a. aus Graniten und Gneisen und enthält Erdöl- und Erdgas­lagerstätten, deren Reserven auf bis zu 200 Milliarden Barrel Erdöl geschätzt werden. (Zum Vergleich: Für Saudi-Arabien – das Land mit den weltweit größten Erdölvorkommen – werden 260 Milliarden Barrel geschätzt.). Im Kaukasus begegnen sich sehr viele verschiedene Klimazonen auf relativ engem Raum. Um das Schwarze Meer eher feuchtes subtropisch Klima und um das südliche Kaspische Meer eher trockenes Steppen und Wüstenklima. Im Norden in den Höhenlagen bestimmt das gemäßigte Kontinental Klima das Terroir.

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„Naturwein“

Ich war sehr überrascht, vor Ort in Tiflis, auf ein sehr aktuelles Thema zu treffen, das seit einiger Zeit die Weinwelt gerade in Europa sehr kontrovers beschäftigt. Der Naturwein, hat in Georgien einen sehr hohen Stellenwert und eine lange Tradition in der Gesellschaft. Im Konsumverhalten der Einheimischen ist der Naturwein immer da gewesen, und die Nachhaltigkeit die damit verbunden ist nicht mehr weg zu denken.

Es gibt in Tiflis sehr viele Wein-Bars, Restaurants und Hotels deren Sortiment fast ausschließlich aus Naturwein besteht. Ich hab in der Gastronomie vor Ort nur Naturweine, also ökologisch hergestellte Weiß und Rotweine, nach traditioneller Methode, auf der Maische vergoren, und  ohne Verwendung von Schwefel im Ausbau und jenem chemischen Dünger der zum Rebenschutz bei konventionellen Weinbau verwendet wird, verkostet. Weißweine auf der Maische vergoren und auch Orangeweine sind hier ganz selbstverständlich.

Wie ich erfahren habe, gibt es von diesen Wein-Produktionen einzelner Winzer nur wenige hundert oder maximal einige tausend Flaschen, welche von privaten Personen mit bescheidenen Mitteln und mit einem hohen Anspruch an Nachhaltigkeit hergestellt wird. Naturweine in Europa sind nicht gerade günstig, in Georgien werden diese sehr aufwändig in „Qvevri“ (Tongefäße) im Boden ausgebaut und zu fairen Preisen verkauft. Von daher war ich, was das Thema Wein betrifft, sehr positiv überrascht, was nicht nur die Aktualität sondern auch Qualität der Weine betrifft.

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„Back to the Future!“

Die Besinnung auf die eigenen Wurzeln und Herkunft, hat die Menschen aus Georgien immer wieder aus Besatzung, Anektion und vielen Glaubenskriegen scheinbar befreit. Als wahre Stehauf Menschen, kann man die Kraft und den Überlebensdrang der Georgier bezeichnen. Und wenn nicht gerade eine Bedrohung von außen naht, wird das Land durch die Natur auf die Probe gestellt, wie zuletzt beim Erdbeben 2002 mit vielen Zerstörungen und Opfern unter der Zivilbevölkerung.

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Glaube und Religion (Georgisch Orthodox) spielt eine Tragende Rolle in der Gesellschaft, und zu meiner Verwunderung gerade bei der jüngeren Bevölkerung, ist diese sehr ausgeprägt. Sicherlich auch bedingt durch die Revolution und die damit verbundene Unabhängigkeit von  Russland/ Sowjetunion, und in der Spätantike die Eroberung durch das Osmanische Reich, hat den Glauben  in der Gesellschaft, als „Rettungsanker“, verinnerlicht und fest verankert.  Aber auch die Besinnung und das Bekenntnis zur 8.ooo Jahre alten Weinkultur und deren Wurzeln im eigenen Land, kräftigt und stärkt die Menschen.

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In der Hauptstadt Tiflis begegnen mir eine multikulturelle Gesellschaft mit sehr viel unterschiedliche Menschen und Strömungen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen. Sicherlich auch sozial und politisch mit unterschiedlicher Auffassung, aber alle sehr friedlich und respektvoll im Umgang miteinander. Gerade in den Ersten beiden Tagen nach meiner Ankunft, bin ich sehr viel zu Fuß durch die Metropole spaziert. Mehr als 1 Mio. Einwohnern zählt die Hauptstadt Tiflis. Ich habe mich nie und zu keinem Zeitpunkt bedroht oder Belästigt gefühlt. Auffällig ist der Mix aus Altstadt und Neustadt, die das Stadtbild in der Architektur wiederspiegelt. Ich fühle mich in der Altstadt, dem historischen Teil der Stadt sehr wohl, und mag es über den Markt und durch die Gassen zu schlendern. Es riecht nach gerösteten Kastanien, Mandeln und leicht nach Blüten und floralen Aromen. Ein Mix aus Frühling und Herbst bei 21 Grad und Sonnenschein im November. So präsentiert sich mir diese spannende Stadt, die sich im Aufwind, Umbruch und Erneuerungsprozess befindet, relativ modern. Georgien scheint sich gerade, aus den moralischen Zwängen der Tradition, und der Unterdrückung, frei und eigenständig zu entwickelt aber immer in Reflektion auf die eigene Geschichte und Herkunft.

