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Lisbon

Lisbon

Lisbon is amazing.

Hill after hill we discover the charms of the capital of Portugal to the sound of Fado – the song of the soul of Lisbon.

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Alfama – Miradouro Viewpoint das Portas do Sol (Foto: Batin Mumcu)

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Baixa (Foto: Batin Mumcu)

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Arco do triunfo (Foto: Batin Mumcu)

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Praca do comercio (Foto: Batin Mumcu)

Tram tours that descend between the Castle and Alfama are unforgettable; they stop at the viewpoint of Santa Lucia, pass by the Cathedral and Church of St. Antonio who was born in Lisbon in 1195, coming to rest in the most beautiful Commerce Square (Praca do Comercio / Terreiro do Paco).

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Foto: Batin Mumcu

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Foto: Batin Mumcu

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Alfama

Considered one of the finest medieval jewels of southern Europe, it spreads all of its charm with 2.000 years of history through streets and stairways full of Fado, the taste of grilled sardines and St. Anthony festivities that makes Alfama, the Cathedral and the Castle, the more typical wonder of Lisbon.

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Catedral Sé Patriarcal (Foto: Batin Mumcu)

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Foto: Batin Mumcu

Lissabon 2014

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Foto: Batin Mumcu

Die Portugiesen sind kontaktfreudige Menschen, sprechen durchweg gutes englisch, sind gut ausgebildet, stets hilfsbereit und durchgehend multikulturell in deren Migration der Bevölkerung. Dies sind meine Ersten Eindrücke bei meinem zweiten Besuch in Lissabon der portugiesischen Hauptstadt. Von überall schallt Musik aus den Gassen. Nachts erlebt die Stadt ein zweites Leben und Dasein. Die junge Szene der Metropole ist innovativ und clean, was das Kaufverhalten und die Produktion nachhaltiger Produkte betrifft.

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Foto: Batin Mumcu

Ich bin als Wein Juror zu Gast, bei der Ersten “Argro Bio Messe”, in der historischen Stierkampfarena „Campo Pequeno“. Und darf an drei vollen Arbeitstagen die Ehrenloge von Francisco Martins (Curro Caro 1935) als meinen Arbeitsplatz nutzen. In dieser exklusiven Loge, aus erhabener Höhe und Distanz, werden nach und nach alle an der Messe teilnehmenden Produzenten persönlich in meine Loge geführt. In einem kurzen B2B Talk mit Verkostung der Köstlichkeiten, habe ich die Gelegenheit, die Hersteller persönlich zu Interviewen. In diesem Land wächst scheinbar alles was das kulinarische Herz begehrt. Dem Klima und Boden der Natur sei Dank. Das Ganze dem Zeitgeist entsprechend, nachhaltig und Bio, Bio Dynamisch und Demeter zertifiziert und produziert.

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Der Platz „Campo Pequeno“, bedeutet kleines Feld und liegt vom Zentrum etwas nördlich im Bezirk Avenidas Novas und Areeiro. Bereits seit dem 16. Jahrhundert dient dieser Platz für Paraden, Märkte und selbst die Armee von „Sebastian“, bereitete sich hier in der Schlacht von Alcacer-Quibir 1578, auf die Niederlage vor. Im 18. Jahrhundert folgte dann die Stierkampfarena und ab dem 19 Jahrhundert dann die Parkanlage und ab 2006 dann der Markt mit dem Einkaufszentrum.

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Durch meine Mission, die Nachhaltigkeit bei der Produktion von Lebensmitteln, im Bewusstsein der portugiesischen Winzer zu fördern, habe ich mir sicherlich bei der letzten Wein-Messe im Frühjahr in Sintra Portugal, bei diversen Produzenten keine Freunde gemacht, als ich nach alternativen Produktionsverfahren vergeblich gefragt habe.

