Tag Archives Weinreise

Sintra

Sintra

Die Kleinstadt Sintra mit ca. 10.000 Einwohner und einer Fläche von ca. 12,24 qkm, liegt ca. 25 km westlich von Lissabon und grenzt an den Atlantik. Das nahe gelegene Cabo da Roca markiert den westlichsten Punkt des europäischen Kontinents. Sintra ist bekannt durch seine Kulturlandschaft und jahrhundertealten Paläste. Seit 1995 ist Sintra Weltkulturerbe der UNESCO.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Palacio Nacional da Pena (Foto: Batin Mumcu)

Von Lissabon führt die S-Bahn – Linha de Sintra direkt zum Ortskern. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert ca. 60 Minuten und kostet ca. 5 Euro. Jedoch die vielleicht schönste Route führt direkt am Atlantik entlang, und zwar von Cascais Busbahnhof über den westlichen Punkt Europas “Cabo da Roca” nach Sintra, und dauert fast zwei Stunden.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Palacio Nacional da Pena (Foto: Batin Mumcu)

Geschichte

Die Funde von Penha Verde führten Spuren menschlicher Besiedlung bis in die Altsteinzeit zurück. In der Serra de Sintra finden sich weitere vorgeschichtliche Spuren die bis zur Bronzezeit und dem Römischen Reich zurück führen. Durch die Mauren ab 711 wird eine bedeutende Ortschaft namens Xintara oder Shantara erwähnt. Aus anderen Quellen wird Sintra als der bedeutendste Ort der Region nach Lissabon beschrieben. Im 8. Jahrhundert gab es heftige Kämpfe christlicher Eroberung und arabischer Rückeroberung. Portugals erster König Dom Afonso Henriques nahm 1147 Sintra endgültig ein.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Palacio Nacional da Pena (Foto: Batin Mumcu)

Ende des 15. Jahrhunderts nahm König Dom Manuel I umfangreiche Neugestaltungen in der Stadt Sintra vor. Es entstanden Klöster und viele Herrenhäuser für die Oberschicht. Das Erdbeben von Lissabon 1755 rief auch in Sintra erhebliche Zerstörungen hervor. Seit dem 19. Jahrhundert wurde Sintra zum Magnet für berühmte Künstler und Großbürger. Schriftsteller wie Lord Byron, Eca de Queiroz und Hans Christian Andersen haben sich nicht nur literarisch mit Sintra beschäftigt.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Palacio Nacional da Pena (Foto: Batin Mumcu)

Sehenswürdigkeiten

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Rathaus von Sintra (Camara Municipal) Foto: Batin Mumcu

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Palacio Nacional de Sintra Foto: Batin Mumcu

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Palacio Nacional de Sintra (Foto: Batin Mumcu)

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Blick auf Castelo dos Mouros (Foto: Internet)

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Blick auf Castelo dos Mouros (Foto: Batin Mumcu)

Shopping

Unter extremen Bedingungen, habe ich an jenem sehr heißen Tag im Sommer bei 30 Grad alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkundet. Der Fußmarsch von der Busstation durch den Park führt ohne Gnade sehr steil zur Bergspitze der Serra de Sintra auf ca. 600 Höhenmeter zum Palacio Nacional da Pena, und dauert gefühlt ein Leben. Höher und mehr geht nicht. Außer natürlich, den selben Weg zu Fuß durch den Wald wieder zurück. Dann kommen Sie wie ich auf diese Werte, und haben einen sportlichen Ausflug hinter sich gebracht.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Nicht unbedingt viel entspannter, ist die Variante sich dem Tourismus auszuliefern und in der Sintra-Altstadt durch die malerisch engen Gassen zu schlendern. Sintra mit Berg, Wald und Park gleicht etwas dem Parc Güell in Barcelona. Hier sind jedoch die Waldwege naturbelassener und ein frischer Wind vom Atlantik sorgt für stetige frische Abkühlung. Ein Schal, Pullover, Regenjacke und Rucksack mit viel Vitaminen und Flüssigkeit im Gepäck ist für den Trip zu empfehlen.

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Sintra 2014

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Ritz Carlton Penha Longa Golf Resort (Foto: Batin Mumcu)