 

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„Der Weinpilot als Kosmonaut in einer Zeitreise durch die Jahrtausend Jahre alte Kultur von Georgien, die sich mir bei jedem Meter die ich mich hier bewege wiederspiegelt.“

Vieles was ich sehe und mir begegnet, erinnert mich an meine Heimat Heidelberg und diverse Türkei Reisen. Auch mein Winterbesuch in Moskau 2002 wird mir beim Schlendern durch die Straßen von Tiflis allgegenwärtig. Westliche Materielle-Werte und Einrichtungen erscheinen mir beim ersten Blick wie ein Dorn im Auge. Im zweiten Blick symbolisieren Sie mir den Umwandlungsprozess indem sich die Gesellschaft hier befindet. MC Donalds, Coca Cola und Co., gab es allerdings auch schon in den 70er Jahren in den Arabischen und Ostblockstaaten, insofern stellt sich die Frage der Umwandlung nur bedingt, vielleicht suchen und bestätigen diese westlichen Marken und Konsumgüter auch ihre Identifikation und Berechtigung in diesen Regionen?! Durch die ungewohnte Wasserqualität und Nahrungszubereitung, reagiert mein Bauch/ Magen ab dem 2. Tag leicht unruhig, und so bestelle ich, wie selbstverständlich, auffällig oft eine Cola, um meinem Magen kurzweilig einer Säurekonzentration als Heilmittel zu unterwerfen, und somit auch zu reinigen, um Stuhlgang und Bachregulation wieder zu normalisieren. Später im Verlauf meiner Reise, wechsle ich von Cola auf „Chacha“ einem hochprozentigen Tresterbrand der bis zu 70% vol. Alkohol hat, und mir gleichzeitig den Körper komplett desinfiziert und mich unmittelbar nach Einnahme, spät am Abend, in den Tiefschlaf nahe der Bewusstlosigkeit versetzt.

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Im Vergleich zu diversen Weinreisen durch Italien, Frankreich, Spanien und Portugal, befinde ich mich hier in Georgien auf einem völlig anderen Niveau, um mich der Weinkultur und Geschichte zu nähern. Während mir in Europa die geographischen Regulierungen der Weinklassifizierungen von 1716 in der Toskana, Portugal und 1855 in Bordeaux oft stolz erwähnt werden, sind es hier im Kaukasus Jahreszahlen von bis zu 8.000 Jahre alter Weinbautradition und Regulierung die immerfort praktiziert wird. So ist man unfreiwillig Hotspot was den aktuellen Trend der Naturweinproduktion betrifft. Nur bekommt das in Europa und der Welt so richtig keiner mit!

(Batin Mumcu – Berliner Weinpilot; Reisebericht Georgien Teil1.)

Weiter geht´s mit dem Reisebericht Georgien Teil 2. „Tiflis“

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

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Kakheti

Kakheti

(Reisebericht Teil: 4/4)

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Diese herrliche Provinz wird von ihren umliegenden Bergen dominiert. Kakheti ist die östlichste und wichtigste aller Wein-Regionen in Georgien. Nicht nur aus diesem Grund liegt diese auch an der Spitze der touristischen Routen. Es gibt viel zu sehen in dieser sehr vielfältigen Provinz. Im Norden die schöne und isolierte “Tuschti” Bergregion, im Süden die alten Klöster und die Mondlandschaft der hohen Steppe. Die Weinberge liegen im Kakheti-Kernland – das Klima und das Terroir sind ideal für den Weinbau und alle Outdoor Aktivitäten, die man sich vorstellen kann. Hier sind 65 Prozent der Reben des Landes beheimatet, die Weinberge, befinden sich in den Tälern der Flüsse Alazani und Lori, und im Ausläufer des Kaukasusgebirges, des Tsiv-Gombori-Gebirges, und den Niederungen bis zur aserbaidschanischen Grenze. Die Weinberge mit den besten Qualitätsweinen befinden sich in den Alazani und Lori-Becken, auf 400-700m, auf ihren Humuskarbonat mit schwarzen und alluvialen Böden. Rund 80 Prozent der landesweiten Produktion findet in Kachetien statt.

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Batin Mumcu - Berliner Weinpilot

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot

Mountain at Gombori Pass

Der direkte Weg von Tiflis nach Kakheti, führt über das Hochland von Tsiv-Gombori, und den spannenden Gombori-Pass, dessen Gipfel auf einer Höhe von 2000 Metern liegt. Hier steht die Zeit fast still. Bis auf die Autos die das Bergmassiv überqueren, befindet sich hier der Planet Erde in einem zeitlosen Vakuum und das seit vielen tausend Jahren. Mal befindet man sich mitten in einer Kuhherde, oder man wird von Schafen die zu Hunderten den Weg versperren, an der weiterfahrt gehindert. Dann entdeckt man einen Fluss oder Wasserfall, aber immer wieder öffnen sich diese Berge und endlosen Aussichten über die Steppe. Wir befinden uns bereits auf 2000 Meter höhe über dem Meeresspiegel und erblicken noch höheren Gipfel und Berge, die über 5000 Meter hoch in den Himmel ragen. Die Hochland Tsiv-Gombori Überquerung, ist für meinen Fahrer ein Katzensprung von ca. 2,5 Stunden Autofahrt. Für mich ist die Hochland Tsiv-Gombori-Überquerung ein spiritueller Austausch den ich mit der Natur teile. Nach zwei Weindegustationen am Vormittag, erreiche ich an diesem Tag, 10 Minuten vor Sonnenuntergang den Gipfel am Mountain at Gombori Pass, auf genau 1990 Metern höhe. Gerade rechtzeitig, um diese einzigartigen Bilder und ein Video vom Sonnenuntergang zu machen.