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Mit der Befürchtung keine Einladung mehr als Wein-Juror zu erhalten, hab ich mich dem sensiblen Thema, auf einem weitgehend konservativen Terrain genährt, und somit weit aus dem Fenster gelehnt. Mein sozialkritisches Interview im portugiesischen Weinmagazin „Vinhos“ fiehl gegen meiner Erwartung, nicht der Zensur zum Opfer. Mit dem Hinweis mehr die eigenen autochthonen Rebsorten zu fördern, statt International Erfolgreiche Bestseller Rebsortenweine wie Chardonnay, Merlot oder Syrah zu kopieren, stieß ich zuerst auf Widerstand.

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„…das Gold portugiesischer Weine liegt in den eigenen autochthonen Rebsorten“ (Zitat: Batin Mumcu)

… dies war, und ist meine wahre Botschaft. Kein Mensch will nach Portugal fahren, um einen Chardonnay, Syrah oder Merlot zu trinken. Ein Phänomen, das ich auch der Weinproduktion der „Neuen Welt“ zum Vorwurf mache. Warum soll ich, mir nach Europa, eine Flasche Wein aufwendig aus Übersee liefern lassen, zum Beispiel aus Australien, Afrika oder Amerika, wenn ich die originale, authentisch und kostengünstiger und somit die qualitativ hochwertigere Variante, in Europa kaufen kann? Ich will auch keine aufwendige Wein-Reise machen, um am anderen Ende der Welt, dann einen Merlot oder Chardonnay zu trinken, nur weil dieser dann mehr Alkohol im Glas hat oder opulenter in der Konsistenz ist. Ich will einen Wein-Tourismus der mir eine neue spannende Rebsorten Vielfalt bietet.

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Ich will authentische autochthone Weine, die mir das Land, Kultur, Boden,Klima und Menschen im Weinglas widerspiegelt. Nachdem ich diese Forderung bei meinem Interview zum Ausdruck gebracht habe, folgte prompt die Einladung zur Argo Bio Messe. So befinde ich mich nun, in der von mir geforderten Messe für Nachhaltigkeit, und somit zurecht was dem Thema entspricht, in der Stierkampfarena. In Portugal werden konstruktive Ideen gleich in die Tat umgesetzt, das gefällt mir sehr. Der Ausblick aus meiner Loge in die Arena ist sensationell, es werden hier schon lange keine Stierkämpfe mehr ausgetragen, aber die Stimmung vergangener Zeiten liegt förmlich wie ein Schleier über der Arena.

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Der zu Unrecht und weit unterschätzte, und nahezu unentdeckte Weinbau hier im Land, ist für viele Deutsche Weinkonsumenten ein völlig neues Terroir. Die Vielfalt portugiesischer Weine beeindruckt mich immer wieder, es ist beinahe so, als wenn sich da eine neue Tür in eine bislang unentdeckte Weinwelt öffnet. Durch den Anspruch der Agro Bio Messe nur Bio oder Demeter zertifizierte Lebensmittel auszustellen, folgt man einem internationalen Trend und erfährt so eine wertvolle Entwicklung, in der Jahrhunderte alten Geschichte portugiesischer Weintradition. Fisch und Meeresfrüchte werden frisch gefangen und landen unmittelbar auf dem Teller. Im Weinbau ist das nicht ganz so einfach, und der Weg bis ins Glas nicht selten sehr umstritten.

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Der Nachhaltige Weinbau stellt keine Selbstverständlichkeit dar und ist hart erkämpft. Bei wechselhaftem Klima sind konventionelle Produktionswege sicherlich Risikofreier, als alternative Produktionswege zu entwickeln. Kupfer und Schwefel stellen da, sicherlich die Achillesferse der Branche dar. Der Hilferuf besorgter Endverbraucher und deren Hoffnung, durch Bio zertifizierte Weine eine Garantie auf den Verzicht künstlicher Pestizide zu erhalten, muss klar verneint werden. Kein konventionell produzierter Wein, kann auf diese Brühe aus chemisch produzierten Dünger für den Rebenschutz verzichten. Er wird im Idealfall reduziert angewendet, und dann doch als Bio zertifiziert. Ich persönlich kenne keinen Winzer, der absichtlich seinem Wein schaden will, der Verzicht eben auf diese Zusätze, ist im konventionellem Weinbau nicht zu vermeiden, und unterscheidet sich von Bio zertifizierten Wein, nur in der Menge der Zutaten???

