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Wein und Kino

“Der Wein und der Wind”

Eine Film-Rezension von Jasmin Asis zum Kino-Film “Der Wein und der Wind”.

Jasmin beschreibt den Film sehr authentisch und gut, so das jeder schon beim lesen, Ihre Passion zum Thema Wein und Film spüren kann.

Vielen Dank liebe Jasmin. Vielleicht dürfen wir in Zukunft mehr Texte von dir lesen und veröffentlichen!?

 

Bildrechte: Studiocanal

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FILM-Rezension „Der Wein und der Wind“                                                     

von Jasmin Asis

 Endlich wieder ein Film mit dem Thema Wein. Lange haben wir darauf gewartet. Bereits während der ersten Bilder, die in Cédric Klapischs neuem Film “Der Wein und der Wind” Burgunds Weinberge im Wechsel der Jahreszeiten zeigen, geht dem Weinliebhaber das Herz auf. Man ist stolz und dennoch eigenartig berührt zugleich, Keller-, Ernte- und Verkostungsszenen auf großer Leinwand zu erleben – das, was wir quasi im stillen Kämmerlein und fast immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit tun, das, wofür wir mit Leidenschaft brennen, gibt es plötzlich im Großformat für alle.

Erzählt wird die Geschichte der ungleichen Geschwister Juliette, Jérémie und Jean, deren Vater im Sterben liegt, als sich die drei nach vielen Jahren wieder auf ihrem Weingut bei Meursault zusammenfinden. Es gilt, sich neu zu sortieren, unausgetragenen Konflikten zu stellen und gemeinsame Entscheidungen für die Zukunft des Gutes zu treffen. Dabei hat jedes der Geschwister sein eigenes Päckchen zu tragen – so, wie jedoch der Wein mit der Zeit gedeiht und reift, reifen auch seine Macher. Sie wachsen an ihren Konflikten und Auseinandersetzungen, sei es die zu überwindende Trauer, das Beziehungschaos mit Down Under oder der übermächtige Schwiegervater – und am wichtigsten: die Beziehung der drei sich entfremdeten Geschwister entwickelt sich und schweißt sie allmählich zusammen (Hier trifft es der französische Titel besser: “Ce qui nous lie”, was übersetzt “Das, was uns vereint” bedeutet). Selbst der Weingenuss wird davon nicht ausgenommen: Wird am Anfang des Films noch mit ungeeigneten Weingläsern angestoßen, sind es in der letzten Szene meines Erachtens schon Zalto-Gläser.

Cédric Klapisch, der uns bereits mit “Auberge Espagnole” und “So ist Paris” das Herz erwärmt hat, schafft es, den Zuschauer mit den malerischen Bildern von Kameramann Alexis Kavyrchine ganz nah an den Winzeralltag heranzubringen, hinab zu den Stahltanks im Keller, hinaus zu den Lesetagen, auf das Sortierband und sogar ins önologische Labor. Dafür bedient er sich einer langsamen, unaufdringlichen Erzählweise, die besonnen durch alle heiteren, komischen und traurigen Momente führt. Mit Bildern und Szenen, die manchmal nur wenige Sekunden dauern, fängt er die Widrigkeiten und Herausforderungen aber auch die Freuden und Erfolge eines Winzers mit viel Feingefühl und Humor ein. Wir lachen und weinen im ständigen Wechsel. Dies alles wirkt trotz einiger montierter Einfälle so wunderbar realistisch, dass man dabei stets den Eindruck hat, als wäre man nur Beobachter, der dieser Familie für ein Winzerjahr über die Schulter schaut und ganz nebenbei jede Menge über die harte und schwierige Arbeit erfährt. Die Unberechenbarkeit der Natur bestimmt hier alle Abläufe und Eingriffe – nicht der Mensch.
Hervorragend gelungen ist Klapisch die authentische Besetzung, die er auch mit Einheimischen aus der Meursault-Gegend ergänzt hat – selbst die Kinder-Darsteller gleichen ihren erwachsenen Pendants bis aufs Haar. Großartig auch das Spiel der drei Hauptdarsteller Pio Marmaï, Ana Girardot und François Civil, die ungekünstelt und in stimmiger Chemie wie bei einer ideal ausbalancierten Cuvée miteinander harmonieren. Gedreht wurde übrigens auf der Domaine Roulot in Meursault, dessen Besitzer Jean-Marc Roulot sowohl Bio-Winzer als auch Schauspieler ist, und der im Film die Rolle des Marcel spielt. Da Klapisch gegenüber seinem zähneknirschenden Produzenten Bruno Levy darauf beharrte, alle vier Jahreszeiten auf einem Weingut einzufangen zu wollen, musste das gesamte Team inkl. kompletter Entourage mehrere Male ins Burgund reisen. Stets abhängig von den Witterungsbedingungen, versteht sich. Für den verschneiten Weinberg im Winter z.B. musste die Crew im Januar von heute auf morgen nach Meursault aufbrechen.

Der einzige Wermutstropfen ist das ein bisschen klanglos ausgefallene Ende – ein Happy-End war eigentlich nicht zu erwarten, das hätte den Kitsch-Faktor gesprengt. Es kommt fast langweilig daher und ist aber vielleicht gerade deswegen so realistisch.

Fazit: Cédric Klapisch nimmt für seinen neuen Film den Weinbau als Metapher für das menschliche Miteinander und trifft die Sache mit seiner realistischen Erzählweise auf den Punkt. “Der Wein und der Wind” ist eine Liebeserklärung an den Wein und an das Leben selbst und daher für alle aus der Weinzunft eine absolute Empfehlung, mit dem man sich für 2 Stunden ins Burgund hinüber träumen kann. Und manch einer betrachtet danach das Winzerdasein vielleicht mit anderen Augen. Das wäre schön. Darauf einen gereiften Grand Cru. Santé!

DER WEIN UND DER WIND

Originaltitel: Ce qui nous lie (Drama, Frankreich 2017), 114 Minuten

Bundesweit im Kino seit 10. August 2017

Jasmin Asis aus Frankfurt/Main ist seit 10 Jahren im deutschen Vertrieb des toskanischen Weingutes Nittardi tätig und freut sich, mit dieser Rezension ihre zweite Passion, die Filmwelt, mit der Leidenschaft für Wein endlich einmal zusammenbringen zu können.

 

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weinbiking

GR Generation Riesling

#weinbiking_01

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Am 25. Juni 2017 feierte das neueste Projekt der Generation Riesling Premiere:

“GR Generation Riesling #weinbiking_01″

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Die Winzer 

Berliner Weinpilot war dabei, als Gastronomen, Weinhändler, Journalisten und Blogger sich trafen, um mit den Winzern der Generation Riesling zu einer geführten Radtour “Berlin on Bike” https://berlinonbike.de/

von Potsdam nach Berlin zu radeln.

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Los ging es am Treffpunkt Berlin Friedrichstraße und weiter mit dem Bus nach Potsdam. Die perfekte Organisation der Tour, die in Zusammenarbeit mit dem DWI Deutsches Weininstitut mit Katharina Bloszyk und Michael Schemmel, und Organize Communication GmbH mit Barbara Wanner stattfand, hat an alles gedacht, um an diesem Sonntag bei Sonne, Regen, Spiel und Spaß in drei Teams die Teilnehmern zu fordern und zu fördern.

(Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

(Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

(Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

(Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Eine weitere Station der Tour war die

Soehnel-Werft am Griebnitzsee http://www.soehnelwerft.com/ mit Lunch.

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Ein Zwischen-Stopp im Fischtalpark.

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Zwischen-Stopp im Volkspark Schöneberg, um diverse Aufgaben zu erfüllen, die an das ganze Team geknüpft wurden. Und um natürlich viel zu trinken, um reichlich Punkte zu sammeln.

Gunnar Tietz, Barbara Wanner (Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu, Stephanie Doering – (www.berlinerweinpilot.de)

Foto: Batin Mumcu – (www.berlinerweinpilot.de)

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Bei strömendem Regen sind alle Teams heil und unversehrt pünktlich zum Sonnenuntergang mit Barbecue am alten Flughafen auf dem Tempelhofer Feld angekommen.