2014 zog es mich erstmals und gleich mehrfach nach Portugal, um Land, Kultur, Menschen und viele tolle Weine zu entdecken. Spontan bin ich der Einladung zur B2B Convention „VITICULTUR 365 DOC“ nach Sintra-Portugal gefolgt, und befinde mich zwei Tage später, im Ritz Carlton Penha Longa Golf Resort. Gemeinsam mit ca. 10 weiteren Internationalen Weinprofis stehe ich mit offenem Mund und sprachlos im Empfangsbereich dieser Welt in der Welt, die wie ein Hochsicherheitstrakt geschützt ist. Täglich verkosten wir die Weine der Top Winzer aus Portugal, die für dieses Meeting persönlich angereist sind, um ihre Besten Weine einem exklusiven Fachpublikum vorzustellen.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Für mich ist Portugal schon lange das Weinland der meist unterschätzten Weine in Europa. Qualität und Preis der Produkte ist sehr gut. Durch eine Vielzahl autochthoner Rebsorten, öffnet sich jedem Weinliebhaber hier eine Tür in eine bislang nahezu unentdeckte neue Weinwelt. Portugal bietet mehr als Portwein, der zurecht seit vielen Jahrhunderten einen großen Platz in der Weinkultur vereinnahmt.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Blick aus meinem Hotelfenster (Foto: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Die “Festung” Penha Longa, ist ein eigener Planet für ein Elite-Publikum, das seines Gleichen sucht. So verbrachte ich als Gast einige Tage in diesem Resort, und lasse mich berauschen von Glanz und Glamour mit viel Wein und einem privaten Koch der mich mit Köstlichkeiten der Portugiesischen-Küche ständig neu überrascht und verwöhnt. Im Zentrum der Anlage ein Golf Court und diverse Ferienhäuser mit eigenem Pool und einem eigenen Dorf mit vielen leerstehenden Ferienenhäusern, für Familien die hier ungestört ihren Urlaub verbringen können. Abendliche Ausflüge ins Zentrum nach Lissabon machten mir die Gegensätze der Region deutlich, für das ich bis dato keine Worte finde.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Eine Lektion zum Thema: „Was bedeutet Lebensqualität“ erhielt ich nachts in einem Restaurant in Sintra. Ich sitze im Winter noch draußen auf der Straße vor dem Restaurant indem ich gerade spät zu Abend gegessen habe. Bei über 15 Grad Celsius im Februar, um ca. 23:30 Uhr lausche ich dem Fado Live-Gesang einer portugiesin, und werde bei einem seidig eleganten Rotwein aus dem Alentejo leicht melancholisch und verdränge dabei das graue kalte Berlin Klima.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Englisches Frühstück mit Espumante (Foto: Batin Mumcu)

Die Extreme hätten nicht deutlicher sein können, als jener meiner Unterkunft im benachbarten Sintra im Penha Longa Golf Resort und eben diesen allgemein gegenwärtigen Zustand im Zentrum der portugiesischen Hauptstadt. Lissabon, im Stadtbild noch sichtbar und stark geprägt von der laufenden Wirtschaftskrise, hatte für mich eine auffällige Dynamik, die nach Erneuerung und einem Image wechsel schreit, wobei jedoch der wirtschaftliche Aufschwung ausblieb, um diese Ziele umzusetzen. Unfreiwillig bemerkte ich so, im Laufe meiner Portugal-Besuche in jenem Jahr 2014, die ein oder andere unfertige Baustelle und unbesetzte Ladenfläche im Zentrum vom Lissabon, was außer mir keinen stört oder auffällt.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Zweite Lektion folgte dann im Hochsommer, zur Bestätigung und Realisierung der Erkenntnisse über Lebensqualität. Im Spätherbst kam dann die Erleuchtung, die zur neu Definierung meiner Begrifflichkeit „Lebensqualität“ führte, und mich bis nach Porto in den Norden brachte. Dazu mehr im zweiten Teil aus meinem Reisebericht Weinreise Portugal. (Weinreise Portugal 1 von 2)

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

643

Kakheti

Kakheti

(Reisebericht Teil: 4/4)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Diese herrliche Provinz wird von ihren umliegenden Bergen dominiert. Kakheti ist die östlichste und wichtigste aller Wein-Regionen in Georgien. Nicht nur aus diesem Grund liegt diese auch an der Spitze der touristischen Routen. Es gibt viel zu sehen in dieser sehr vielfältigen Provinz. Im Norden die schöne und isolierte “Tuschti” Bergregion, im Süden die alten Klöster und die Mondlandschaft der hohen Steppe. Die Weinberge liegen im Kakheti-Kernland – das Klima und das Terroir sind ideal für den Weinbau und alle Outdoor Aktivitäten, die man sich vorstellen kann. Hier sind 65 Prozent der Reben des Landes beheimatet, die Weinberge, befinden sich in den Tälern der Flüsse Alazani und Lori, und im Ausläufer des Kaukasusgebirges, des Tsiv-Gombori-Gebirges, und den Niederungen bis zur aserbaidschanischen Grenze. Die Weinberge mit den besten Qualitätsweinen befinden sich in den Alazani und Lori-Becken, auf 400-700m, auf ihren Humuskarbonat mit schwarzen und alluvialen Böden. Rund 80 Prozent der landesweiten Produktion findet in Kachetien statt.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - Berliner Weinpilot

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot

Mountain at Gombori Pass

Der direkte Weg von Tiflis nach Kakheti, führt über das Hochland von Tsiv-Gombori, und den spannenden Gombori-Pass, dessen Gipfel auf einer Höhe von 2000 Metern liegt. Hier steht die Zeit fast still. Bis auf die Autos die das Bergmassiv überqueren, befindet sich hier der Planet Erde in einem zeitlosen Vakuum und das seit vielen tausend Jahren. Mal befindet man sich mitten in einer Kuhherde, oder man wird von Schafen die zu Hunderten den Weg versperren, an der weiterfahrt gehindert. Dann entdeckt man einen Fluss oder Wasserfall, aber immer wieder öffnen sich diese Berge und endlosen Aussichten über die Steppe. Wir befinden uns bereits auf 2000 Meter höhe über dem Meeresspiegel und erblicken noch höheren Gipfel und Berge, die über 5000 Meter hoch in den Himmel ragen. Die Hochland Tsiv-Gombori Überquerung, ist für meinen Fahrer ein Katzensprung von ca. 2,5 Stunden Autofahrt. Für mich ist die Hochland Tsiv-Gombori-Überquerung ein spiritueller Austausch den ich mit der Natur teile. Nach zwei Weindegustationen am Vormittag, erreiche ich an diesem Tag, 10 Minuten vor Sonnenuntergang den Gipfel am Mountain at Gombori Pass, auf genau 1990 Metern höhe. Gerade rechtzeitig, um diese einzigartigen Bilder und ein Video vom Sonnenuntergang zu machen.