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

“Was bedeutet Bio, wenn es sich vom konventionellen Weinbau nicht unterscheidet?” (Zitat: Batin Mumcu)

“Wird der Endverbraucher in die Irre geführt, mit der kostspieligen BIO Etikettierung?” (Zitat: Batin Mumcu)

 

Das Exportvolumen von Wein aus Portugal ist im Vergleich zu anderen in Europa befindenden Weinländern sehr verhalten und bescheiden. Portugal präsentiert sich mir, modern und aufgeschlossen und stets sehr gastfreundlich, die Produktion von nachhaltigen Wein, kann eine Chance sein das Umsatzvolumen zu steigern. Das Preis Leistungsverhältnis ist sehr gut.

Probieren Sie es einfach mal aus!

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

 

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Kartli

Kartli 

(Reisebericht Teil: 3/4)

Für Weinliebhaber gibt es einen besonderen Grund die Region “Kartli” zu besuchen. Die archäologischen Funde zeigen, dass in Kartli-Georgien wahrscheinlich der Wein hier seinen Geburtsort hat. In Kvemo Kartli, wurden Traubenkerne und Rebenstaub aus 6000 v. Ch. entdeckt. Georgien hat ca. 60.000 Hektar Wein-Anbaufläche auf denen überwiegend Naturwein kultiviert wird. Dies entspricht ca. der Wein-Anbaufläche in Österreich. Davon werden ca. 70% Rotweinreben (Vitis Vinifera, Vitis Silvestris, auch Vitis Isabella, diverse Wildreben und Internationale Reben) angebaut. Die Hauptweinanbaugebiete heißen Kartli, Kakheti, Tblisi, Imereti, Ajara und Guria. Die Geschichte lässt sich bis ca. 8000 Jahre zurückverfolgen, somit ist Georgien eines der Ursprungsländer des Weinbaus und der kultivierten Weinreben. Mit ca. 500 autochthonen Rebsorten,  u.a. Rkaziteli (weiß),  Saperawi (rot), Aladasturi, Alexandrouli, Tschinuri, Tschchaweri, Coruli Mzwane, Dswelschwari Obtschuri, Katschitschi, Chichwi, Kratschuna, Mudschuretuli, Mzwane, Odschaleschi, Orbeluri, Siska, Zolikuri und Ussatscheluri, und viele mehr. Ist die Vielfalt der Weinproduktion nahezu unbegrenzt. Aber auch internationale Reben wie Aligoté, Chardonnay, Riesling, Cabernet Sauvignon, Malbec, Merlot und Pinot Noir werden hier, bedingt durch das Klima und den Boden, erfolgreich kultiviert. Das Rebsorten-Erziehungssystem ist vertreten durch Cordon in Fächerform, mit mehreren Ruten, im georgischen System wird mit Ruten in einer oder zwei Richtungen und in Pergolaformen gearbeitet.

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Guramishvilis Ilias Marani Wincellar

Mein Weg führt mich aus Tiflis in die benachbarten Weinregionen, und zu einer Besichtigung im Weingut von Guramishvilis Ilias Marani in Kartli. Dieser Weinkeller, der historisch im Besitz von Thadeoz Guramishvili war, wurde im 19. Jahrhundert erbaut, und ist ein hervorragendes Beispiel für ostgeorgische Weinkeller und georgische Architektur. Der Weinkeller wurde aufwändig rekonstruiert und im Jahr 2015 wiedereröffnet. Hier treffe ich auf einen alten Weinkeller in dem nach traditioneller Herstellungsmethode, Wein produziert wird. Weiter nach westlichem Vorbild gibt es einen Modernen neu ausgestatteten Showroom für Weinproben, einen Klassischen Weinkeller, ein Labor und Lagerraum, sowie ein Restaurant und eine Weinhandlung.