“Der Perfekte Augenblick im Einklang mit der Kraft der Natur, wenn Raum, Zeit, Farbe, Licht, Klima, Boden und Luft  zu einer Einheit verschmelzen!” (Zitat: Batin Mumcu)

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Hotel Chateau Mere

Das Wein Hotel “Chateau Mere”  ist ist ein dreistöckiger Palastin in der Nähe von Telavi, mit einer großen Steinmauer die das Areal mit vier Türmen umrundet. Die Chateau-Mauern gleichen einer mittelalterlichen Festung . Von meinem Zimmer aus Blicke ich auf das Kaukasus-Gebirge und das Alazani Tal. Chateau Mere verfügt über 15 Zimmer, Restaurant, Weingut, Weinkeller, Konferenzraum, einen Außenpool mit Yoga Session zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang selbstverständlich mit Blick auf die Berge.

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(Origanlfoto vom der Hotelwebseite) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Leider verbringe ich viel zu wenig Zeit in diesem georgischen Architektur-Palast. Der Innenraum ist die beste Kombination aus Vergangenheit und Moderne. Der Begriff Boutique Hotel wäre hier zu einfach. Antike geschnitzte Möbel und viele kleine Details kann man hier entdecken, die liebevoll im Raum integriert sind. Es befinden sich an den Wänden Manuskripte des vorherigen Jahrhunderts und ein handgefertigter Kronleuchter und viele weitere spannende Accessoires. Mit Blick auf das Kaukasus-Gebirge und in gemütlicher familiärer Atmosphäre, lasse ich den Abend am Kamin mit einem Glas selbstgebrannten “Chacha” ausklingen. Zufällig spielt ein Gast spontan einige klassische Russische Stücke, Live am Klavierflügel. Eine perfekte Umgebung, um diesen besonderen Tag würdevoll auszuklingen.

 

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 Iqalto Kloster

Am nächsten Morgen bin ich schon sehr früh, noch vor dem Sonnenaufgang wach, um mich nach einer kurzen Yoga Session auf die nächsten Stationen meiner Reise vorzubereiten. Das Iqalto Kloster, nahe im Ort Telavi, steht auf dem Programmplan. Leicht verwundert über den Programmplan und dem Besuch in einem Kloster aus dem 6. Jahrhundert, lese und entsinne ich mich, weshalb ich diesen Programmpunkt im Vorfeld gewählt habe. Aus dem Kloster wurde im 12. Jahrhundert eine Akademie gegründet, die Akademie von Iqalto eben. Der Theologe Arsen Iqaltoeli hat im Auftrag des georgischen Königs David, dem Erbauer, die Akademie gegründet. Die Akademie von Iqalto war jahrhundertelang das kulturelle Zentrum Georgiens. Auf dem Gelände wurde auch Weinbau und das Schmiedehandwerk betrieben. Gelehrt wurde Theologie, Philosophie, Astronomie, Rhetorik, Jura und Mathematik. Im 15. Jahrhundert wurde die Akademie durch den Schah Abbas der Erste, zerstört. Bei archäologischen Untersuchungen auf dem  Gelände, wurden 1938, 59 Gebäude gefunden, mehrere Handwerksbetriebe und eine Kelterei. Auf dem Gelände befinden sich heute, drei Kirchen und die Ruine der Akademie. Die Hauptkirche, Chwtaeba (dt. „Heilig-Geist“), stammt aus dem 8. Jahrhundert. Einen Wein oder einen Chacha zu verkosten ist hier leider nicht möglich, aber dafür entdecke ich auf dem Gelände ein einsames Schaf beim grasen 😉

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Shumi Winery 

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Das Unterehmen “Shumi Winery” mit dazugehörigem Weingut, befindet sich im Ort Tsinandali. Ein wunderschöner Weingarten mit einem integrierten Wein Museum. Prince Chavchavadze hat dieses Weingut im 19. Jahrhundert gegründet. Der Wein-Tourismus ist hier voll im Gange. Vor und nach meinem Besuch, stranden hier die mir bislang auf der Reise unentdeckt gebliebenen Wein-Touristen-Gruppen. Die Qualität der Weine empfinde ich als verhalten und keiner Rede Wert, bis auf den 9 Jahre im Holz gereiften Georgischen-Brandy 🙂 Der Ausblick auf die Berge, das Wetter mit viel Sonne und der Garten mit Museum, hinterlassen einen positiven Eindruck.