Foto: Sonnenuntergang Tempelhoferfeld (Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Schön, nass, lecker, feucht und fröhlich war es.

 Bis spätestens nächstes Jahr 🙂

(Batin Mumcu für www.berlinerweinpilot.de)

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Babarolo

Babarolo

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„…Tauchen Sie ein in die Welt des dolce Vita“

Für alle Italien und Piemont Fans, gibt es jetzt den Online Shop https://babarolo.com/. Der Startup Gründer „Michael Baur“ hat einen Marktplatz geschaffen, bei dem Sie bequem von zu Hause vorzügliche Weine aus Piemont beziehen können. Die Region ist für den König der Rotweine dem „Barolo“ bei Weinliebhabern sehr beliebt. Die Landschaft am Fuß der Berge bietet ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Das kontinentale Klima der Region im Ausläufer der Alpen mit sonnenreichen Hanglagen und fruchtbaren Boden, bieten ideale Voraussetzungen für Weine einzigartiger Qualität.

Besondere Weine, die von traditionsreichen Winzerfamilien hergestellt werden, einem breiten Publikum anzubieten, und dabei eine erlesene Qualität mit unverwechselbarem Charakter anzubieten, hat sich „Barbarolo“ zur Aufgabe gemacht.

Seine Leidenschaft für Italien, entdeckte der Unternehmer Michael Baur vor über 10 Jahren, als er im Piemont ein altes Bauernhaus in ein B&B verwandelt hat. Berliner Weinpilot hat mit dem Gründer vom Onlineshop „Barbarolo“ über seine Leidenschaft zu Wein und seiner Start-up Idee gesprochen. 

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„Guter Wein ist mehr als nur gekelterter Traubensaft“

(Zitat: Michael Baur)

 

Berliner Weinpilot: Wie kamen Sie auf die Idee einen Online-Wein-Shop zu eröffnen?

Michael Baur: Die Idee einen Weinhandel zu betreiben ist durch mein Leben als Bed & Breakfast-Besitzer im Piemont entstanden. Unsere Gäste haben oft die Weine der lokalen Winzer bei mir nachbestellt. Da ich eine internationale Kundschaft bedienen wollte, kam nur ein Online-Shop für Wein aus Piemont für mich in Frage.

Berliner Weinpilot: Gibt es ein Babarolo-Team?

Michael Baur: Ja, meine Frau und ich sind das Team! Aber wir betrachten auch die Dienstleister wie Software-Programmierer, Photograph, Stylist, Werbeagentur oder Steuerberater als Teil unseres Teams.

Berliner Weinpilot: Haben Sie auch direkten Kontakt zu den Winzern?

Michael Baur: Der Kontakt zu den Winzern ist absolut entscheidend für den Erfolg unseres Konzepts. Wir kennen alle persönlich, die meisten seit vielen Jahren. Dadurch ist ein beiderseitiges Vertrauen und gegenseitiger Respekt entstanden, auf dem unser Business aufgebaut ist. Wir verbringen sehr viel Zeit im Piemont und pflegen die Beziehung zu unseren Winzern.

Berliner Weinpilot: Worin liegt der Antrieb für Ihre Arbeit begründet und was fasziniert Sie daran?

Michael Baur: Unser Leben und unsere Arbeit sind nicht voneinander zu trennen. Das faszinierende an unserm Tun ist, dass wir ständig herausgefordert werden und ständig dazu lernen. Kein Tag ist wie der andere und da wir ein Start-up-Unternehmen sind, sind die Aufgaben sehr vielfältig. 

“Durch unser Leben im Piemont hat sich die Verbundenheit und Liebe zur Region vertieft”

Berliner Weinpilot: Warum ausgerechnet Piemont?

Michael Baur: Das Piemont ist als Region mit seiner vielfältigen Landschaft und seinem gemäßigten Kontinentalklima wahnsinnig attraktiv. Es zählt zu den besten vier Rotweinregionen in der Welt  und wird als eine der kulinarischen Hochburgen Italiens bezeichnet. Durch unser Leben im Piemont hat sich die Verbundenheit und Liebe zur Region vertieft. Was den Wein betrifft, gibt es kaum eine andere Region in der Welt, die so viele hochwertige Weine aus autochthonen Rebsorten keltert.

Berliner Weinpilot: Wann ist ein Wein gut, und wie teuer sollte ein guter Wein mindestens sein?

Michael Baur: Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn der Wein eine gute Balance zwischen den Tanninen, der Säure und dem Alkohol hat, und im Zusammenspiel mit der Natur und dem Winzer steht, dann ist er gut. Aber der Preis des Weines steht nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Qualität. Wenn man die industriell hergestellten Weine ausschließt, sollte man für einen handwerklich, von einem kleinen Winzer produzierten Rotwein, mindestens mit 10-15 Euro im Handel kalkulieren.

“Nebbiolo ist meine bevorzugte Rebsorte”

Berliner Weinpilot: Welchen Rebsortenwein trinken Sie privat am liebsten?

Michael Baur: Ich bevorzuge piemontesische Weine von kleinen Winzern, die ihre handwerklichen Weine aus autochthonen Rebsorten keltern. Nebbiolo ist meine bevorzugte Rebsorte.

Berliner Weinpilot: Haben Sie einen Reisetipp, welchen Ort sollte man in Piemont unbedingt besuchen?

Michael Baur: Die kleine Gemeinde Neive, die in der Nähe von Barbaresco liegt. Nicht überlaufen und zu Fuß sehr gut zu erkunden. Ein idyllischer Ortskern, mit einem Grappa Museum und ausgezeichneten, authentischen Restaurants.

Berliner Weinpilot: Welches typische Gericht aus der Region Piemont empfehlen Sie?

Michael Baur: “Brasato al Barolo”. Ein Kalbsbraten der lange in Barolo Wein geschmort wird. Dies ist ein klassisches Gericht, das oft am Sonntag gegessen wird und natürlich mit einem wunderschönen Barolo serviert wird.

Berliner Weinpilot: Welchen Barolo können Sie dazu empfehlen?

Michael Baur: Dieser Braten verlangt einen körperreichen und strukturierten Wein. Ein Barolo mittleren Alters aus  der Gemeinde Serralunga D’ Alba passt hervorragend. Ich empfehle den 2012 Barolo Lazzairasco von unserem Winzer Guido Porro.

“Die Globalisierung hat auch vor der Weinwelt nicht halt gemacht”

Berliner Weinpilot: Welche gegenwärtige Entwicklung in der Wein Welt gefällt Ihnen nicht?

Michael Baur: Die Globalisierung hat auch vor der Weinwelt nicht halt gemacht. Industriell hergestellte Weine überschwemmen die Märkte mit extrem niedrigen Preisen und treiben die kleinen Winzer aus dem Geschäft. Diesem Trend entgegen zu steuern und handwerklich hergestellte Terroir Weine zu unterstützen, halte ich für ein sehr lohnenswertes Ziel.

Berliner Weinpilot: Was erwartet die Besucher Ihres Online-Weinshops?

Michael Baur: Ein stetig wachsendes Sortiment auch im Delikatessenbereich, viele interessante Events rund um das Thema Essen und Trinken und einen sehr auf Service fokussierten, interaktiven Online-Shop.

Berliner Weinpilot: Was kommt bei Ihnen heute Abend ins Glas?

Michael Baur: Als Aperitif ein Vermut Rosso di Torino von La Canellesse. Zum Essen ein 2014 Langhe Nebbiolo von unserem Winzer Adriano.

(Interview: Berliner Weinpilot mit Michael Baur)

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Douro

Douro Valley

 

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Foto: Batin Mumcu

Der Douro Flußverlauf ist ca. 900 Km lang und entspringt in der spanischen Provinz Soria auf 2080 Meter Höhe. Er ist der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel und durchfließt Nordspanien und den Norden in Portugal und mündet in Porto in den Atlantischen Ozean. Der antike Name des Douro lautete Durius. Numantia war die bedeutendste Stadt an seinem Ufer. Es gibt Belege für die Nutzung des Douro als Schifffahrtsweg bis in die Zeit der römischen Besatzung. Die Weinregion Alto Douro, bildet das streng abgegrenzte Anbaugebiet des Portweins. In früheren Zeiten wurden die Fässer aus dieser Region und ihrem historischen Zentrum Peso da Régua auf Booten bis in die Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia und Porto verschifft. Alto Douro wurde 1756 das weltweit erste geschützte Weinbaugebiet und zählt seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Neben dem Portwein sind hier auch die Weißweine und Rotweine von Bedeutung.