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Und so einfach funktioniert die traditionelle Herstellung von Wein. Im Holzbecken werden die Trauben mit den Füßen gestampft. Dann läuft der Most in die Qvevris (Tongefäße) die im Boden angebracht sind. Zum verschließen der Qvevris dienen Tondeckel oder Glasdeckel. Alles weitere macht der Wein von selbst. Wenn der Wein ausreichend vergoren und gereift ist, wird er in Flaschen abgefüllt und getrunken. Ganz easy 🙂

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Im Weingut Ilias Marani, gibt es diese zwei Kaminöfen, die von der UNESCO geschützt sind. Die Eingravierung und Schrift auf den Öfen, zählen zum Weltkulturerbe und sind einzigartig auf diesem Planeten und somit von unschätzbarem Wert.

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Es gab dann auch noch diese eine exklusive Weinverkostung, die für mich im Weingut organisiert wurde. Leider habe ich erst nach dem verkosten vom Chacha Tresterbrand, den ich zufällig im Regal entdeckt habe, davon erfahren. Ganz plötzlich, dachte ich, meinem Bauch und Magen etwas gutes antun zu müssen. Vorbeugend natürlich, gegen Bakterien, Viren und diverse Parasiten die ggf. morgens um 9:30 Uhr in ungeschwefelten Lebensmitteln oder in der Luft auf mich warten, um mich zu vergiften. Sie verstehen schon, eine Lebensrettende Schutzmaßnahme sozusagen!

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CHACHA Tresterbrand (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Chacha wurde auf dieser Reise, zu meinem privaten Heilmittel, gegen alles und für alles. Nur leider nicht so gut geeignet, um direkt vor einer Weinverkostung einzunehmen. Für die Sensorik und den Nervus Vagus und Trigeminus Nerv, bedeutet das ein Blackout. Im Hinblick auf eben jene diese Weinverkostung, zu der ich leider gar keine so genauen Angaben und Verkostungsnotizen mehr machen kann, habe ich hier ein paar Bilder der Etiketten 🙂

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Georgischer Brandy, auch sehr lecker! (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

Chateau Mukhrani 

Chateau Mukhrani liegt auch im Anbaugebiet Kartli, und ist etwa eine Autostunde von Tbilissi entfernt. Das Anwesen von Prince Ivane Mukhranbatoni Palast, ist meine zweite Anlaufstation an diesem wunderschönen Sonnentag bei ca. 21 Grad Außentemperatur. Chateau Mukhrani ist eine Muss-Locations für Weintouristen, um einen Einblick in die Traditionen der georgischen Weinherstellung und dem Ort “Mtskheta” zu erhalten, der sehr eng mit dem Schloss und der königlichen Familie verbunden ist. Ein Chateau Mukhrani Highlights, ist ein Besuch in dem Royal Chateau, das für diverse Hochzeiten und Bankett-Veranstaltungen vermarktet wird. Die Gärten, Weinberge und der Weinkeller sind ein außergewöhnliches auch kulinarisches Erlebnis.  Im Restaurant “Samepo Marani” von 1878, das genau unter dem Schloss im Weinkeller liegt, werde ich fürstlich von zwei Damen empfangen, die mir in einem Rundgang das ganze Anwesen präsentieren, bevor es dann im Samepo Marani zum Mittagessen und zur nächsten Weinverkostung in den historischen Keller geht.

 

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Degustationsnotizen:

Chateau Mukhrani, Rkatsiteli Superieur 2014 (weiß), dieser würzig nach schwarzem pfeffer mit dezenten Röst-Aromen und eleganten Mandel-Noten duftende Wein, hat am Gaumen eine sehr beeindruckende Vanille- Aromatik. Der Wein ist kräftig mit 13% vol. Alk. und hat eine konzentrierte Fruchtnote nach reifen südfrüchten, also weniger ein Speisenbegleiter, eher ein Wein den man so ganz alleine oder mit guten Freunden verkostet.