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Schuchmann Winery 

Wenn alles passt, der Aufwand, der Ertrag, die Philosophie für ein Weingut, die Qualitität der Produkte, die Produktion, der Boden, das Klima, der Ausbau und der Anspruch an nachhaltigen Natur-Wein, … dann landet man beim Familien-Weingut “Schuchmann” in Tsinandali. Das Weingut wurde erst 2008 gegründet, ich übertreibe nicht, wenn ich sage:  “hier stimmt nahezu alles”. Schön das genau der Besuch im Weingut, die letzte Station meiner Reise ist. Sozusagen die Essenz meiner Wein-Reise nach Georgien in einem Betrieb. Ein gastfreundliches Familien-Unternehmen mit Persönlichkeit und viel Leidenschaft für die Weinkultur. Zum Weingut befindet sich auf dem Gelände ein Hotel mit Spa Bereich, Restaurant mit Bar und vieles mehr…

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Fptp: Batin Mumcu

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“Lavashi” heißt das Georgische-Brot, das hier im Weingut Schuchmann auf traditionelle Art und Weise hergestellt wird. Teig wird geknetet, dann im brennenden Tonofen an die Innenwände geklebt und anschließend mit einem Stab entfernt, dauert etwa 2 Minuten, fertig!

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“CHACHA” oder “Tschatscha” ist nicht der Name eines Gesellschaftstanzes kubanischen Ursprungs. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen kann, dass nach Einnahme dieses hochprozentigen (bis 70% vol. Alk.) Tresterbrand der Chachacha leicht zu tanzen ist. Hier im Weingut Schuchmann werden meine Träume wahr. Seit Ankunft in Georgien, treffe ich jeden Tag auf dieses besondere hochprozentige Destillat in unzähligen Variationen. Und genau hier im Weingut finde ich meinen Frieden und die Antwort auf meine Frage, wie der CHACHA Tresterbrand eigentlich hergestellt wird!

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Die Herstellung erfolgt in diesem Ofen in einer Kupferkanne, in der man den Trester (siehe blaue Tonne; Rückstände der Weinherstellung, von Traubenschale und Traubenkerne) erhitzt, der Dampf wird dann über das Kupferrohr geleitet. Im kalten Becken verflüssigt sich der Dampf, der dann als reines Destillat in den Eimer am Boden tropft. Wichtig ist, den Vor und Rücklauf zu trennen, und sich dem Herzstück zu bedienen. So wie ich das gerade tue, bei 21 Grad in der Sonne, bekomme ich nach dem Lunch meinen frischen CHACHA serviert. Mehr geht nicht 🙂

Mehr Informationen zum Weingut: http://www.schuchmann-wines.com/winery/

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Prost, Cheers und გაუმარჯოს aus dem Kaukasus in Georgien

 

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Weingut Manager und Chef Sommelier Ilia Datunashvili, Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

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Foto: Batin Mumcu

 

Ich bedanke mich vielmals für diese tolle Reise bei allen Menschen die daran beteiligt waren,

um mir dies zu ermöglichen, und somit diese Wein-Reise unvergessen und einzigartig machen!

Danke an Sandro Krauss Standortinitiative „Deutschland – Land der der Ideen“ und dem Auswärtigen Amt in Berlin mit der  Standortinitiative Georgien 2016 von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

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Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

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Danke an:

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Batin Mumcu, Nodar (Tourguide), Dato (Driver) – (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

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Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jainani (Chateau Mukhrani) – www.berlinerweinpilot.de

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Helen Vdovichenko (Chateau Mukhrani), Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Nadja – VinoUnderground (Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

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Tamara Natenadze (Best Tourguide Ever!), (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

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Eko (Weingut Laovinari), Nika Agdgomelashvili (Sommelier Vinotel) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Tata, Ia, Lizzi, Nino, (Tiflis Delegation) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Sommelier Shumi Winery (to Cool for the world) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Ilia Datunashvili (Chef Sommelier+ Manager Schuchmann Wines), Batin Mumcu – (Foto:www.berlinerweinpilot.de)

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Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

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Kartli

Kartli 

(Reisebericht Teil: 3/4)

Für Weinliebhaber gibt es einen besonderen Grund die Region “Kartli” zu besuchen. Die archäologischen Funde zeigen, dass in Kartli-Georgien wahrscheinlich der Wein hier seinen Geburtsort hat. In Kvemo Kartli, wurden Traubenkerne und Rebenstaub aus 6000 v. Ch. entdeckt. Georgien hat ca. 60.000 Hektar Wein-Anbaufläche auf denen überwiegend Naturwein kultiviert wird. Dies entspricht ca. der Wein-Anbaufläche in Österreich. Davon werden ca. 70% Rotweinreben (Vitis Vinifera, Vitis Silvestris, auch Vitis Isabella, diverse Wildreben und Internationale Reben) angebaut. Die Hauptweinanbaugebiete heißen Kartli, Kakheti, Tblisi, Imereti, Ajara und Guria. Die Geschichte lässt sich bis ca. 8000 Jahre zurückverfolgen, somit ist Georgien eines der Ursprungsländer des Weinbaus und der kultivierten Weinreben. Mit ca. 500 autochthonen Rebsorten,  u.a. Rkaziteli (weiß),  Saperawi (rot), Aladasturi, Alexandrouli, Tschinuri, Tschchaweri, Coruli Mzwane, Dswelschwari Obtschuri, Katschitschi, Chichwi, Kratschuna, Mudschuretuli, Mzwane, Odschaleschi, Orbeluri, Siska, Zolikuri und Ussatscheluri, und viele mehr. Ist die Vielfalt der Weinproduktion nahezu unbegrenzt. Aber auch internationale Reben wie Aligoté, Chardonnay, Riesling, Cabernet Sauvignon, Malbec, Merlot und Pinot Noir werden hier, bedingt durch das Klima und den Boden, erfolgreich kultiviert. Das Rebsorten-Erziehungssystem ist vertreten durch Cordon in Fächerform, mit mehreren Ruten, im georgischen System wird mit Ruten in einer oder zwei Richtungen und in Pergolaformen gearbeitet.