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Foto: Batin Mumcu

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Meine Douro Valley Tour organisiert von Soul Wines beginnt in Villa Real im Hotel Quinta do Paco. Ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, das eine harmonische Verbindung zwischen Moderne und Tradition darstellt. Rustikal und Urban mit vielen Ruhe und Entspannungsflächen. Das Hotel bietet das perfekte Ambiente, um sich mit über 40 Familienbetrieben zu einem Business Meeting zu treffen, um die in der Douro Region hergestellten spitzen Erzeugnisse an Wein, vor allem Portwein, zu verkosten und um mehr über die Region und Tradition zu erfahren. Das Hotel befindet sich in Arroios – 5000-051 Vila Real.

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Galafura ist ein Ort und eine ehemalige Gemeinde Freguesia im portugiesischen Kreis Peso da Régua. Ein Bergmassive, das auf der Spitze einen Atemlosen Ausblick über die Douro Region mit den Anbaugebieten Baixo Corgo, Cima Corgo und Douro Superior bietet. Der Flussverlauf und die Regionen in Verbindung mit dem Klima bietet außerordentlich gute Bedingungen für Weinbau, die sich hier in aufwändig gebauten steinmauerumgrenzten Terrassenförmigen Hängen am Douro Fluss entlang schlingen, und somit den Status als Weltkulturerbe behalten. Schiefer und Granit Böden mit viel Sonne gepaart, ist die perfekte Basis für die Portwein und Weinproduktion in dieser Region. Die traditionellen autochthonen Rebsorten heißen hier: Touriga National, Touriga Franca und Tinta Roriz.

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Nach dem Gipfelausblick in Galafura, bietet die Douro Tour mit dem Boot “boat cruise” von Pinhao nach Regua das ideale Pendant, um alle Facetten und Perspektiven dieser einmaligen Landschaft zu durchleuchten. Links und Rechts am Ufer die Weinbau Terrassen, singende und tanzende portugiesen die diesen Ausflug auf dem Douro unvergessen machen. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 2 Stunden und ist zum Nachmittag in den Sonnenuntergang zur Blauen-Stunde zu empfehlen.

Blue hour at Douro River

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Bacalao, der Stockfisch und Klippfisch ist durch Trocknung und zum Entwässern zusätzlich gesalzen. Ein haltbar gemachter Kabeljau (Dorsch), den es auch als Seelachs Schellfisch und Leng variante gibt, den ich leider nur als Beilagensalat vereinzelt wieder finde. Auch die vielen tollen Meeresfrüchte und Tintenfische suche ich vergeblich auf dem Teller. Schweineohren, Schweinebraten, Rinderbraten und die verarbeitete Zunge diverser Tiere, sind an der Tagesordnung. Meeresfrüchte und sonstiges Sea-Food, das ich so gerne mag, stellt das Essen armer Leute dar. Die Suche nach einem Fischrestaurant gestaltet sich dementsprechend schwierig.

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Die Douro Region, ist sicherlich die konservativste und die an Tradition geklammertste Weinregion, die ich bislang in Portugal kennengelernt habe. Die Herstellung und die Etikettierung der Weine folgt strengen Richtlinien, die bis auf die Klassifizierungen von 1756 zurück reichen. Abweichungen werden nicht akzeptiert. Die Nähe zum Fluss Douro und zum Atlantik hat kaum Einfluss auf den Fleischkonsum. Schwere Küche mit viel Fleisch und rustikalen Mahlzeiten mit vielen Süßspeisen und Torten zum Dessert, sind das täglich Brot der Region, die ich sehr gerne wieder besuchen komme.

Adeus und Até á vista!

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Georgien

 

Georgien

(Reisebericht Teil: 1/4)

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Foto: Batin Mumcu 

Diese Weinreise nach Georgien in den Kaukasus, stellt meine bislang getätigten Weinreisen ein wenig in den Schatten. Nicht nur die Tatsache, dass ich für eine Weinreise das Erste Mal Europäischen Boden verlasse, auch das Ziel der Reise, und wie es zu der Reise kam, ist für mich einem Hauptgewinn in einer Lotterie gleichzustellen, und traf mich ganz unvorbereitet am Telefon. Wenn das Auswärtige Amt anruft, dann hast Du entweder ein großes Problem, dachte ich mir, oder Du musst deine Koffer packen. In meinem Fall hat mich, Standortinitiative „Deutschland – Land der der Ideen“, zusammen mit dem Auswärtigen Amt, im Rahmen der Deutsch- georgischen Beziehungen zum Standortmarketing-Dialog 2016, (eine Initiative von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier) in den Kaukasus geschickt, um über Wein und Kultur aus Georgien zu berichten. Für mich als Berliner Weinpilot ein „junger“ Blogger und Weinreisejournalist, fühlt sich das an wie ein Ritterschlag auf der Zugspitze an Silvester bei 30 Grad im Schatten. Mit 1.200 Bildern und einem Koffer voller Eindrücke und Inspirationen kehre ich nach einer Woche Georgien im Spätherbst nach Berlin zurück. Hier folgt mein ausführlicher Reisebericht. Viel Spaß beim lesen, und los geht´s…

„Die Wiege der Weinkultur“

Bei dieser Mission ging es um mehr, mehr als einfach nur Wein zu verkosten und Produkte zu bewerten. Damit ich nicht zu sehr enttäuscht werde, bei meiner Ersten-Reise nach Georgien, habe ich meine Erwartungen im Vorfeld erstmal nicht sehr hoch gesteckt, um mich auch an den kleinen Dingen zu erfreuen, und um offen zu sein für viele neue Eindrücke von der mir so fremden Kultur im Kaukasus, auch bekannt als die Wiege der Weinkultur.

Auch wenn der Ursprung der Weinkultur im Kaukasus beheimatet ist, und eine ca. 8000 Jahre alte Geschichte hat, war mir vorweg klar, dass ich eigentlich keine Ahnung habe was auf mich zukommt. Ich denke, eine sehr gute Ausgangsbasis für ein Abenteuer dieser Art. Durch mein Seminar Weinland-Georgien das ich 2014 in Berlin gegeben habe, war mir bewusst, das Wein aus Georgien in den Weinregalen in Europa und der Welt, kaum eine Rolle spielt, und nahezu gar nicht existiert, und dazu, unglaublich schwer zu verkaufen ist. Im Vergleich zu gleichpreisigen Wein aus EU Ländern wie Italien oder Frankreich, welche die Kunden blind kaufen, muss man Georgischen-Wein erklären, viele Geschichten erzählen und zusätzlich mindestens eine oder zwei Flaschen zum Verkosten öffnen. Also eine aufwändige und keine leichte Angelegenheit, um neue Kunden für diesen Markt zu gewinnen.

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Foto: Batin Mumcu 

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Foto: Lisa Treutmann – www.berlinerweinpilot.de

„In den Himmel ragende Alpen und Gletscher die ganzjährig schneebedeckt vor Selbstbewusstsein aus dem Kaukasus protzen“ (Zitat: Batin Mumcu)

Der Ausblick aus dem Flieger und der Landeanflug auf Tiflis sind gigantisch und bleiben mir unvergessen. Man fliegt eine ganze Weile über Georgien und sieht in den Himmel ragende Alpen und Gletscher, die ganzjährig schneebedeckt vor Selbstbewusstsein aus dem Kaukasus protzen, und weit über die Wolken aus der Erde ragen, und bis zu 5642 Meter hoch (höchster Gipfel „Elbrus“ 5642 Meter) weit in den Horizont reichen. Über 1000 Kilometer lang und 180 Kilometer breit, erstreckt sich dieses Hochgebirge zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischem Meer und befindet sich auf den Territorien Russlands, Georgiens, Armeniens und Aserbaidschans.  Der Kaukasus ist ein Faltengebirge mit einigen Vulkankegeln, das wie die Alpen im Tertiär (Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren) aufgefaltet wurde. Es besteht u. a. aus Graniten und Gneisen und enthält Erdöl- und Erdgas­lagerstätten, deren Reserven auf bis zu 200 Milliarden Barrel Erdöl geschätzt werden. (Zum Vergleich: Für Saudi-Arabien – das Land mit den weltweit größten Erdölvorkommen – werden 260 Milliarden Barrel geschätzt.). Im Kaukasus begegnen sich sehr viele verschiedene Klimazonen auf relativ engem Raum. Um das Schwarze Meer eher feuchtes subtropisch Klima und um das südliche Kaspische Meer eher trockenes Steppen und Wüstenklima. Im Norden in den Höhenlagen bestimmt das gemäßigte Kontinental Klima das Terroir.