“Der Perfekte Augenblick im Einklang mit der Kraft der Natur, wenn Raum, Zeit, Farbe, Licht, Klima, Boden und Luft  zu einer Einheit verschmelzen!” (Zitat: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Hotel Chateau Mere

Das Wein Hotel “Chateau Mere”  ist ist ein dreistöckiger Palastin in der Nähe von Telavi, mit einer großen Steinmauer die das Areal mit vier Türmen umrundet. Die Chateau-Mauern gleichen einer mittelalterlichen Festung . Von meinem Zimmer aus Blicke ich auf das Kaukasus-Gebirge und das Alazani Tal. Chateau Mere verfügt über 15 Zimmer, Restaurant, Weingut, Weinkeller, Konferenzraum, einen Außenpool mit Yoga Session zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang selbstverständlich mit Blick auf die Berge.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

(Origanlfoto vom der Hotelwebseite) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Leider verbringe ich viel zu wenig Zeit in diesem georgischen Architektur-Palast. Der Innenraum ist die beste Kombination aus Vergangenheit und Moderne. Der Begriff Boutique Hotel wäre hier zu einfach. Antike geschnitzte Möbel und viele kleine Details kann man hier entdecken, die liebevoll im Raum integriert sind. Es befinden sich an den Wänden Manuskripte des vorherigen Jahrhunderts und ein handgefertigter Kronleuchter und viele weitere spannende Accessoires. Mit Blick auf das Kaukasus-Gebirge und in gemütlicher familiärer Atmosphäre, lasse ich den Abend am Kamin mit einem Glas selbstgebrannten “Chacha” ausklingen. Zufällig spielt ein Gast spontan einige klassische Russische Stücke, Live am Klavierflügel. Eine perfekte Umgebung, um diesen besonderen Tag würdevoll auszuklingen.

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

 

 

 Iqalto Kloster

Am nächsten Morgen bin ich schon sehr früh, noch vor dem Sonnenaufgang wach, um mich nach einer kurzen Yoga Session auf die nächsten Stationen meiner Reise vorzubereiten. Das Iqalto Kloster, nahe im Ort Telavi, steht auf dem Programmplan. Leicht verwundert über den Programmplan und dem Besuch in einem Kloster aus dem 6. Jahrhundert, lese und entsinne ich mich, weshalb ich diesen Programmpunkt im Vorfeld gewählt habe. Aus dem Kloster wurde im 12. Jahrhundert eine Akademie gegründet, die Akademie von Iqalto eben. Der Theologe Arsen Iqaltoeli hat im Auftrag des georgischen Königs David, dem Erbauer, die Akademie gegründet. Die Akademie von Iqalto war jahrhundertelang das kulturelle Zentrum Georgiens. Auf dem Gelände wurde auch Weinbau und das Schmiedehandwerk betrieben. Gelehrt wurde Theologie, Philosophie, Astronomie, Rhetorik, Jura und Mathematik. Im 15. Jahrhundert wurde die Akademie durch den Schah Abbas der Erste, zerstört. Bei archäologischen Untersuchungen auf dem  Gelände, wurden 1938, 59 Gebäude gefunden, mehrere Handwerksbetriebe und eine Kelterei. Auf dem Gelände befinden sich heute, drei Kirchen und die Ruine der Akademie. Die Hauptkirche, Chwtaeba (dt. „Heilig-Geist“), stammt aus dem 8. Jahrhundert. Einen Wein oder einen Chacha zu verkosten ist hier leider nicht möglich, aber dafür entdecke ich auf dem Gelände ein einsames Schaf beim grasen 😉

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Shumi Winery 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Das Unterehmen “Shumi Winery” mit dazugehörigem Weingut, befindet sich im Ort Tsinandali. Ein wunderschöner Weingarten mit einem integrierten Wein Museum. Prince Chavchavadze hat dieses Weingut im 19. Jahrhundert gegründet. Der Wein-Tourismus ist hier voll im Gange. Vor und nach meinem Besuch, stranden hier die mir bislang auf der Reise unentdeckt gebliebenen Wein-Touristen-Gruppen. Die Qualität der Weine empfinde ich als verhalten und keiner Rede Wert, bis auf den 9 Jahre im Holz gereiften Georgischen-Brandy 🙂 Der Ausblick auf die Berge, das Wetter mit viel Sonne und der Garten mit Museum, hinterlassen einen positiven Eindruck.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Schuchmann Winery 

Wenn alles passt, der Aufwand, der Ertrag, die Philosophie für ein Weingut, die Qualitität der Produkte, die Produktion, der Boden, das Klima, der Ausbau und der Anspruch an nachhaltigen Natur-Wein, … dann landet man beim Familien-Weingut “Schuchmann” in Tsinandali. Das Weingut wurde erst 2008 gegründet, ich übertreibe nicht, wenn ich sage:  “hier stimmt nahezu alles”. Schön das genau der Besuch im Weingut, die letzte Station meiner Reise ist. Sozusagen die Essenz meiner Wein-Reise nach Georgien in einem Betrieb. Ein gastfreundliches Familien-Unternehmen mit Persönlichkeit und viel Leidenschaft für die Weinkultur. Zum Weingut befindet sich auf dem Gelände ein Hotel mit Spa Bereich, Restaurant mit Bar und vieles mehr…

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Fptp: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

“Lavashi” heißt das Georgische-Brot, das hier im Weingut Schuchmann auf traditionelle Art und Weise hergestellt wird. Teig wird geknetet, dann im brennenden Tonofen an die Innenwände geklebt und anschließend mit einem Stab entfernt, dauert etwa 2 Minuten, fertig!