Chateau Mukhrani, Tavkveri 2015 (Rose), der Wein reflektiert im Glas ein tolles Farben-Prisma von Purpur bis Lachsrot. Am Gaumen zeigt sich der Wein trocken und mineralisch mit Anklängen von Feuerstein. Sehr fein, und elegant zeigen sich die Aromen, weniger Beerenfrucht mehr subtile Seidenhafte nuancen charakterisieren diesen Ausnahme Rosé.

Chateau Mukhrani, Saperavi 2013 (Rot), Bei einer Blindverkostung, hätte ich auf das Linke Bordeaux-Ufer getippt. Der Wein zeigt sich noch jugendlich und lässt dabei sein großes potential erkennen. Ich will diesen Wein mit 5 Jahren Flaschenreife wieder verkosten. Sehr gute Qualität im mittleren Preisspektrum.

 

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Helen Vdovichenko, Batin Mumcu (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

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Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jaiani (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss an die Verkostung sagt mir die liebe Helen Vdovichenko und Elene Otarashvili, beide im Management vom Chateau Mukhrani tätig, das “Patrick Honnef” ein deutscher Oenologe, für den Ausbau der Weine im Chateau verantwortlich ist. Wie ich weiter erfahre, war Patrick zuvor auch in Frankreich-Bordeaux als Oenologe tätig. Was ich bei der Verkostung an seiner Stilart, Wein auszubauen, erkennen konnte. Ich habe Patrick Honnef leider nicht persönlich angetroffen, aber vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit in naher Zukunft.

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Im Chateau Mukhrani, können  Sie auch Reittouren auf englischen und arabischen Pferden genießen. Und diverse traditionelle georgische Spezialitäten verkosten oder auch selbst herstellen. Wie beispielsweise den Churchkhela, traditionelles Futter für die Soldaten aus Nüssen und Mandeln, in einem getrockneten Traubensaft oder wie die Einheimischen sagen: “Georgischer-Snickers-Riegel”. Schmeckt übrigens!

 

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Churchkhela (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot; Reisebericht Georgien Tiflis Kartli Teil 3.

Weiter geht´s mit dem Reisebericht Georgien Teil 4. in die Weinbauregion “Kakheti”

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

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Verona

Verona – Reisebericht

Bella Italia, … Bella Verona und …Bella teures Pflaster in Verona. Die Altstadt dieser Venezianischen Stadt gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe und ist durchweg mit dem Veroneser Marmor gepflastert. Marmo rosso di Verona oder Marmo di Sant’Ambrogio nennt sich die rotbraune, rotorange, gelbe sowie gelblich grüne Sortierung dieses Knollenkalkes.

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Batin Mumcu, Verona 2016

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Batin Mumcu, Verona 2016

259.966 (stand 2013) potentielle Marmor-Pflaster begehende Einwohner und unzählige Touristen zählt die Hauptstadt der Provinz Verona, die romantisch an der Etsch liegt, und somit etwa 59 m über dem Meeresspiegel am Austritt der so genannten Brenner-Linie in die Po Ebene mit Blick auf die Alpen weilt. Die Schaufenster der Altstadt sind mit Weinflaschen dekoriert und spiegeln somit das berühmte Weinanbaugebiet Veneto mit ca. 14 DOCG Weinen wieder. Venetien verfügt über eine breite Palette von Weinstilen, die auf einer Rebfläche von ca. 75.000 Hektar erzeugt werden. Große Weine mit Ausdruck sind selten; jedoch der im Gebiet des Valpolicella angebaute Amarone gilt neben dem Barolo und dem Brunello als einer der drei großen Rotweine Italiens.