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„Naturwein“

Ich war sehr überrascht, vor Ort in Tiflis, auf ein sehr aktuelles Thema zu treffen, das seit einiger Zeit die Weinwelt gerade in Europa sehr kontrovers beschäftigt. Der Naturwein, hat in Georgien einen sehr hohen Stellenwert und eine lange Tradition in der Gesellschaft. Im Konsumverhalten der Einheimischen ist der Naturwein immer da gewesen, und die Nachhaltigkeit die damit verbunden ist nicht mehr weg zu denken.

Es gibt in Tiflis sehr viele Wein-Bars, Restaurants und Hotels deren Sortiment fast ausschließlich aus Naturwein besteht. Ich hab in der Gastronomie vor Ort nur Naturweine, also ökologisch hergestellte Weiß und Rotweine, nach traditioneller Methode, auf der Maische vergoren, und  ohne Verwendung von Schwefel im Ausbau und jenem chemischen Dünger der zum Rebenschutz bei konventionellen Weinbau verwendet wird, verkostet. Weißweine auf der Maische vergoren und auch Orangeweine sind hier ganz selbstverständlich.

Wie ich erfahren habe, gibt es von diesen Wein-Produktionen einzelner Winzer nur wenige hundert oder maximal einige tausend Flaschen, welche von privaten Personen mit bescheidenen Mitteln und mit einem hohen Anspruch an Nachhaltigkeit hergestellt wird. Naturweine in Europa sind nicht gerade günstig, in Georgien werden diese sehr aufwändig in „Qvevri“ (Tongefäße) im Boden ausgebaut und zu fairen Preisen verkauft. Von daher war ich, was das Thema Wein betrifft, sehr positiv überrascht, was nicht nur die Aktualität sondern auch Qualität der Weine betrifft.

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„Back to the Future!“

Die Besinnung auf die eigenen Wurzeln und Herkunft, hat die Menschen aus Georgien immer wieder aus Besatzung, Anektion und vielen Glaubenskriegen scheinbar befreit. Als wahre Stehauf Menschen, kann man die Kraft und den Überlebensdrang der Georgier bezeichnen. Und wenn nicht gerade eine Bedrohung von außen naht, wird das Land durch die Natur auf die Probe gestellt, wie zuletzt beim Erdbeben 2002 mit vielen Zerstörungen und Opfern unter der Zivilbevölkerung.

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Glaube und Religion (Georgisch Orthodox) spielt eine Tragende Rolle in der Gesellschaft, und zu meiner Verwunderung gerade bei der jüngeren Bevölkerung, ist diese sehr ausgeprägt. Sicherlich auch bedingt durch die Revolution und die damit verbundene Unabhängigkeit von  Russland/ Sowjetunion, und in der Spätantike die Eroberung durch das Osmanische Reich, hat den Glauben  in der Gesellschaft, als „Rettungsanker“, verinnerlicht und fest verankert.  Aber auch die Besinnung und das Bekenntnis zur 8.ooo Jahre alten Weinkultur und deren Wurzeln im eigenen Land, kräftigt und stärkt die Menschen.

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In der Hauptstadt Tiflis begegnen mir eine multikulturelle Gesellschaft mit sehr viel unterschiedliche Menschen und Strömungen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen. Sicherlich auch sozial und politisch mit unterschiedlicher Auffassung, aber alle sehr friedlich und respektvoll im Umgang miteinander. Gerade in den Ersten beiden Tagen nach meiner Ankunft, bin ich sehr viel zu Fuß durch die Metropole spaziert. Mehr als 1 Mio. Einwohnern zählt die Hauptstadt Tiflis. Ich habe mich nie und zu keinem Zeitpunkt bedroht oder Belästigt gefühlt. Auffällig ist der Mix aus Altstadt und Neustadt, die das Stadtbild in der Architektur wiederspiegelt. Ich fühle mich in der Altstadt, dem historischen Teil der Stadt sehr wohl, und mag es über den Markt und durch die Gassen zu schlendern. Es riecht nach gerösteten Kastanien, Mandeln und leicht nach Blüten und floralen Aromen. Ein Mix aus Frühling und Herbst bei 21 Grad und Sonnenschein im November. So präsentiert sich mir diese spannende Stadt, die sich im Aufwind, Umbruch und Erneuerungsprozess befindet, relativ modern. Georgien scheint sich gerade, aus den moralischen Zwängen der Tradition, und der Unterdrückung, frei und eigenständig zu entwickelt aber immer in Reflektion auf die eigene Geschichte und Herkunft.

 

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„Der Weinpilot als Kosmonaut in einer Zeitreise durch die Jahrtausend Jahre alte Kultur von Georgien, die sich mir bei jedem Meter die ich mich hier bewege wiederspiegelt.“

Vieles was ich sehe und mir begegnet, erinnert mich an meine Heimat Heidelberg und diverse Türkei Reisen. Auch mein Winterbesuch in Moskau 2002 wird mir beim Schlendern durch die Straßen von Tiflis allgegenwärtig. Westliche Materielle-Werte und Einrichtungen erscheinen mir beim ersten Blick wie ein Dorn im Auge. Im zweiten Blick symbolisieren Sie mir den Umwandlungsprozess indem sich die Gesellschaft hier befindet. MC Donalds, Coca Cola und Co., gab es allerdings auch schon in den 70er Jahren in den Arabischen und Ostblockstaaten, insofern stellt sich die Frage der Umwandlung nur bedingt, vielleicht suchen und bestätigen diese westlichen Marken und Konsumgüter auch ihre Identifikation und Berechtigung in diesen Regionen?! Durch die ungewohnte Wasserqualität und Nahrungszubereitung, reagiert mein Bauch/ Magen ab dem 2. Tag leicht unruhig, und so bestelle ich, wie selbstverständlich, auffällig oft eine Cola, um meinem Magen kurzweilig einer Säurekonzentration als Heilmittel zu unterwerfen, und somit auch zu reinigen, um Stuhlgang und Bachregulation wieder zu normalisieren. Später im Verlauf meiner Reise, wechsle ich von Cola auf „Chacha“ einem hochprozentigen Tresterbrand der bis zu 70% vol. Alkohol hat, und mir gleichzeitig den Körper komplett desinfiziert und mich unmittelbar nach Einnahme, spät am Abend, in den Tiefschlaf nahe der Bewusstlosigkeit versetzt.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

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Im Vergleich zu diversen Weinreisen durch Italien, Frankreich, Spanien und Portugal, befinde ich mich hier in Georgien auf einem völlig anderen Niveau, um mich der Weinkultur und Geschichte zu nähern. Während mir in Europa die geographischen Regulierungen der Weinklassifizierungen von 1716 in der Toskana, Portugal und 1855 in Bordeaux oft stolz erwähnt werden, sind es hier im Kaukasus Jahreszahlen von bis zu 8.000 Jahre alter Weinbautradition und Regulierung die immerfort praktiziert wird. So ist man unfreiwillig Hotspot was den aktuellen Trend der Naturweinproduktion betrifft. Nur bekommt das in Europa und der Welt so richtig keiner mit!

(Batin Mumcu – Berliner Weinpilot; Reisebericht Georgien Teil1.)