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

“CHACHA” oder “Tschatscha” ist nicht der Name eines Gesellschaftstanzes kubanischen Ursprungs. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen kann, dass nach Einnahme dieses hochprozentigen (bis 70% vol. Alk.) Tresterbrand der Chachacha leicht zu tanzen ist. Hier im Weingut Schuchmann werden meine Träume wahr. Seit Ankunft in Georgien, treffe ich jeden Tag auf dieses besondere hochprozentige Destillat in unzähligen Variationen. Und genau hier im Weingut finde ich meinen Frieden und die Antwort auf meine Frage, wie der CHACHA Tresterbrand eigentlich hergestellt wird!

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Die Herstellung erfolgt in diesem Ofen in einer Kupferkanne, in der man den Trester (siehe blaue Tonne; Rückstände der Weinherstellung, von Traubenschale und Traubenkerne) erhitzt, der Dampf wird dann über das Kupferrohr geleitet. Im kalten Becken verflüssigt sich der Dampf, der dann als reines Destillat in den Eimer am Boden tropft. Wichtig ist, den Vor und Rücklauf zu trennen, und sich dem Herzstück zu bedienen. So wie ich das gerade tue, bei 21 Grad in der Sonne, bekomme ich nach dem Lunch meinen frischen CHACHA serviert. Mehr geht nicht 🙂

Mehr Informationen zum Weingut: http://www.schuchmann-wines.com/winery/

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prost, Cheers und გაუმარჯოს aus dem Kaukasus in Georgien

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Weingut Manager und Chef Sommelier Ilia Datunashvili, Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

 

Ich bedanke mich vielmals für diese tolle Reise bei allen Menschen die daran beteiligt waren,

um mir dies zu ermöglichen, und somit diese Wein-Reise unvergessen und einzigartig machen!

Danke an Sandro Krauss Standortinitiative „Deutschland – Land der der Ideen“ und dem Auswärtigen Amt in Berlin mit der  Standortinitiative Georgien 2016 von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

Danke an:

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu, Nodar (Tourguide), Dato (Driver) – (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jainani (Chateau Mukhrani) – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Helen Vdovichenko (Chateau Mukhrani), Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Nadja – VinoUnderground (Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Tamara Natenadze (Best Tourguide Ever!), (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Eko (Weingut Laovinari), Nika Agdgomelashvili (Sommelier Vinotel) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Tata, Ia, Lizzi, Nino, (Tiflis Delegation) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Sommelier Shumi Winery (to Cool for the world) Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Ilia Datunashvili (Chef Sommelier+ Manager Schuchmann Wines), Batin Mumcu – (Foto:www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

288

Lisbon

Lisbon

Lisbon is amazing.

Hill after hill we discover the charms of the capital of Portugal to the sound of Fado – the song of the soul of Lisbon.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Alfama – Miradouro Viewpoint das Portas do Sol (Foto: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Baixa (Foto: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Arco do triunfo (Foto: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Praca do comercio (Foto: Batin Mumcu)

Tram tours that descend between the Castle and Alfama are unforgettable; they stop at the viewpoint of Santa Lucia, pass by the Cathedral and Church of St. Antonio who was born in Lisbon in 1195, coming to rest in the most beautiful Commerce Square (Praca do Comercio / Terreiro do Paco).

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Alfama

Considered one of the finest medieval jewels of southern Europe, it spreads all of its charm with 2.000 years of history through streets and stairways full of Fado, the taste of grilled sardines and St. Anthony festivities that makes Alfama, the Cathedral and the Castle, the more typical wonder of Lisbon.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Catedral Sé Patriarcal (Foto: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Lissabon 2014

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Die Portugiesen sind kontaktfreudige Menschen, sprechen durchweg gutes englisch, sind gut ausgebildet, stets hilfsbereit und durchgehend multikulturell in deren Migration der Bevölkerung. Dies sind meine Ersten Eindrücke bei meinem zweiten Besuch in Lissabon der portugiesischen Hauptstadt. Von überall schallt Musik aus den Gassen. Nachts erlebt die Stadt ein zweites Leben und Dasein. Die junge Szene der Metropole ist innovativ und clean, was das Kaufverhalten und die Produktion nachhaltiger Produkte betrifft.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu