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, Verona 2016

Mit dem Flieger von Berlin nach Venedig, weiter mit dem Zug und nach ca. 1 Stunde fahrt, lande ich, um ein vielfaches kostengünstiger in Verona, als die Variante mit dem Direktflug, und habe am Hauptbahnhof in Venedig und durch das Zugfenster einen schönen Ausblick, auf Land, Leute und die Alpen, und bekomme so, einen ersten Eindruck vom Alpenklima in deren Ausläufer Verona liegt.

Batin Mumcu, Venedig 2016

Batin Mumcu, Venedig 2016

Batin Mumcu, Verona 2016

Batin Mumcu, Verona 2016

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Batin Mumcu, Verona 2016

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Batin Mumcu, Verona 2016

Zu sehen gibt es viel, … sehr viel, neben Galerien und diversen Museen hat man Spaß beim schlendern durch die Gassen bei diversen Piazza Besichtigungen. Castelvecchio, Ponte Scaligero, Piazza delle Erbe, Piazza dei Signori und unzählige Sakralbauten gibt es zu bestaunen, um nur einige Highlights zu nennen. Nicht zu vergessen, das Haus der Julia, “Casa di Giulietta” Der berühmte Balkon in dem kleinen Innenhof, wo sich Romeo und Julia angeblich ewige Liebe schworen, zieht mit magischer Anziehungskraft alljährlich unzählige Besucher in seinen Bann.

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Batin Mumcu, Verona 2016

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Batin Mumcu, Verona 2016

Der Nahe gelegene Garda See/ Lago di Garda oder Bènaco wie Ihn die Italiener nennen, ist eine willkommene Abwechslung für einen kurzen Tages-Ausflug, falls man einige Tage mehr in der Stadt verweilt. Verona war zur Zeit der VinItaly Weinmesse eine kostenspielige Angelegenheit, aber der Charme und die Gastfreundschaft der Italiener, die immer freundlich waren und mir stehts ein lächeln entgegenbrachten, war die Reise allemale Wert.

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Batin Mumcu, VinItaly 2016

Meine kulinarischen Highlights:

Vescovo Moro, Via pontida 3

Villa de Winkels, Via Sorio, 30

Trattoria da Nanni, Localitá Gazzoli 34

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Porto

Porto

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Foto: Batin Mumcu

Am Douro Fluß-Ufer, liegen vor den Historischen Portwein Quintas, alten Floßboote, als Zeitzeuge für diese Jahrhunderte alte Weinbau Tradition, mit denen man im Mittelalter die Portwein Fässer aus dem Douro-Tal bis nach Porto brachte.

 

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Foto: Batin Mumcu

Beim Schlendern durch die Altstadt von Porto fällt mir auf, wie viel innere Ruhe und Gelassenheit die Menschen hier haben. Kein Geschrei oder lautes Gebrüll, und keine aufgebrachten Südländer die laut ihre Emotionen zum Ausdruck bringen. Diese Menschen hier sind friedlich und  lassen sich Zeit und haben diese innere Ruhe, für die schönen Dinge des Lebens.

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Foto: Batin Mumcu

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Bedingt durch die Multikulturelle Gesellschaft und die Nähe zum Atlantik, spürt man den Flair der Karibik, Afrika und Brasilien, auf jedem Meter den man sich hier bewegt. Porto ist im Gegensatz zur Party Stadt Lissabon, eher die Arbeiterstadt in Portugal. Das Klima und Wetter ist hier etwas rauer und auffällig sprunghaft. So kann es sein, das von einer auf die nächste Minute Regen und Sonne sich wechselseitig die Hand geben.