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Guramishvilis Ilias Marani Wincellar

Mein Weg führt mich aus Tiflis in die benachbarten Weinregionen, und zu einer Besichtigung im Weingut von Guramishvilis Ilias Marani in Kartli. Dieser Weinkeller, der historisch im Besitz von Thadeoz Guramishvili war, wurde im 19. Jahrhundert erbaut, und ist ein hervorragendes Beispiel für ostgeorgische Weinkeller und georgische Architektur. Der Weinkeller wurde aufwändig rekonstruiert und im Jahr 2015 wiedereröffnet. Hier treffe ich auf einen alten Weinkeller in dem nach traditioneller Herstellungsmethode, Wein produziert wird. Weiter nach westlichem Vorbild gibt es einen Modernen neu ausgestatteten Showroom für Weinproben, einen Klassischen Weinkeller, ein Labor und Lagerraum, sowie ein Restaurant und eine Weinhandlung.

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Und so einfach funktioniert die traditionelle Herstellung von Wein. Im Holzbecken werden die Trauben mit den Füßen gestampft. Dann läuft der Most in die Qvevris (Tongefäße) die im Boden angebracht sind. Zum verschließen der Qvevris dienen Tondeckel oder Glasdeckel. Alles weitere macht der Wein von selbst. Wenn der Wein ausreichend vergoren und gereift ist, wird er in Flaschen abgefüllt und getrunken. Ganz easy 🙂

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Im Weingut Ilias Marani, gibt es diese zwei Kaminöfen, die von der UNESCO geschützt sind. Die Eingravierung und Schrift auf den Öfen, zählen zum Weltkulturerbe und sind einzigartig auf diesem Planeten und somit von unschätzbarem Wert.

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Es gab dann auch noch diese eine exklusive Weinverkostung, die für mich im Weingut organisiert wurde. Leider habe ich erst nach dem verkosten vom Chacha Tresterbrand, den ich zufällig im Regal entdeckt habe, davon erfahren. Ganz plötzlich, dachte ich, meinem Bauch und Magen etwas gutes antun zu müssen. Vorbeugend natürlich, gegen Bakterien, Viren und diverse Parasiten die ggf. morgens um 9:30 Uhr in ungeschwefelten Lebensmitteln oder in der Luft auf mich warten, um mich zu vergiften. Sie verstehen schon, eine Lebensrettende Schutzmaßnahme sozusagen!

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CHACHA Tresterbrand (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Chacha wurde auf dieser Reise, zu meinem privaten Heilmittel, gegen alles und für alles. Nur leider nicht so gut geeignet, um direkt vor einer Weinverkostung einzunehmen. Für die Sensorik und den Nervus Vagus und Trigeminus Nerv, bedeutet das ein Blackout. Im Hinblick auf eben jene diese Weinverkostung, zu der ich leider gar keine so genauen Angaben und Verkostungsnotizen mehr machen kann, habe ich hier ein paar Bilder der Etiketten 🙂

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Georgischer Brandy, auch sehr lecker! (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

Chateau Mukhrani 

Chateau Mukhrani liegt auch im Anbaugebiet Kartli, und ist etwa eine Autostunde von Tbilissi entfernt. Das Anwesen von Prince Ivane Mukhranbatoni Palast, ist meine zweite Anlaufstation an diesem wunderschönen Sonnentag bei ca. 21 Grad Außentemperatur. Chateau Mukhrani ist eine Muss-Locations für Weintouristen, um einen Einblick in die Traditionen der georgischen Weinherstellung und dem Ort “Mtskheta” zu erhalten, der sehr eng mit dem Schloss und der königlichen Familie verbunden ist. Ein Chateau Mukhrani Highlights, ist ein Besuch in dem Royal Chateau, das für diverse Hochzeiten und Bankett-Veranstaltungen vermarktet wird. Die Gärten, Weinberge und der Weinkeller sind ein außergewöhnliches auch kulinarisches Erlebnis.  Im Restaurant “Samepo Marani” von 1878, das genau unter dem Schloss im Weinkeller liegt, werde ich fürstlich von zwei Damen empfangen, die mir in einem Rundgang das ganze Anwesen präsentieren, bevor es dann im Samepo Marani zum Mittagessen und zur nächsten Weinverkostung in den historischen Keller geht.

 

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Degustationsnotizen:

Chateau Mukhrani, Rkatsiteli Superieur 2014 (weiß), dieser würzig nach schwarzem pfeffer mit dezenten Röst-Aromen und eleganten Mandel-Noten duftende Wein, hat am Gaumen eine sehr beeindruckende Vanille- Aromatik. Der Wein ist kräftig mit 13% vol. Alk. und hat eine konzentrierte Fruchtnote nach reifen südfrüchten, also weniger ein Speisenbegleiter, eher ein Wein den man so ganz alleine oder mit guten Freunden verkostet.

Chateau Mukhrani, Tavkveri 2015 (Rose), der Wein reflektiert im Glas ein tolles Farben-Prisma von Purpur bis Lachsrot. Am Gaumen zeigt sich der Wein trocken und mineralisch mit Anklängen von Feuerstein. Sehr fein, und elegant zeigen sich die Aromen, weniger Beerenfrucht mehr subtile Seidenhafte nuancen charakterisieren diesen Ausnahme Rosé.