Ich bin als Wein Juror zu Gast, bei der Ersten “Argro Bio Messe”, in der historischen Stierkampfarena „Campo Pequeno“. Und darf an drei vollen Arbeitstagen die Ehrenloge von Francisco Martins (Curro Caro 1935) als meinen Arbeitsplatz nutzen. In dieser exklusiven Loge, aus erhabener Höhe und Distanz, werden nach und nach alle an der Messe teilnehmenden Produzenten persönlich in meine Loge geführt. In einem kurzen B2B Talk mit Verkostung der Köstlichkeiten, habe ich die Gelegenheit, die Hersteller persönlich zu Interviewen. In diesem Land wächst scheinbar alles was das kulinarische Herz begehrt. Dem Klima und Boden der Natur sei Dank. Das Ganze dem Zeitgeist entsprechend, nachhaltig und Bio, Bio Dynamisch und Demeter zertifiziert und produziert.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Der Platz „Campo Pequeno“, bedeutet kleines Feld und liegt vom Zentrum etwas nördlich im Bezirk Avenidas Novas und Areeiro. Bereits seit dem 16. Jahrhundert dient dieser Platz für Paraden, Märkte und selbst die Armee von „Sebastian“, bereitete sich hier in der Schlacht von Alcacer-Quibir 1578, auf die Niederlage vor. Im 18. Jahrhundert folgte dann die Stierkampfarena und ab dem 19 Jahrhundert dann die Parkanlage und ab 2006 dann der Markt mit dem Einkaufszentrum.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Durch meine Mission, die Nachhaltigkeit bei der Produktion von Lebensmitteln, im Bewusstsein der portugiesischen Winzer zu fördern, habe ich mir sicherlich bei der letzten Wein-Messe im Frühjahr in Sintra Portugal, bei diversen Produzenten keine Freunde gemacht, als ich nach alternativen Produktionsverfahren vergeblich gefragt habe.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Mit der Befürchtung keine Einladung mehr als Wein-Juror zu erhalten, hab ich mich dem sensiblen Thema, auf einem weitgehend konservativen Terrain genährt, und somit weit aus dem Fenster gelehnt. Mein sozialkritisches Interview im portugiesischen Weinmagazin „Vinhos“ fiehl gegen meiner Erwartung, nicht der Zensur zum Opfer. Mit dem Hinweis mehr die eigenen autochthonen Rebsorten zu fördern, statt International Erfolgreiche Bestseller Rebsortenweine wie Chardonnay, Merlot oder Syrah zu kopieren, stieß ich zuerst auf Widerstand.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

„…das Gold portugiesischer Weine liegt in den eigenen autochthonen Rebsorten“ (Zitat: Batin Mumcu)

… dies war, und ist meine wahre Botschaft. Kein Mensch will nach Portugal fahren, um einen Chardonnay, Syrah oder Merlot zu trinken. Ein Phänomen, das ich auch der Weinproduktion der „Neuen Welt“ zum Vorwurf mache. Warum soll ich, mir nach Europa, eine Flasche Wein aufwendig aus Übersee liefern lassen, zum Beispiel aus Australien, Afrika oder Amerika, wenn ich die originale, authentisch und kostengünstiger und somit die qualitativ hochwertigere Variante, in Europa kaufen kann? Ich will auch keine aufwendige Wein-Reise machen, um am anderen Ende der Welt, dann einen Merlot oder Chardonnay zu trinken, nur weil dieser dann mehr Alkohol im Glas hat oder opulenter in der Konsistenz ist. Ich will einen Wein-Tourismus der mir eine neue spannende Rebsorten Vielfalt bietet.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Ich will authentische autochthone Weine, die mir das Land, Kultur, Boden,Klima und Menschen im Weinglas widerspiegelt. Nachdem ich diese Forderung bei meinem Interview zum Ausdruck gebracht habe, folgte prompt die Einladung zur Argo Bio Messe. So befinde ich mich nun, in der von mir geforderten Messe für Nachhaltigkeit, und somit zurecht was dem Thema entspricht, in der Stierkampfarena. In Portugal werden konstruktive Ideen gleich in die Tat umgesetzt, das gefällt mir sehr. Der Ausblick aus meiner Loge in die Arena ist sensationell, es werden hier schon lange keine Stierkämpfe mehr ausgetragen, aber die Stimmung vergangener Zeiten liegt förmlich wie ein Schleier über der Arena.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Der zu Unrecht und weit unterschätzte, und nahezu unentdeckte Weinbau hier im Land, ist für viele Deutsche Weinkonsumenten ein völlig neues Terroir. Die Vielfalt portugiesischer Weine beeindruckt mich immer wieder, es ist beinahe so, als wenn sich da eine neue Tür in eine bislang unentdeckte Weinwelt öffnet. Durch den Anspruch der Agro Bio Messe nur Bio oder Demeter zertifizierte Lebensmittel auszustellen, folgt man einem internationalen Trend und erfährt so eine wertvolle Entwicklung, in der Jahrhunderte alten Geschichte portugiesischer Weintradition. Fisch und Meeresfrüchte werden frisch gefangen und landen unmittelbar auf dem Teller. Im Weinbau ist das nicht ganz so einfach, und der Weg bis ins Glas nicht selten sehr umstritten.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Der Nachhaltige Weinbau stellt keine Selbstverständlichkeit dar und ist hart erkämpft. Bei wechselhaftem Klima sind konventionelle Produktionswege sicherlich Risikofreier, als alternative Produktionswege zu entwickeln. Kupfer und Schwefel stellen da, sicherlich die Achillesferse der Branche dar. Der Hilferuf besorgter Endverbraucher und deren Hoffnung, durch Bio zertifizierte Weine eine Garantie auf den Verzicht künstlicher Pestizide zu erhalten, muss klar verneint werden. Kein konventionell produzierter Wein, kann auf diese Brühe aus chemisch produzierten Dünger für den Rebenschutz verzichten. Er wird im Idealfall reduziert angewendet, und dann doch als Bio zertifiziert. Ich persönlich kenne keinen Winzer, der absichtlich seinem Wein schaden will, der Verzicht eben auf diese Zusätze, ist im konventionellem Weinbau nicht zu vermeiden, und unterscheidet sich von Bio zertifizierten Wein, nur in der Menge der Zutaten???