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Foto: Batin Mumcu

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Foto: Batin Mumcu

Die Einwohner ca.237.000 von Porto Stadt, und ca. 1.76 Millionen in der Region Porto, sind ein stolzes Volk, und würden Ihrer Handelsstadt mit einer alteingesessenen Kaufmannschaft, in der sich Wirtschaftsmacht und Reichtum konzentrieren, nie den Rücken kehren. Wozu auch? Diese Stadt hat alle Meter einen Vermerk auf das Weltkulturerbe, bietet eine beeindruckende Historische Altstadt, eine Futuristische Neustadt, viel Kultur Möglichkeiten, Berge, viel Sandstrand, einen Hafen und sehr guten Wein. Für mich die Hauptstadt der Weinwelt.

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Weinbar “Vinoteca – Copo & Alma”

Weinbar “Vinoteca – Copo & Alma” 

Nahe am Flussufer bin ich zu Gast in einer neuen Weinbar “Vinoteca – Copo & Alma”, wie ich finde, für jeden Wein-Touristen ein Pflichtprogramm. Hier finden u.a. Niepoort Fans Ihr portugiesisches Mekka. Ich habe viel Spaß im Bistro, bei spektakulären kulinarischen Zubereitungen von Joana, die mir bei keinem Ihrer servierten Gerichte die Zutaten oder das Rezept verraten hat. Auf 3 Etagen Weinhandlung, Bistro und Weinlager mit Verkostungsraum, kann man hier viel Zeit verbringen.

Spontan werde ich zu einer Wein-Verkostung eingeladen, die im Oberen Stockwerk stattfindet und komme so, in den Kontakt neuer Weinfreunde die mir viele Ihrer spannenden Douro Weine vorstellen. Vinoteca – Copo & Alma findet Ihr in der Rua Mouzinho da Silveira, 88 in 4050-415 Porto.

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Weinbar – Restaurant „Reitoria“

http://www.reitoria.pt/

das ist nicht etwa ein Trinkspruch sondern der Name einer Weinbar & Steakhouse,  das ich Ihnen unbedingt noch empfehlen will. Sie finden Reitoria in der Rua Sá de Noronha 33 in Porto Zentrum. Hier gibt es alles frisch zubereitet und zu sehr guten Preisen.

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

Foto: Batin Mumcu/ Berliner Weinpilot

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Foto: Batin Mumcu

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Foto: Batin Mumcu –

Lounge-Bar  “M´O Miss´Opo”

http://www.missopo.com/

Zum Absacker geht es in eine Wohnzimmer-Lounge-Bar  “M´O Miss´Opo” in der Rua dos Caldeireiros 100 in Porto.

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Hotel – Rex

http://www.hotelrex.pt/

Im Hotel Rex finde ich spontan eine gute Unterkunft mit einem sehr guten Preis Leistungsverhältnis in Top Lage im Zentrum der Stadt. Standort: Praça da República 117, Porto, Porto, 4050-497, Portugal

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Bordeaux

Bordeaux

Bild: Batin Mumcu

Bild: Batin Mumcu

 

Bordeaux, Weltkulturerbe, “Wein-Hauptstadt” und in der Kultur-Geschichte als Handelsweg und Metropole, stets ein Magnet und immer stark umkämpft, somit bildet die Stadt die Speerspitze im Internationalen Weinbau und Weinhandel.

Es gibt keine Direktflüge nach Bordeaux von Berlin aus, noch nicht. So führte mich mein Weg über Paris, was allerdings reibungslos verlief. Der Flughafen in Bordeaux ist jedoch weit außerhalb der Stadt gelegen, und der Flughafenbus braucht so seine ca. 55 min. um im Zentrum anzukommen. Schlösser und Burgen oder gar Weinberge sieht man auf der Busfahrt keine. Aber die Luft ist gut, es riecht nach Meer, nach viel mehr als ich erwartet hatte. Im Nachhinein hab ich mich geärgert, das ich nicht schon viel früher in dieser wunderschönen Stadt zu Gast war.