Chateau Mukhrani, Saperavi 2013 (Rot), Bei einer Blindverkostung, hätte ich auf das Linke Bordeaux-Ufer getippt. Der Wein zeigt sich noch jugendlich und lässt dabei sein großes potential erkennen. Ich will diesen Wein mit 5 Jahren Flaschenreife wieder verkosten. Sehr gute Qualität im mittleren Preisspektrum.

 

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Helen Vdovichenko, Batin Mumcu (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

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Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jaiani (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss an die Verkostung sagt mir die liebe Helen Vdovichenko und Elene Otarashvili, beide im Management vom Chateau Mukhrani tätig, das “Patrick Honnef” ein deutscher Oenologe, für den Ausbau der Weine im Chateau verantwortlich ist. Wie ich weiter erfahre, war Patrick zuvor auch in Frankreich-Bordeaux als Oenologe tätig. Was ich bei der Verkostung an seiner Stilart, Wein auszubauen, erkennen konnte. Ich habe Patrick Honnef leider nicht persönlich angetroffen, aber vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit in naher Zukunft.

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Im Chateau Mukhrani, können  Sie auch Reittouren auf englischen und arabischen Pferden genießen. Und diverse traditionelle georgische Spezialitäten verkosten oder auch selbst herstellen. Wie beispielsweise den Churchkhela, traditionelles Futter für die Soldaten aus Nüssen und Mandeln, in einem getrockneten Traubensaft oder wie die Einheimischen sagen: “Georgischer-Snickers-Riegel”. Schmeckt übrigens!

 

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Churchkhela (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot; Reisebericht Georgien Tiflis Kartli Teil 3.

Weiter geht´s mit dem Reisebericht Georgien Teil 4. in die Weinbauregion “Kakheti”

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

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véritable 16

véritable 2016 – Pfalz

„… wenn dieser Mann ruft, folgen Ihm alle“ (Zitat: Graf von Neipperg)

Und bereits zum sechsten Mal hat er, das Original, Uwe Warnecke, zur „véritable”, der Weinfachmesse in den Aloisiushof ins pfälzische St. Martin, gerufen. Dem Aufruf von Initiator und Organisator Uwe Warnecke und Gastgeber und Veranstalter Philipp Kiefer, sind 90 deutsche und internationale Winzerpersönlichkeiten zum Stelldichein in das pfälzische St. Martin-Pfalz zur „véritable 2016“, im Juni 2016 gefolgt.

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Wie wichtig der Stellenwert eines Sommeliers für die Weinbranche geworden ist, zeigt sich am Beispiel von Uwe Warnecke. Uwe, wie ich Ihn als Kollege nennen darf, ist als Wein-Sommelier eine wandelnde Geschichtstafel und gefühlt, seit dem „Kartoffelkrieg 1804“ als Dienstleister und Botschafter für den vergorenen Traubenmost tätig. Jedem Spitzenerzeuger und hoffnungsvollen Nachwuchstalent, wird  schnell im ersten Gespräch mit Uwe Warnecke klar, dass dieser Mann viel Wein, und so ziemlich alle großen Weine der Welt verkostet hat. Ohne zu zögern präsentierten nationale und international führende Winzer jeweils sechs ihrer besten Weine. Auch einige meiner persönlichen Weinbau-Größen waren dabei:

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… Roederer, Chateau de Pez, Ornellaia, Dönnhoff, FX Pichler, von Othegraven, Vega Sicilia, Penfolds, Robert Mondavi, Angelo Gaja, Leopold Aumann, Künstler, Dr. Heger, Fürst, Rebholz, Markus Schneider, Graf Stephan von Neipperg, Billecard-Salmon, Egon Müller, Rings, Bergdolt, Pol Roger, Paul Jaboulet Ainé, Esterházy, Fritz Haag, Emrich-Schönleber, Emmerich Knoll, Robert Weil, van Volxem und selbst Dirk Niepoort kam persönlich, um sein neues FIO Mosel-Weingut vorzustellen.

 

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Bild von: Frederic Groß/ Uwe Warnecke Portrait

Im Anschluss an die „véritable 2016“ hab ich mit Uwe/ – Uwe Warnecke, ein sehr witziges wie spannendes Gespräch geführt, das ich euch nicht vorenthalten will:

Berliner Weinpilot: „Hallo Uwe, wie ist die Idee zur veritable entstanden?“

Uwe Warnecke: „Die Idee kam vor…. ca. 2009, bei einer Weinprobe mit Philipp Kiefer, die „véritable“ in St. Martin zu initiieren. Ich war von Anfang an in die Familie Kiefer und den Aloisiushof integriert und hab mich da immer sehr wohl gefühlt. Nach einem Jahr Vorbereitung, kam 2010 dann die Erste „véritable“. Dazwischen viele weitere Weinproben, aber nicht unter dem Namen „véritable“.

Berliner Weinpilot: „Wie groß muss das Selbstbewusstsein sein, um das Konzept umzusetzen?