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

“Was bedeutet Bio, wenn es sich vom konventionellen Weinbau nicht unterscheidet?” (Zitat: Batin Mumcu)

“Wird der Endverbraucher in die Irre geführt, mit der kostspieligen BIO Etikettierung?” (Zitat: Batin Mumcu)

 

Das Exportvolumen von Wein aus Portugal ist im Vergleich zu anderen in Europa befindenden Weinländern sehr verhalten und bescheiden. Portugal präsentiert sich mir, modern und aufgeschlossen und stets sehr gastfreundlich, die Produktion von nachhaltigen Wein, kann eine Chance sein das Umsatzvolumen zu steigern. Das Preis Leistungsverhältnis ist sehr gut.

Probieren Sie es einfach mal aus!

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

 

326

Baden

Weinreise Baden

Eindrücke vom Rahmenprogramm der Jahreshauptversammlung der Sommelier-Union 2015 in Freiburg Baden Württemberg.

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Ihringer Winklerberg – Weingut Dr. Heger (Bild: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Ihringer Winklerberg – Weingut Dr. Heger (Bild: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Ihringer Winklerberg – Weingut Dr. Heger (Bild: Batin Mumcu)

Batin Mumcu - www.berlinerweipilot.de

Bild: Batin Mumcu

Wir waren zu Gast beim Weingut Bernhard Huber in Malterdingen. In der Top Lage “Ihringer Winklerberg” beim Weingut Dr. Heger, und zum Abschluss in der neuen Vinothek im Weingut Franz Keller Schwarzer Adler.

http://www.franz-keller.de/weinhandel/felsenkeller/

http://www.weingut-huber.com/

http://www.heger-weine.de/de/

235

Florenz

Toskana – Florenz 

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Die Stadt, die jeder Liebt der einmal da war, … ich definitiv nicht!

Nachdem ich Tage und Wochen in der “freien” Natur, in absoluter Isolation und Abgeschiedenheit und Harmonie, im Ländlichen-Toskana-Gebiet verbracht habe, strandete ich auf der Kehrseite der Medaille, was das Italienische-Flair betrifft. Massentourismus und Abzocke an jeder Ecke. Also, alles andere als das, was ich bislang in Italien erlebt und lieb gewonnen habe. Absolut keine Option für mich, hier länger zu verweilen. Trotz der beeindruckenden Skulpturen und engen Gassen, Brücken und sicherlich großer Geschichte die Florenz hat, wurde ich fast vom Massentourismus erschlagen. (Weinreise Italien 2015 Teil 8/8)

2015-05-27 18.04.25

 

188

Marina de Massa

Toskana – Marina de Massa

2015-05-24 10.34.57

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

So fuhr ich ca. 2 Stunden über Land, in meinem Mietwagen-Kreditkaten-Dilemma Richtung Norden, entlang der Küste nach Marina de Massa bei über 30 Grad und Sonnenschein, zu meinem Fix-Date mit Piere Paolo und  seiner Winzerfamilie. Der Ort „Marina de Massa“, liegt als Ligurischer-Ausläufer direkt im äußersten N/W der Toskana, und ist Klimatisch stark durch den Ligurischen Ausläufer der Berglandschaft, und von der Küste,durch den Mediterranen Einfluss vom Ligurischen Meer geprägt. Mit einem über 30 Kilometer langen Küstenstreifen mit Sandstrand und als Tourismus-Hochburg wohl bekannt.

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Wer Ligurien kennt, weiß dass diese Bergregion Steilhänge hat und nicht selten mit extremer Steigung direkt ins Meer führt. Bunt bemalte Häuser die in die Bergschluchten gebaut sind, prägen das Landschaftsbild. Das Weingut von meinem Winzer Freund Piere Paolo ist dem Himmel näher, als ich je zuvor in meinem Leben gewesen schien. Stellen Sie sich einen Berg vor, der direkt an der Küste, die Höchste Erhebung mit ca. 300 meter darstellt. Auf der Spitze dieses Berges, an der höchsten Erhebung sozusagen, ist das Weingut von ihm. Terrassen Weinbau und Spektakuläre Steilhänge, unfassbar. Der Weg zum Weingut ist nicht per Navi und GPS möglich, und nur durch vertraute Freunde der Familie im Begleitservice zugänglich. Vom Weingut aus blickt man auf das Meer, und bei klarer Sicht auf diverse Inseln in der Nähe. Runter zum Strand, sind es ca. 25 Minuten mit dem Auto. Im Weinberg selbst, steht man über den Wolken oder nicht selten, mitten drin. Bei einem Rundgang durch die Weinberge und der ca. 5 ha. Rebfläche, die Piere Paolo bewirtschaftet, sammelte er in seinem Korb beim pflückten diverse Orangen, Zitronen, sogar Erdbeeren, Himbeeren und sonstiges Obst, Kräuter und Gemüse das in seinem Garten wächst.