Weiter geht´s mit dem Reisebericht Georgien Teil 2. „Tiflis“

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

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Kakheti

Kakheti

(Reisebericht Teil: 4/4)

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Diese herrliche Provinz wird von ihren umliegenden Bergen dominiert. Kakheti ist die östlichste und wichtigste aller Wein-Regionen in Georgien. Nicht nur aus diesem Grund liegt diese auch an der Spitze der touristischen Routen. Es gibt viel zu sehen in dieser sehr vielfältigen Provinz. Im Norden die schöne und isolierte “Tuschti” Bergregion, im Süden die alten Klöster und die Mondlandschaft der hohen Steppe. Die Weinberge liegen im Kakheti-Kernland – das Klima und das Terroir sind ideal für den Weinbau und alle Outdoor Aktivitäten, die man sich vorstellen kann. Hier sind 65 Prozent der Reben des Landes beheimatet, die Weinberge, befinden sich in den Tälern der Flüsse Alazani und Lori, und im Ausläufer des Kaukasusgebirges, des Tsiv-Gombori-Gebirges, und den Niederungen bis zur aserbaidschanischen Grenze. Die Weinberge mit den besten Qualitätsweinen befinden sich in den Alazani und Lori-Becken, auf 400-700m, auf ihren Humuskarbonat mit schwarzen und alluvialen Böden. Rund 80 Prozent der landesweiten Produktion findet in Kachetien statt.

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Mountain at Gombori Pass

Der direkte Weg von Tiflis nach Kakheti, führt über das Hochland von Tsiv-Gombori, und den spannenden Gombori-Pass, dessen Gipfel auf einer Höhe von 2000 Metern liegt. Hier steht die Zeit fast still. Bis auf die Autos die das Bergmassiv überqueren, befindet sich hier der Planet Erde in einem zeitlosen Vakuum und das seit vielen tausend Jahren. Mal befindet man sich mitten in einer Kuhherde, oder man wird von Schafen die zu Hunderten den Weg versperren, an der weiterfahrt gehindert. Dann entdeckt man einen Fluss oder Wasserfall, aber immer wieder öffnen sich diese Berge und endlosen Aussichten über die Steppe. Wir befinden uns bereits auf 2000 Meter höhe über dem Meeresspiegel und erblicken noch höheren Gipfel und Berge, die über 5000 Meter hoch in den Himmel ragen. Die Hochland Tsiv-Gombori Überquerung, ist für meinen Fahrer ein Katzensprung von ca. 2,5 Stunden Autofahrt. Für mich ist die Hochland Tsiv-Gombori-Überquerung ein spiritueller Austausch den ich mit der Natur teile. Nach zwei Weindegustationen am Vormittag, erreiche ich an diesem Tag, 10 Minuten vor Sonnenuntergang den Gipfel am Mountain at Gombori Pass, auf genau 1990 Metern höhe. Gerade rechtzeitig, um diese einzigartigen Bilder und ein Video vom Sonnenuntergang zu machen.

“Der Perfekte Augenblick im Einklang mit der Kraft der Natur, wenn Raum, Zeit, Farbe, Licht, Klima, Boden und Luft  zu einer Einheit verschmelzen!” (Zitat: Batin Mumcu)

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Hotel Chateau Mere

Das Wein Hotel “Chateau Mere”  ist ist ein dreistöckiger Palastin in der Nähe von Telavi, mit einer großen Steinmauer die das Areal mit vier Türmen umrundet. Die Chateau-Mauern gleichen einer mittelalterlichen Festung . Von meinem Zimmer aus Blicke ich auf das Kaukasus-Gebirge und das Alazani Tal. Chateau Mere verfügt über 15 Zimmer, Restaurant, Weingut, Weinkeller, Konferenzraum, einen Außenpool mit Yoga Session zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang selbstverständlich mit Blick auf die Berge.

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(Origanlfoto vom der Hotelwebseite) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Leider verbringe ich viel zu wenig Zeit in diesem georgischen Architektur-Palast. Der Innenraum ist die beste Kombination aus Vergangenheit und Moderne. Der Begriff Boutique Hotel wäre hier zu einfach. Antike geschnitzte Möbel und viele kleine Details kann man hier entdecken, die liebevoll im Raum integriert sind. Es befinden sich an den Wänden Manuskripte des vorherigen Jahrhunderts und ein handgefertigter Kronleuchter und viele weitere spannende Accessoires. Mit Blick auf das Kaukasus-Gebirge und in gemütlicher familiärer Atmosphäre, lasse ich den Abend am Kamin mit einem Glas selbstgebrannten “Chacha” ausklingen. Zufällig spielt ein Gast spontan einige klassische Russische Stücke, Live am Klavierflügel. Eine perfekte Umgebung, um diesen besonderen Tag würdevoll auszuklingen.

 

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 Iqalto Kloster

Am nächsten Morgen bin ich schon sehr früh, noch vor dem Sonnenaufgang wach, um mich nach einer kurzen Yoga Session auf die nächsten Stationen meiner Reise vorzubereiten. Das Iqalto Kloster, nahe im Ort Telavi, steht auf dem Programmplan. Leicht verwundert über den Programmplan und dem Besuch in einem Kloster aus dem 6. Jahrhundert, lese und entsinne ich mich, weshalb ich diesen Programmpunkt im Vorfeld gewählt habe. Aus dem Kloster wurde im 12. Jahrhundert eine Akademie gegründet, die Akademie von Iqalto eben. Der Theologe Arsen Iqaltoeli hat im Auftrag des georgischen Königs David, dem Erbauer, die Akademie gegründet. Die Akademie von Iqalto war jahrhundertelang das kulturelle Zentrum Georgiens. Auf dem Gelände wurde auch Weinbau und das Schmiedehandwerk betrieben. Gelehrt wurde Theologie, Philosophie, Astronomie, Rhetorik, Jura und Mathematik. Im 15. Jahrhundert wurde die Akademie durch den Schah Abbas der Erste, zerstört. Bei archäologischen Untersuchungen auf dem  Gelände, wurden 1938, 59 Gebäude gefunden, mehrere Handwerksbetriebe und eine Kelterei. Auf dem Gelände befinden sich heute, drei Kirchen und die Ruine der Akademie. Die Hauptkirche, Chwtaeba (dt. „Heilig-Geist“), stammt aus dem 8. Jahrhundert. Einen Wein oder einen Chacha zu verkosten ist hier leider nicht möglich, aber dafür entdecke ich auf dem Gelände ein einsames Schaf beim grasen 😉

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Shumi Winery 

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Das Unterehmen “Shumi Winery” mit dazugehörigem Weingut, befindet sich im Ort Tsinandali. Ein wunderschöner Weingarten mit einem integrierten Wein Museum. Prince Chavchavadze hat dieses Weingut im 19. Jahrhundert gegründet. Der Wein-Tourismus ist hier voll im Gange. Vor und nach meinem Besuch, stranden hier die mir bislang auf der Reise unentdeckt gebliebenen Wein-Touristen-Gruppen. Die Qualität der Weine empfinde ich als verhalten und keiner Rede Wert, bis auf den 9 Jahre im Holz gereiften Georgischen-Brandy 🙂 Der Ausblick auf die Berge, das Wetter mit viel Sonne und der Garten mit Museum, hinterlassen einen positiven Eindruck.

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Schuchmann Winery 

Wenn alles passt, der Aufwand, der Ertrag, die Philosophie für ein Weingut, die Qualitität der Produkte, die Produktion, der Boden, das Klima, der Ausbau und der Anspruch an nachhaltigen Natur-Wein, … dann landet man beim Familien-Weingut “Schuchmann” in Tsinandali. Das Weingut wurde erst 2008 gegründet, ich übertreibe nicht, wenn ich sage:  “hier stimmt nahezu alles”. Schön das genau der Besuch im Weingut, die letzte Station meiner Reise ist. Sozusagen die Essenz meiner Wein-Reise nach Georgien in einem Betrieb. Ein gastfreundliches Familien-Unternehmen mit Persönlichkeit und viel Leidenschaft für die Weinkultur. Zum Weingut befindet sich auf dem Gelände ein Hotel mit Spa Bereich, Restaurant mit Bar und vieles mehr…

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Fptp: Batin Mumcu

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“Lavashi” heißt das Georgische-Brot, das hier im Weingut Schuchmann auf traditionelle Art und Weise hergestellt wird. Teig wird geknetet, dann im brennenden Tonofen an die Innenwände geklebt und anschließend mit einem Stab entfernt, dauert etwa 2 Minuten, fertig!