Uwe Warnecke: „Begeisterung, Leidenschaft und Emotionen braucht es, … Geld brauchte ich fast nie…. Ich hab das getan, weil ich ein durchgeknallter Freak bin. „Uwe“ ist halt ein ….“Strippezieher“ Zitat stammt vom Knipser.“

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Berliner Weinpilot: „Was war die Größte-Hürde?“

Uwe Warnecke: „Keine Vorkasse zu nehmen und ohne Geld zu starten. Ich hatte leere Taschen, mehr nicht. Durch die Unterstützung von Top Konzernen, konnte ich einiges Finanzieren, Webseite, Flyer, Kataloge usw.“

Berliner Weinpilot: „Welche Erwartungen wurden bei der „véritable“ nicht gedeckt und worin übertroffen?“

Uwe Warnecke: „Es war für mich eine große Ehre, dass die ganz Großen-Jungs meinem Aufruf gefolgt sind. Angelo Gaja, Dirk Niepoort, Günther Jauch, Graf Stephan von Neipperg usw. Ohne die Unterstützung des Gastgebers Philipp Kiefer hätte ich das jedoch nicht geschafft. Verbesserungen gibt es immer, die werden intern besprochen.

Berliner Weinpilot: „Was war dein persönlichster Moment auf der Veritable 2016?“

Uwe Warnecke: „Das mir jemand eine Holz-Kiste 1961er Aldo Conterno aus Italien in die Hand gedrückt hat. Große Weine sollte man nie alleine trinken, deshalb werde ich diesen Wein mit 10 Freunden gemeinsam trinken und danach einen Pfälzer Riesling.“

Berliner Weinpilot: „Welche persönlichen Ziele für die „véritable“ hast Du für die Zukunft?“

Uwe Warnecke: „Besser selektieren, jede Anmeldung geht über meinen Schreibtisch. Nur Top-Top Gäste, ich hab bestimmt schon 500 wieder rausgeschmissen.

Berliner Weinpilot: „Warum braucht die Pfalz eine veritable 2017?“

Uwe Warnecke: „Das war meine Idee, fertig aus. So eine Veranstaltung gibt es in der Pfalz noch nicht, daher stellt dies eine Notwendigkeit dar. Top Sommeliers aus Frankreich, Österreich, Italien und Deutschland kommen zusammen und tauschen sich aus, wie ich finde, ist dies eine gute Sache. Am Montag 03.7.2017 findet die nächste „veritable 17“ statt.

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Berliner Weinpilot: „Was erwartet uns auf der veritable 2017“

Uwe Warnecke: „Neue Winzer, haben bereits zugesagt. Weingut Gantenbein aus Graubünden-Schweiz, mit seinem ausgezeichneten Pinot Noir, auf das ich mich persönlich, schon sehr freue. Und 2018 mit dem Weingut Kracher geht es weiter. Infos und Highlights folgen.

Berliner Weinpilot: „Die Weine der Tafel“ anlässlich des Treffen von Michail Gorbatschow und Helmut Kohl am 10.11.1990 in Deidesheim, ist nur eine Station in deiner Karriere, Du hast als Maitre de Hotel im Deidesheimer Hof und in deiner Gesamten-Laufbahn als Restaurantleiter/ Sommelier, viele Staatsleute und den Adel der Königshäuser der Welt bewirtet, und dazu, in den Top Häusern gearbeitet. Die Prominentenliste liest sich wie die VIP Lounge und Gästeliste von Madame Tussauds Wachsfiguren-Kabinett, darunter Margaret Thatcher, der König und die Königin von Schweden Silvia und Carl Gustaf, König Juan Carlos aus Spanien, den Fürsten von Liechtenstein , die Königin von England, die Königin von Holland, der König von Dänemark, Bundespräsident Walter Scheel, US Außenminister Henry Kissinger, der Ministerpräsidenten Narkasone aus Japan, und sogar der Dalai Lama war damals bei Dir zu Gast im Schlosshotel. Welcher Gast, hat bei dir den Größten Eindruck hinterlassen?“

Uwe Warnecke: „Für die gesamten Königshäuser, hab ich gerne gedient. Es wurde immer das Beste Silber aufgefahren. Die Anrede muss halt Stimmen: „Ihre Kaiserliche Königliche Hoheit Prinz Ferdinant Luis von Preussen“ zum Beispiel. Contenance bewahren, und die richtige Anrede, ist entscheidend, ansonsten war das eher entspannt. Die Region und der Ort Deidesheim, war total gesperrt, als Gorbi mit eigener Limousine anfuhr. Es gab nur 4 Minuten, ausgewählte Presse Termine. Die Bilder gingen um die Welt. Ich und meine Service-Crew waren exklusiv zugeteilt. Helmut Kohl hat immer Du zu mir gesagt, …Du bring mir mal, … Du ich brauch noch….ne Flasche vom Bassermann Jordan Trockenbeerenauslese. Stell dir mal vor, die musste ich erstmal Samstag-Nacht auf Sonntag-Früh besorgen, damit er die, dem Gorbi als Gastgeschenk mitgeben kann.