2015-05-23 17.26.02

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Der Garten gleicht einem Tropischen-Regenwald und ist nicht ungefährlich zu begehen. Kurz vor Ende der Besichtigung, stoppte ich meines Weges, da mir ein leuchtend weißer Stein der am Boden lag aufgefallen war. Das ist Marmor, meinte Piere Paolo und zeigte mir daraufhin seine Haus-Terrasse und sein Badezimmer, das komplett aus Marmor ausgebaut ist. Der Marmor ist der Boden auf dem mein Wein wächst, sagte er, und offensichtlich auch seine Terrasse und sein Bad gebaut ist. Hauptbodenart in seinem Weingut ist unglaublich aber wahr, das hochwertige Carbonatgestein das aus den Mineralien Calcit, Dolomit oder Aragonit besteht. Am selben Abend durfte ich für eine Amerikanische Reisegruppe die sein Weingut besuchte, den Weinabend auf Englisch moderieren und viele seiner Raritäten am Kamin mit Blick auf das Meer verkosten. Dazu gab es frisch gebackene Pizza aus seinem Steinofen und diversen leckere italienische Spezialitäten die seine Frau zauberte. Gracie (Weinreise Italien 2015 Teil 5/8)

2015-05-23 17.00.05

 

196

Pisa

Toskana Pisa

2015-05-22-22-11-23

Mit dem Zug von Piacenza führte mich mein Weg zurück in die Toskana und zwar nach Pisa, der Stadt mit dem Turm, den jeder kennt. Diese Stadt ist eine einzige Party und so witzig. Alles in dieser Stadt ist zum Lachen, mal mehr Mal weniger, mal tragisch und unfreiwillig. Trinken Sie ein Glas Wein, laufen Sie durch diese Gassen und haben Sie einfach Spaß. … ständig hält man den Fotoapparat so, dass jener schiefe Turm gerade im Objektiv der Kamera steht 😉

2015-05-22-22-11-36

2015-05-22-22-03-27

Schlau wie ich dachte das ich sei, hab ich mir bereits in Deutschland ein Auto in Pisa angemietet und vorzeitig bezahlt, dass ich dann am nächsten Tag am Airport Pisa nicht ausgehändigt bekommen habe, und dann doch über Umstände, teurer als gedacht und in anderer Form bekommen habe. Ich sag nur Autovermietungen und ihre No-Show Klausel mit dem Kreditkarten Dilemma, eben tragisch und unfreiwillig authentisch Pisa. (Weinreise Italien 2015 Teil 4/8)

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

167

Emilia Romagna-Piacenza

Emilia Romagna-Piacenza

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

In Arezzo schloss ich mich spontan einer Internationalen Sommelier Gruppe an, die den Weg nicht scheute, im Kleinbus nach Piacenza in die Region Emilia Romagna zu fahren, um an einem EXPO 2015 Event, einer 5 Tägigen Weinreise mit Weinmesse und Schlösser Besichtigung teilzunehmen. Ankunft in einer anderen Welt sag ich nur. Schauplatz jedoch auch wieder das Italienische-Mittelalter, diesmal mit prachtvollen Schlössern, Villen und Herrenhäusern wie ich sie noch nie gesehen habe.

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Bislang bestand, für mich, diese Region für Lambrusco der 60er und 70er Jahre, jener Fiasco Flasche die man sich als Mitbringsel aus dem Italien Urlaub zuhause an den Balkon hängt, in Form eines geflochtenen Korb, worin die Weinflasche eingewebt wurde. Jeder kennt das, niemand mag Lambrusco. Menschen die Lambrusco trinken sind pervers und zu allem fähig. Die Region ist jedoch im Aufwind und hat ein Flaggschiff namens Ortrugo. Genau Ortrugo!!! Die Weißweinsorte Ortrugo ist eine autochthone Rebsorte dieser weit unterschätzten Berg-Region, und als Stillwein und als Frizzante und Spumante Ausbaufähig und wunderbar zu genießen. Dezente Säure, schönes süße/ säure Spiel mit langem beeindruckendem Finale. Diese Rebsorte ist seit 1960 nahezu ausgestorben, und erst seit wenigen Jahren aus dem Reich der unsterblichen Rebsorten wiederauferstanden.

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Der Weinbauverband in Piacenza hat keine Kosten und Mühen gescheut, meiner Gruppe das Paradies auf Erden nahe zu bringen. Tägliche Besichtigungen von Schlössern mit Lunch und Dinner an diversen Tafelrunden, Unterkunft in Schloss und und und… und und und…. Ich verneige mich mit tiefem Respekt vor diesen Menschen in Italien, die so gastfreundlich sind, und einem ständig mit neuen Überraschungen das Leben versüßen wollen und auch schaffen. Gracie (Weinreise Italien 2015 Teil 3/8)

2015-05-21 20.14.24

226

Arezzo

Toskana-Arezzo

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Ich liebe es, frühzeitig im Jahr, spätestens zum Spätfrühling und Sommeranfang, Berlin zu verlassen, um einen möglichst langen Sommer entgegen, zu Wein-Reisen. Es kam wie es kam, so kam es, dass es mich 2015 zu einem weiteren Abenteuer-Wein nach Italien verschlug. Landung mit der Propeller Maschine aus Stuttgart, (im Anschluss einer Weinreise im südlichen Baden in Freiburg mit der Sommelier Union Deutschland; siehe im Blog Weinreise Deutschland Baden) bei 35 Grad Außentemperatur, in Florenz der Metropolregion mit ca. 1, 5 Millionen Bewohnern und gefühlten 2 Millionen Touristen jeden Tag. Bei Landung, 35 Grad Außentemperatur, das waren ca. 25 Grad Temperatur unterschied zu dem in Winterschlaf verhafteten Berlin, der gleichen Zeit. Also, ein Klimawandel von Klimazone A in Berlin, nach Klimazone B in Baden, hin zum Mediterranen Klima in Italien innerhalb weniger Stunden.