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“CHACHA” oder “Tschatscha” ist nicht der Name eines Gesellschaftstanzes kubanischen Ursprungs. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen kann, dass nach Einnahme dieses hochprozentigen (bis 70% vol. Alk.) Tresterbrand der Chachacha leicht zu tanzen ist. Hier im Weingut Schuchmann werden meine Träume wahr. Seit Ankunft in Georgien, treffe ich jeden Tag auf dieses besondere hochprozentige Destillat in unzähligen Variationen. Und genau hier im Weingut finde ich meinen Frieden und die Antwort auf meine Frage, wie der CHACHA Tresterbrand eigentlich hergestellt wird!

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Die Herstellung erfolgt in diesem Ofen in einer Kupferkanne, in der man den Trester (siehe blaue Tonne; Rückstände der Weinherstellung, von Traubenschale und Traubenkerne) erhitzt, der Dampf wird dann über das Kupferrohr geleitet. Im kalten Becken verflüssigt sich der Dampf, der dann als reines Destillat in den Eimer am Boden tropft. Wichtig ist, den Vor und Rücklauf zu trennen, und sich dem Herzstück zu bedienen. So wie ich das gerade tue, bei 21 Grad in der Sonne, bekomme ich nach dem Lunch meinen frischen CHACHA serviert. Mehr geht nicht 🙂

Mehr Informationen zum Weingut: http://www.schuchmann-wines.com/winery/

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Prost, Cheers und გაუმარჯოს aus dem Kaukasus in Georgien

 

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Weingut Manager und Chef Sommelier Ilia Datunashvili, Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

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Foto: Batin Mumcu

 

Ich bedanke mich vielmals für diese tolle Reise bei allen Menschen die daran beteiligt waren,

um mir dies zu ermöglichen, und somit diese Wein-Reise unvergessen und einzigartig machen!

Danke an Sandro Krauss Standortinitiative „Deutschland – Land der der Ideen“ und dem Auswärtigen Amt in Berlin mit der  Standortinitiative Georgien 2016 von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

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Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

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Danke an:

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Batin Mumcu, Nodar (Tourguide), Dato (Driver) – (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

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Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jainani (Chateau Mukhrani) – www.berlinerweinpilot.de

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Helen Vdovichenko (Chateau Mukhrani), Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Nadja – VinoUnderground (Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

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Tamara Natenadze (Best Tourguide Ever!), (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

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Eko (Weingut Laovinari), Nika Agdgomelashvili (Sommelier Vinotel) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Tata, Ia, Lizzi, Nino, (Tiflis Delegation) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Sommelier Shumi Winery (to Cool for the world) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

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Ilia Datunashvili (Chef Sommelier+ Manager Schuchmann Wines), Batin Mumcu – (Foto:www.berlinerweinpilot.de)

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Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

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Kartli

Kartli 

(Reisebericht Teil: 3/4)

Für Weinliebhaber gibt es einen besonderen Grund die Region “Kartli” zu besuchen. Die archäologischen Funde zeigen, dass in Kartli-Georgien wahrscheinlich der Wein hier seinen Geburtsort hat. In Kvemo Kartli, wurden Traubenkerne und Rebenstaub aus 6000 v. Ch. entdeckt. Georgien hat ca. 60.000 Hektar Wein-Anbaufläche auf denen überwiegend Naturwein kultiviert wird. Dies entspricht ca. der Wein-Anbaufläche in Österreich. Davon werden ca. 70% Rotweinreben (Vitis Vinifera, Vitis Silvestris, auch Vitis Isabella, diverse Wildreben und Internationale Reben) angebaut. Die Hauptweinanbaugebiete heißen Kartli, Kakheti, Tblisi, Imereti, Ajara und Guria. Die Geschichte lässt sich bis ca. 8000 Jahre zurückverfolgen, somit ist Georgien eines der Ursprungsländer des Weinbaus und der kultivierten Weinreben. Mit ca. 500 autochthonen Rebsorten,  u.a. Rkaziteli (weiß),  Saperawi (rot), Aladasturi, Alexandrouli, Tschinuri, Tschchaweri, Coruli Mzwane, Dswelschwari Obtschuri, Katschitschi, Chichwi, Kratschuna, Mudschuretuli, Mzwane, Odschaleschi, Orbeluri, Siska, Zolikuri und Ussatscheluri, und viele mehr. Ist die Vielfalt der Weinproduktion nahezu unbegrenzt. Aber auch internationale Reben wie Aligoté, Chardonnay, Riesling, Cabernet Sauvignon, Malbec, Merlot und Pinot Noir werden hier, bedingt durch das Klima und den Boden, erfolgreich kultiviert. Das Rebsorten-Erziehungssystem ist vertreten durch Cordon in Fächerform, mit mehreren Ruten, im georgischen System wird mit Ruten in einer oder zwei Richtungen und in Pergolaformen gearbeitet.

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Guramishvilis Ilias Marani Wincellar

Mein Weg führt mich aus Tiflis in die benachbarten Weinregionen, und zu einer Besichtigung im Weingut von Guramishvilis Ilias Marani in Kartli. Dieser Weinkeller, der historisch im Besitz von Thadeoz Guramishvili war, wurde im 19. Jahrhundert erbaut, und ist ein hervorragendes Beispiel für ostgeorgische Weinkeller und georgische Architektur. Der Weinkeller wurde aufwändig rekonstruiert und im Jahr 2015 wiedereröffnet. Hier treffe ich auf einen alten Weinkeller in dem nach traditioneller Herstellungsmethode, Wein produziert wird. Weiter nach westlichem Vorbild gibt es einen Modernen neu ausgestatteten Showroom für Weinproben, einen Klassischen Weinkeller, ein Labor und Lagerraum, sowie ein Restaurant und eine Weinhandlung.

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Und so einfach funktioniert die traditionelle Herstellung von Wein. Im Holzbecken werden die Trauben mit den Füßen gestampft. Dann läuft der Most in die Qvevris (Tongefäße) die im Boden angebracht sind. Zum verschließen der Qvevris dienen Tondeckel oder Glasdeckel. Alles weitere macht der Wein von selbst. Wenn der Wein ausreichend vergoren und gereift ist, wird er in Flaschen abgefüllt und getrunken. Ganz easy 🙂

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Im Weingut Ilias Marani, gibt es diese zwei Kaminöfen, die von der UNESCO geschützt sind. Die Eingravierung und Schrift auf den Öfen, zählen zum Weltkulturerbe und sind einzigartig auf diesem Planeten und somit von unschätzbarem Wert.

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Es gab dann auch noch diese eine exklusive Weinverkostung, die für mich im Weingut organisiert wurde. Leider habe ich erst nach dem verkosten vom Chacha Tresterbrand, den ich zufällig im Regal entdeckt habe, davon erfahren. Ganz plötzlich, dachte ich, meinem Bauch und Magen etwas gutes antun zu müssen. Vorbeugend natürlich, gegen Bakterien, Viren und diverse Parasiten die ggf. morgens um 9:30 Uhr in ungeschwefelten Lebensmitteln oder in der Luft auf mich warten, um mich zu vergiften. Sie verstehen schon, eine Lebensrettende Schutzmaßnahme sozusagen!