Bild: Batin Mumcu

Bild: Batin Mumcu

Im Laufe der folgenden 6 Tage, wurde mir schnell klar weshalb diese Stadt, Weltweit, ein so großes Ansehen genießt. Der nahe gelegene Atlanik, Mediterranes Flair, viel Sonne, Kunst, Altstadt, Kultur, Speisen und viele gute Weine. Gerade der Weinbau profitiert vom besonderen Bordeaux Klima. Der Einfluss des Atlantischen-Ozeans mit maritimen Klima sorgt für einen gemäßigten Winter und warmen Sommer. Das führt zu starken Jahrgangsschwankungen in der Qualität der Weine. Der Preis der Weine scheint jedoch immer zu steigen, was wohl andere Gründe hat, die ich hier nicht weiter erläutern will. Die Reben profitieren vom Golfstrom, die Gironde Mündung erfüllt ihre Aufgabe als schützende Wärmewand und Teilt die Region in Linkes Ufer entlang der Garonne (Medoc und Margaux etc.) und rechtes Ufer entlang der Dordogne (St. Emilion, Pomerol etc.), dazwischen liegt das Gebiet Entre deux mers (Zwischen den Meeren), um es mal grob zusammen zu fassen. Welchen Einfluss die unterschiedlichen Bodenstrukturen und Klimaeinflüsse auf den Wein haben, erspare ich ihnen an dieser Stelle.

Im Sommer 2015 war ich spontan zu Besuch auf der VinExpo 2015 in Bordeaux. Der Weg zum Expo Gelände führt auf einem roten Teppich über das Meer. Besucher Gesamtzahl an 5 Messe-Tagen: 48.500 aus 151 Ländern. Aussteller: Gesamtzahl 2.350 aus 42 Ländern. Neben der ProWein und der VinItaly die wohl größte Fachbesucher Weinmesse in Europa. Die Einladung zur VinExpo kam spontan, so musste alles schnell gehen, und mit viel Glück ging es schnell eine Unterkunft und einen Flug zu finden.  Trotz der zur Messezeit total belegten Stadt, fand ich eine private Unterkunft in Messe Nähe für unglaubliche 45 Euro die Nacht mit Pool und Top Wohnraum, Einbauküche, Badezimmer, Wohn und Esszimmer mit kleiner Terrasse und Garten, in einem Privaten Appartement in einem geschützten Wohngebiet, das nur durch einen Sicherheitscode begehbar war. Glück gehabt!

Bild: Batin Mumcu

Bild: Batin Mumcu

Gerade im Sommer, bekommt man als Bordeaux Besucher die ganze Französische Lebenskunst, savoir-vivre, an jeder Ecke zu spüren. Tourismusströme oder Massentourismus trifft man keinen an, was wohl an dem doch sehr hohen Lebensstandard liegt. Die Preise für einen Restaurantbesuch oder eine Shopping-Tour sind hoch, sehr hoch, was selbstverständlich Schulklassen und Billig-Reise-Touristen abschreckt. Zu sehen und zu erleben gibt es jedoch sehr viel. Bordeaux weitet sich aus, die Stadt investiert in das öffentliche Verkehrsnetz und in eine Neustadt, im Norden der Weinmetropole, nahe der Messe. Autofahren zur Messezeit sollte man sich gut überlegen, Stau an fast jeder Ecke.

Bild: Batin Mumcu

Bild: Batin Mumcu

Bordeaux hat mir sehr gut gefallen, die Menschen haben dieses weltoffene und erhabene, gepaart mit viel Eleganz und Stil. Hier genießt man Kultur und Nachtleben in Strandnähe oder beim Picknick mit einer Flasche Wein am Flussufer im Zentrum der Stadt. Unvergessen die Legenäre “The Blend Party” im Hangar 14 und die exklusive Millesima Verkostung in deren heiligen Lagerhallen. Viel Sonne, und auffällig viele attraktive Menschen zeichnen das Stadtbild beim Spaziergang durch die Altstadt, zumindest in der Zeit, in der ich da war, war es Tag und Nacht sehr heiß. Sehr gerne wieder, santé Bordeaux.

(Batin Mumcu; Reisebericht: Frankreich Bordeaux 2015)

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