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Berliner Weinpilot: „Was ist für dich ein guter Wein?“

Uwe Warnecke: „Wenn der Wein alt ist, und nach einem gewissen Alter immer noch im Top Zustand ist, das bedeutet Qualität und ist somit ein guter Wein für mich.“

Berliner Weinpilot: „Welchen Wein trinkst Du so zum Feierabend?“

Uwe Warnecke: „Furztrockener-Riesling, eisgekühlt von der Mosel. Am besten die Schieferlagen“

Berliner Weinpilot: „Gibt es für dich eine Alternative zum Wein?“

Uwe Warnecke: „Um nüchtern zu werden, trinke ich gerne ein Bier, wenn alles rum ist.“

Berliner Weinpilot: „Wie hat sich die Weinkultur in Laufe der Zeit verändert?“

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Uwe Warnecke: „Ich stamme aus einer alten Gastro-Familie und bin schon lange dabei. Vater Fußballer und alle Fußball-Profis haben immer bei uns in Laden verkehrt. Orange-Touch, Amphoren, Naturwein usw., die Jungen Winzer wollen die Welt verändern, so ein Quatsch. Das ist ja alles nix neues, das haben ja schon die Römer gemacht.“ Ich fotografiere keine Flaschen die ich trinke, und poste die auch nicht in sozialen Netzwerken in der Welt herum, um mich zu profilieren. Ich lebe einfach die Weinkultur, ich brauche keine selfies.

Berliner Weinpilot: „Welchen Bezug hast Du zu Berlin und zur Berliner Weinkultur?“

Uwe Warnecke: „Ich kenne die Berliner Weinkultur und finde eigentlich alles Top, tolle Wein-Bars und super kreative Weinszene. Berlin ist Hotspot und München auch. Die Weinkarten sind mir jedoch zu dick. Die Winzer wollen doch auch was drehen, und nicht nur eine Kiste im Jahr liefern. Nur um im Katalog zu stehen, finanziert sich kein Weingut.“

Berliner Weinpilot: „Was ist deine Botschaft an die Weinwelt?“

Uwe Warnecke: „Back to the future“. Jeder Hampelmann redet über moderne Weinbaustilistik, davon halte ich gar nichts. Spontanvergärung heißt das Zauberwort, viele wollen, aber können es nicht! Dieses Jahr folgt mein erster eigener Wein, das wird meine persönliche Botschaft an die Wein-Welt sein. Diesen Wein wird es niemals im Verkauf geben, und wird nur an meine Freunde verschenkt. Es wird keinen Preis für den Wein geben.

(Interview: Batin Mumcu für www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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VinItaly

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Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

2016… war das Jubiläumsjahr, 50 Jahre VinItaly vom 10.-13. April 2016 fand auf dem Messegelände in Verona mit über 4000 Aussteller, und mehr als 150.000 Besucher, auf einer Ausstellungsfläche von 90.000 qm, die für mich  größte Weinfachmesse statt, die ich jemals besucht habe. Dem internationalen Fachpublikum wurde ein umfassender Einblick in die neuesten Produkte, Technologien und Trends geboten. Das Ziel der Aussteller, natürlich der Ausbau der Exportgeschäfte italienischer Produkte.

Batin Mumcu, VinItaly 2016

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Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

 

Batin Mumcu, VinItaly 2016

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Batin Mumcu, VinItaly 2016

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Batin Mumcu, VinItaly 2016

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Vinitaly and the City. Die Messe war an 4 Tagen (So-Mi) täglich von 9.30 – 18.00 Uhr geöffnet, ein Tagesticket gab es für stolze 80 Euro zu erwerben. Vom Stadtzentrum aus, gab es einen kostenlosen Bus-Shuttle. Die Veranstalter hatten das Konzept sehr schön auch auf das Stadtzemtrum übertragen und erweitert, als Offizielle Veranstaltung der Fuorisalone Vinitaly – Vinitaly and the city. Zum Beispiel am: Piazza dei Signori, Cortile del Mercato Vecchio, Torre dei Lamberti, Arsenale di Verona und Piazza Bra. An diversen Orten in der Stadt gab es Meeting-Points, bei denen man entspannt zu einem DJ Live Set diverse Wein, Käse und Salami zum Sonnenuntergang mit Blick auf den Fluß “Adige” verkosten konnte. Oder beim Street Food Marktet Dalla Terra alla Strada, biologisch-dynamischem Wein verkosten, um beim Food Truck in musikalischer Begleitung mit Live Band und Diskussionen und Workshops zu verweilen.

Batin Mumcu, VinItaly 2016

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Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Weiteres Highlight die SOL&AGRIFOOD Präsentation auf der VinItaly, die Olivenölmesse Sol und die Agrar- und Nahrungsmittelmesse Agrifood.  Mit der Enolitech fand auf dem Messegelände außerdem eine Ausstellung der neuesten Technologien rund um den Weinbau statt.

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

 

Die VinItaly wird das Konzept der Messe erweitern müssen, um weiterhin einem internationalen Publikum als Standort attraktiv zu bleiben. Überhöhte Preise für Unterkunft und Tageskarte für die Messe, sind nicht akzeptabel. Ein vielseitiges Speisen-Angebot, für hungrige Besucher auf der Messe, fehlt komplett. Sich 4 Tage nur mit belegtem Weißbrot und Kaffee zu ernähren, macht keinen Spaß. Weiter fehlen mehr Außenbereiche zum Chill-out, um mal ein paar Minuten Ruhe zu finden. Das Angebot, die Stadt Verona, in die VinItaly Weinmesse zu integrieren, zum Beispiel mit einem Dinner in der Arena, war schon sehr gut gemacht. Grazie, ich komme gerne wieder. -Batin Mumcu

 

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