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CHACHA Tresterbrand (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Chacha wurde auf dieser Reise, zu meinem privaten Heilmittel, gegen alles und für alles. Nur leider nicht so gut geeignet, um direkt vor einer Weinverkostung einzunehmen. Für die Sensorik und den Nervus Vagus und Trigeminus Nerv, bedeutet das ein Blackout. Im Hinblick auf eben jene diese Weinverkostung, zu der ich leider gar keine so genauen Angaben und Verkostungsnotizen mehr machen kann, habe ich hier ein paar Bilder der Etiketten 🙂

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Georgischer Brandy, auch sehr lecker! (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

Chateau Mukhrani 

Chateau Mukhrani liegt auch im Anbaugebiet Kartli, und ist etwa eine Autostunde von Tbilissi entfernt. Das Anwesen von Prince Ivane Mukhranbatoni Palast, ist meine zweite Anlaufstation an diesem wunderschönen Sonnentag bei ca. 21 Grad Außentemperatur. Chateau Mukhrani ist eine Muss-Locations für Weintouristen, um einen Einblick in die Traditionen der georgischen Weinherstellung und dem Ort “Mtskheta” zu erhalten, der sehr eng mit dem Schloss und der königlichen Familie verbunden ist. Ein Chateau Mukhrani Highlights, ist ein Besuch in dem Royal Chateau, das für diverse Hochzeiten und Bankett-Veranstaltungen vermarktet wird. Die Gärten, Weinberge und der Weinkeller sind ein außergewöhnliches auch kulinarisches Erlebnis.  Im Restaurant “Samepo Marani” von 1878, das genau unter dem Schloss im Weinkeller liegt, werde ich fürstlich von zwei Damen empfangen, die mir in einem Rundgang das ganze Anwesen präsentieren, bevor es dann im Samepo Marani zum Mittagessen und zur nächsten Weinverkostung in den historischen Keller geht.

 

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Degustationsnotizen:

Chateau Mukhrani, Rkatsiteli Superieur 2014 (weiß), dieser würzig nach schwarzem pfeffer mit dezenten Röst-Aromen und eleganten Mandel-Noten duftende Wein, hat am Gaumen eine sehr beeindruckende Vanille- Aromatik. Der Wein ist kräftig mit 13% vol. Alk. und hat eine konzentrierte Fruchtnote nach reifen südfrüchten, also weniger ein Speisenbegleiter, eher ein Wein den man so ganz alleine oder mit guten Freunden verkostet.

Chateau Mukhrani, Tavkveri 2015 (Rose), der Wein reflektiert im Glas ein tolles Farben-Prisma von Purpur bis Lachsrot. Am Gaumen zeigt sich der Wein trocken und mineralisch mit Anklängen von Feuerstein. Sehr fein, und elegant zeigen sich die Aromen, weniger Beerenfrucht mehr subtile Seidenhafte nuancen charakterisieren diesen Ausnahme Rosé.

Chateau Mukhrani, Saperavi 2013 (Rot), Bei einer Blindverkostung, hätte ich auf das Linke Bordeaux-Ufer getippt. Der Wein zeigt sich noch jugendlich und lässt dabei sein großes potential erkennen. Ich will diesen Wein mit 5 Jahren Flaschenreife wieder verkosten. Sehr gute Qualität im mittleren Preisspektrum.

 

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Helen Vdovichenko, Batin Mumcu (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

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Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jaiani (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss an die Verkostung sagt mir die liebe Helen Vdovichenko und Elene Otarashvili, beide im Management vom Chateau Mukhrani tätig, das “Patrick Honnef” ein deutscher Oenologe, für den Ausbau der Weine im Chateau verantwortlich ist. Wie ich weiter erfahre, war Patrick zuvor auch in Frankreich-Bordeaux als Oenologe tätig. Was ich bei der Verkostung an seiner Stilart, Wein auszubauen, erkennen konnte. Ich habe Patrick Honnef leider nicht persönlich angetroffen, aber vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit in naher Zukunft.

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Im Chateau Mukhrani, können  Sie auch Reittouren auf englischen und arabischen Pferden genießen. Und diverse traditionelle georgische Spezialitäten verkosten oder auch selbst herstellen. Wie beispielsweise den Churchkhela, traditionelles Futter für die Soldaten aus Nüssen und Mandeln, in einem getrockneten Traubensaft oder wie die Einheimischen sagen: “Georgischer-Snickers-Riegel”. Schmeckt übrigens!

 

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Churchkhela (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot; Reisebericht Georgien Tiflis Kartli Teil 3.

Weiter geht´s mit dem Reisebericht Georgien Teil 4. in die Weinbauregion “Kakheti”

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

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Reisen nach Georgien

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Wein und andere Abenteuer in Georgien

Der Berliner Weinpilot empfiehlt Ihnen “Living Roots” Reisen von Berlin direkt in den Kaukasus nach Georgien.

Eine Reise “Back to the Future”

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Individuell für Ihre Bedürfnisse erstellen wir Ihnen eine Reise schon ab zwei Personen in diverse Regionen

Strand Urlaub, Berge, Ski fahren, Wandern, Kultur und vieles mehr!

Georgien ist ein altes Land auf einer Landenge zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer. Bekannt in der Antike als Iberia und Colchis war dies das Portal, das Europa und Asien verbindet, als die kürzeste Landstraße zwischen westlichen und östlichen Zivilisationen.

Georgiens Behauptungen zum Ruhm sind köstliche lokale Küche und eine 8.000 Jahre alte lebendige Weintradition. Eine der weltweit anspruchsvollsten Formen der musikalischen Polyphonie und Natur. Ein ehrgeiziges alpines Hochland, tropische Küstenregionen, Laubwälder und offene Steppen und Wüsten. Umrundet von alten Klöstern und einzigartige Architektur.

Entdecke Georgien eine eurasische Schatzkammer der Kultur, die der Zeit widerstanden hat.

Für weitere Informationen schreiben Sie mir bitte eine Email an: batin.mumcu@berlinerweinpilot.de 

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1. Route: Shida Kartli

 

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2. Route: Samegrelo

 

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3. Route: Racha

 

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4. Route: Samtskhe

 

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5. Route: Lechkhumi

 

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6. Route: Kvemo Kartli

 

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7. Route: Kakheti 2

 

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8. Route: Kakheti 1

 

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9. Route: Imereti

 

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10. Route: Guria

 

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11. Route: Abkhazia

 

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12. Route: Ajara

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véritable 16

véritable 2016 – Pfalz

„… wenn dieser Mann ruft, folgen Ihm alle“ (Zitat: Graf von Neipperg)

Und bereits zum sechsten Mal hat er, das Original, Uwe Warnecke, zur „véritable”, der Weinfachmesse in den Aloisiushof ins pfälzische St. Martin, gerufen. Dem Aufruf von Initiator und Organisator Uwe Warnecke und Gastgeber und Veranstalter Philipp Kiefer, sind 90 deutsche und internationale Winzerpersönlichkeiten zum Stelldichein in das pfälzische St. Martin-Pfalz zur „véritable 2016“, im Juni 2016 gefolgt.

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Wie wichtig der Stellenwert eines Sommeliers für die Weinbranche geworden ist, zeigt sich am Beispiel von Uwe Warnecke. Uwe, wie ich Ihn als Kollege nennen darf, ist als Wein-Sommelier eine wandelnde Geschichtstafel und gefühlt, seit dem „Kartoffelkrieg 1804“ als Dienstleister und Botschafter für den vergorenen Traubenmost tätig. Jedem Spitzenerzeuger und hoffnungsvollen Nachwuchstalent, wird  schnell im ersten Gespräch mit Uwe Warnecke klar, dass dieser Mann viel Wein, und so ziemlich alle großen Weine der Welt verkostet hat. Ohne zu zögern präsentierten nationale und international führende Winzer jeweils sechs ihrer besten Weine. Auch einige meiner persönlichen Weinbau-Größen waren dabei:

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… Roederer, Chateau de Pez, Ornellaia, Dönnhoff, FX Pichler, von Othegraven, Vega Sicilia, Penfolds, Robert Mondavi, Angelo Gaja, Leopold Aumann, Künstler, Dr. Heger, Fürst, Rebholz, Markus Schneider, Graf Stephan von Neipperg, Billecard-Salmon, Egon Müller, Rings, Bergdolt, Pol Roger, Paul Jaboulet Ainé, Esterházy, Fritz Haag, Emrich-Schönleber, Emmerich Knoll, Robert Weil, van Volxem und selbst Dirk Niepoort kam persönlich, um sein neues FIO Mosel-Weingut vorzustellen.

 

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Bild von: Frederic Groß/ Uwe Warnecke Portrait

Im Anschluss an die „véritable 2016“ hab ich mit Uwe/ – Uwe Warnecke, ein sehr witziges wie spannendes Gespräch geführt, das ich euch nicht vorenthalten will:

Berliner Weinpilot: „Hallo Uwe, wie ist die Idee zur veritable entstanden?“

Uwe Warnecke: „Die Idee kam vor…. ca. 2009, bei einer Weinprobe mit Philipp Kiefer, die „véritable“ in St. Martin zu initiieren. Ich war von Anfang an in die Familie Kiefer und den Aloisiushof integriert und hab mich da immer sehr wohl gefühlt. Nach einem Jahr Vorbereitung, kam 2010 dann die Erste „véritable“. Dazwischen viele weitere Weinproben, aber nicht unter dem Namen „véritable“.