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Toskana, Tuscany, Toscane, Toscana, Tuscany, Toskana und selbst auf Chinesisch 托斯卡納 klingt es erhaben und siegreich, vollkommen und von den Göttern im Olymp geliebt und mit fruchtbarer Erde gesegnet. Die Toskana, zuvor viel gehört, viel gelesen, viel gelernt über die Gesetze, Klassifikationen, Klima, Boden, Rebsorten und Kultur dieser einzigartigen Weinregion. Hier stehe ich nun mit Koffer und Tasche und werde in dieser Welt die nächsten 4 Wochen verbringen, alleine. Ich hatte einen groben Plan und diverse Eckpfeiler mit Terminen die ich zuvor mit diversen Wein-Menschen gemacht habe.

Erste Station Arezzo, das liegt nordöstlich von Siena. Und wieder eine B to B Buyer´s Wein-Messe, diesmal jedoch nur 2 Tage. Arezzo, das Mittelalter und die Antike in der Gegenwart. Bei jedem Meter, den man sich in dieser Festung bewegt, entdeckt man eine kleine, aber feine und erhabene Stadt mit einem unschätzbaren Wert an Italienischer Kultur und Tradition mit Kaufherren-Palästen, Patrizierhäusern und Sakralbauten. Natürlich gibt es auch eine Sommelier-Schule und viele Galerien und Museen. Tourismus ist ein wichtiger Aspekt, nur zur Frühlingszeit noch nicht vollkommen ausgebrochen. In den Straßen hingen noch die Plakate der Andy Warhol Ausstellung, die bereits vor einigen Wochen auslief. Diese Historische Stadt hat einen Zauber der seinesgleichen vergeblich sucht und den man definitiv nicht in 3 Tagen ergründen kann. (Weinreise Italien 2015 Teil 2/8)

IMAG2987

208

Piemont

Piemont

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

… nach drei spektakulären Wein-Reisen in Jahr 2014 nach Portugal, konnte ich mir in der Tat nicht vorstellen, dass in 2015 meine Erwartungen mit den folgenden Italien-Weinreisen übertroffen werden.
Es begann dann doch eher unspektakulär, fast schon bescheiden und ernüchternd mit der B to B Buyer´s Wein-Messe im Frühjahr in Asti. Ankunft in Mailand, weit hinten am Horizont die Schneebedeckten Alpenausläufer zu sehen, die zwischen dicken Regenwolken gelegentlich hervorscheinen. Regen, Regen viel Regen und wieder Regen. Bis auf den gelegentlichen Ausblick auf die Berge und Hügellandschaft im Piemont, war kein deutlicher Unterschied zum aktuellen Berlin Klima zu spüren. Die Luft war deutlich und spürbar besser, bei jedem Atemzug, ein Balsam für Körper und Seele, ein sinnliches Erleben der Natur, war durchaus gegeben.

Foto: Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Als Welcome „Gift“ gab es von dem Hotelpersonal an der Rezeption, eine schwarze Trüffel-Kugel, die ca. so groß war wie ein Tennisball, und deren Aroma meine Sensorik ein Leben lang nachhaltig begleiten wird. Mit der Empfehlung und Ansage, dieses Präsent doch lieber in der Minibar aufzubewahren, war mir und meiner olfaktorischen Wahrnehmung sehr geholfen. Genau da, in der Minibar, mag sie jetzt wohl auch noch liegen. Ich schätze, dieser „Aroma-Explosionsball“ hatte einen Marktwert von penetrant stinkenden 200,- Euro.

Meine Gruppe, bestehend aus 12 Internationalen „Wein-Heroes“ aus aller Welt, wurde ohne Willkommensansprache und Ablaufplan, seitens der Veranstalter, direkt in die Höhle der Löwen katapultiert. Ausgeliefert in einem Bankettraum mit 50 Winzer aus dem Piemont, alles Familienbetriebe, konnte man diesen herzlichen Menschen keinen Probeschluck ablehnen. Ein fataler Mix aus Sommelier-Tourist und Gastgeber Mentalitätszwang, und deren Folgen mit endlos vielen Flaschen Wein, bestehend aus Barbera, Barbera und Barbera, gelegentlich auch mal ein Nebbiolo, Dolcetto, Barbaresco und zum Teil auch sehr jungen Barolo. Nach ca. 500 Weinproben und stunden später, dann doch ein Highlight, ein Moscato de Asti im Glas zu haben. Wie sehr ich doch diesen Wein und jene Rebsorte seit dieser Tage schätze und lieben gelernt habe. Mal mehr Frucht, mal weniger Frucht, mal Spumante, mal trocken, mal schäumend, mal spritzig aber immer fruchtsüß und mit viel Restzucker! Was für eine Wohltat dieses kalte, weiß bis hell Gold, moussierend, süß, elegant, unschuldige Geschöpf nach fünf Hundertschaften von schweren, Gerbstoffhaltigen und nur so vor Tannin und Phenol protzenden „Königen der Rotweine“ zu verkosten. Das Barbera-Spiel im Bankettraum, ging dann ganze drei Tage so weiter, von morgens um 9 Uhr, bis abends um 17 Uhr. Bis auf ein, zwei besuche bei Winzern in nahe gelegenen Ortschaften, war wenig vom Zauber der Region zu spüren. Regen, Regen und nochmal Regen gibt es im Frühjahr in Piemont, falls mal jemand einen Regenurlaub planen sollte… !? (Weinreise Italien 2015 Teil 1/8)

Weinreise Italien Piemonte 2015

Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

201
X
X