Berliner Weinpilot: „Wie groß muss das Selbstbewusstsein sein, um das Konzept umzusetzen?

Uwe Warnecke: „Begeisterung, Leidenschaft und Emotionen braucht es, … Geld brauchte ich fast nie…. Ich hab das getan, weil ich ein durchgeknallter Freak bin. „Uwe“ ist halt ein ….“Strippezieher“ Zitat stammt vom Knipser.“

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Berliner Weinpilot: „Was war die Größte-Hürde?“

Uwe Warnecke: „Keine Vorkasse zu nehmen und ohne Geld zu starten. Ich hatte leere Taschen, mehr nicht. Durch die Unterstützung von Top Konzernen, konnte ich einiges Finanzieren, Webseite, Flyer, Kataloge usw.“

Berliner Weinpilot: „Welche Erwartungen wurden bei der „véritable“ nicht gedeckt und worin übertroffen?“

Uwe Warnecke: „Es war für mich eine große Ehre, dass die ganz Großen-Jungs meinem Aufruf gefolgt sind. Angelo Gaja, Dirk Niepoort, Günther Jauch, Graf Stephan von Neipperg usw. Ohne die Unterstützung des Gastgebers Philipp Kiefer hätte ich das jedoch nicht geschafft. Verbesserungen gibt es immer, die werden intern besprochen.

Berliner Weinpilot: „Was war dein persönlichster Moment auf der Veritable 2016?“

Uwe Warnecke: „Das mir jemand eine Holz-Kiste 1961er Aldo Conterno aus Italien in die Hand gedrückt hat. Große Weine sollte man nie alleine trinken, deshalb werde ich diesen Wein mit 10 Freunden gemeinsam trinken und danach einen Pfälzer Riesling.“

Berliner Weinpilot: „Welche persönlichen Ziele für die „véritable“ hast Du für die Zukunft?“

Uwe Warnecke: „Besser selektieren, jede Anmeldung geht über meinen Schreibtisch. Nur Top-Top Gäste, ich hab bestimmt schon 500 wieder rausgeschmissen.

Berliner Weinpilot: „Warum braucht die Pfalz eine veritable 2017?“

Uwe Warnecke: „Das war meine Idee, fertig aus. So eine Veranstaltung gibt es in der Pfalz noch nicht, daher stellt dies eine Notwendigkeit dar. Top Sommeliers aus Frankreich, Österreich, Italien und Deutschland kommen zusammen und tauschen sich aus, wie ich finde, ist dies eine gute Sache. Am Montag 03.7.2017 findet die nächste „veritable 17“ statt.

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Berliner Weinpilot: „Was erwartet uns auf der veritable 2017“

Uwe Warnecke: „Neue Winzer, haben bereits zugesagt. Weingut Gantenbein aus Graubünden-Schweiz, mit seinem ausgezeichneten Pinot Noir, auf das ich mich persönlich, schon sehr freue. Und 2018 mit dem Weingut Kracher geht es weiter. Infos und Highlights folgen.

Berliner Weinpilot: „Die Weine der Tafel“ anlässlich des Treffen von Michail Gorbatschow und Helmut Kohl am 10.11.1990 in Deidesheim, ist nur eine Station in deiner Karriere, Du hast als Maitre de Hotel im Deidesheimer Hof und in deiner Gesamten-Laufbahn als Restaurantleiter/ Sommelier, viele Staatsleute und den Adel der Königshäuser der Welt bewirtet, und dazu, in den Top Häusern gearbeitet. Die Prominentenliste liest sich wie die VIP Lounge und Gästeliste von Madame Tussauds Wachsfiguren-Kabinett, darunter Margaret Thatcher, der König und die Königin von Schweden Silvia und Carl Gustaf, König Juan Carlos aus Spanien, den Fürsten von Liechtenstein , die Königin von England, die Königin von Holland, der König von Dänemark, Bundespräsident Walter Scheel, US Außenminister Henry Kissinger, der Ministerpräsidenten Narkasone aus Japan, und sogar der Dalai Lama war damals bei Dir zu Gast im Schlosshotel. Welcher Gast, hat bei dir den Größten Eindruck hinterlassen?“

Uwe Warnecke: „Für die gesamten Königshäuser, hab ich gerne gedient. Es wurde immer das Beste Silber aufgefahren. Die Anrede muss halt Stimmen: „Ihre Kaiserliche Königliche Hoheit Prinz Ferdinant Luis von Preussen“ zum Beispiel. Contenance bewahren, und die richtige Anrede, ist entscheidend, ansonsten war das eher entspannt. Die Region und der Ort Deidesheim, war total gesperrt, als Gorbi mit eigener Limousine anfuhr. Es gab nur 4 Minuten, ausgewählte Presse Termine. Die Bilder gingen um die Welt. Ich und meine Service-Crew waren exklusiv zugeteilt. Helmut Kohl hat immer Du zu mir gesagt, …Du bring mir mal, … Du ich brauch noch….ne Flasche vom Bassermann Jordan Trockenbeerenauslese. Stell dir mal vor, die musste ich erstmal Samstag-Nacht auf Sonntag-Früh besorgen, damit er die, dem Gorbi als Gastgeschenk mitgeben kann.

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Berliner Weinpilot: „Was ist für dich ein guter Wein?“

Uwe Warnecke: „Wenn der Wein alt ist, und nach einem gewissen Alter immer noch im Top Zustand ist, das bedeutet Qualität und ist somit ein guter Wein für mich.“

Berliner Weinpilot: „Welchen Wein trinkst Du so zum Feierabend?“

Uwe Warnecke: „Furztrockener-Riesling, eisgekühlt von der Mosel. Am besten die Schieferlagen“

Berliner Weinpilot: „Gibt es für dich eine Alternative zum Wein?“

Uwe Warnecke: „Um nüchtern zu werden, trinke ich gerne ein Bier, wenn alles rum ist.“

Berliner Weinpilot: „Wie hat sich die Weinkultur in Laufe der Zeit verändert?“

Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Uwe Warnecke: „Ich stamme aus einer alten Gastro-Familie und bin schon lange dabei. Vater Fußballer und alle Fußball-Profis haben immer bei uns in Laden verkehrt. Orange-Touch, Amphoren, Naturwein usw., die Jungen Winzer wollen die Welt verändern, so ein Quatsch. Das ist ja alles nix neues, das haben ja schon die Römer gemacht.“ Ich fotografiere keine Flaschen die ich trinke, und poste die auch nicht in sozialen Netzwerken in der Welt herum, um mich zu profilieren. Ich lebe einfach die Weinkultur, ich brauche keine selfies.

Berliner Weinpilot: „Welchen Bezug hast Du zu Berlin und zur Berliner Weinkultur?“

Uwe Warnecke: „Ich kenne die Berliner Weinkultur und finde eigentlich alles Top, tolle Wein-Bars und super kreative Weinszene. Berlin ist Hotspot und München auch. Die Weinkarten sind mir jedoch zu dick. Die Winzer wollen doch auch was drehen, und nicht nur eine Kiste im Jahr liefern. Nur um im Katalog zu stehen, finanziert sich kein Weingut.“

Berliner Weinpilot: „Was ist deine Botschaft an die Weinwelt?“

Uwe Warnecke: „Back to the future“. Jeder Hampelmann redet über moderne Weinbaustilistik, davon halte ich gar nichts. Spontanvergärung heißt das Zauberwort, viele wollen, aber können es nicht! Dieses Jahr folgt mein erster eigener Wein, das wird meine persönliche Botschaft an die Wein-Welt sein. Diesen Wein wird es niemals im Verkauf geben, und wird nur an meine Freunde verschenkt. Es wird keinen Preis für den Wein geben.

(Interview: Batin Mumcu für www.berlinerweinpilot.de)

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