Kartli

Kartli 

(Reisebericht Teil: 3/4)

Für Weinliebhaber gibt es einen besonderen Grund die Region „Kartli“ zu besuchen. Die archäologischen Funde zeigen, dass in Kartli-Georgien wahrscheinlich der Wein hier seinen Geburtsort hat. In Kvemo Kartli, wurden Traubenkerne und Rebenstaub aus 6000 v. Ch. entdeckt. Georgien hat ca. 60.000 Hektar Wein-Anbaufläche auf denen überwiegend Naturwein kultiviert wird. Dies entspricht ca. der Wein-Anbaufläche in Österreich. Davon werden ca. 70% Rotweinreben (Vitis Vinifera, Vitis Silvestris, auch Vitis Isabella, diverse Wildreben und Internationale Reben) angebaut. Die Hauptweinanbaugebiete heißen Kartli, Kakheti, Tblisi, Imereti, Ajara und Guria. Die Geschichte lässt sich bis ca. 8000 Jahre zurückverfolgen, somit ist Georgien eines der Ursprungsländer des Weinbaus und der kultivierten Weinreben. Mit ca. 500 autochthonen Rebsorten,  u.a. Rkaziteli (weiß),  Saperawi (rot), Aladasturi, Alexandrouli, Tschinuri, Tschchaweri, Coruli Mzwane, Dswelschwari Obtschuri, Katschitschi, Chichwi, Kratschuna, Mudschuretuli, Mzwane, Odschaleschi, Orbeluri, Siska, Zolikuri und Ussatscheluri, und viele mehr. Ist die Vielfalt der Weinproduktion nahezu unbegrenzt. Aber auch internationale Reben wie Aligoté, Chardonnay, Riesling, Cabernet Sauvignon, Malbec, Merlot und Pinot Noir werden hier, bedingt durch das Klima und den Boden, erfolgreich kultiviert. Das Rebsorten-Erziehungssystem ist vertreten durch Cordon in Fächerform, mit mehreren Ruten, im georgischen System wird mit Ruten in einer oder zwei Richtungen und in Pergolaformen gearbeitet.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Guramishvilis Ilias Marani Wincellar

Mein Weg führt mich aus Tiflis in die benachbarten Weinregionen, und zu einer Besichtigung im Weingut von Guramishvilis Ilias Marani in Kartli. Dieser Weinkeller, der historisch im Besitz von Thadeoz Guramishvili war, wurde im 19. Jahrhundert erbaut, und ist ein hervorragendes Beispiel für ostgeorgische Weinkeller und georgische Architektur. Der Weinkeller wurde aufwändig rekonstruiert und im Jahr 2015 wiedereröffnet. Hier treffe ich auf einen alten Weinkeller in dem nach traditioneller Herstellungsmethode, Wein produziert wird. Weiter nach westlichem Vorbild gibt es einen Modernen neu ausgestatteten Showroom für Weinproben, einen Klassischen Weinkeller, ein Labor und Lagerraum, sowie ein Restaurant und eine Weinhandlung.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Und so einfach funktioniert die traditionelle Herstellung von Wein. Im Holzbecken werden die Trauben mit den Füßen gestampft. Dann läuft der Most in die Qvevris (Tongefäße) die im Boden angebracht sind. Zum verschließen der Qvevris dienen Tondeckel oder Glasdeckel. Alles weitere macht der Wein von selbst. Wenn der Wein ausreichend vergoren und gereift ist, wird er in Flaschen abgefüllt und getrunken. Ganz easy 🙂

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

Im Weingut Ilias Marani, gibt es diese zwei Kaminöfen, die von der UNESCO geschützt sind. Die Eingravierung und Schrift auf den Öfen, zählen zum Weltkulturerbe und sind einzigartig auf diesem Planeten und somit von unschätzbarem Wert.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gab dann auch noch diese eine exklusive Weinverkostung, die für mich im Weingut organisiert wurde. Leider habe ich erst nach dem verkosten vom Chacha Tresterbrand, den ich zufällig im Regal entdeckt habe, davon erfahren. Ganz plötzlich, dachte ich, meinem Bauch und Magen etwas gutes antun zu müssen. Vorbeugend natürlich, gegen Bakterien, Viren und diverse Parasiten die ggf. morgens um 9:30 Uhr in ungeschwefelten Lebensmitteln oder in der Luft auf mich warten, um mich zu vergiften. Sie verstehen schon, eine Lebensrettende Schutzmaßnahme sozusagen!

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

CHACHA Tresterbrand (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Chacha wurde auf dieser Reise, zu meinem privaten Heilmittel, gegen alles und für alles. Nur leider nicht so gut geeignet, um direkt vor einer Weinverkostung einzunehmen. Für die Sensorik und den Nervus Vagus und Trigeminus Nerv, bedeutet das ein Blackout. Im Hinblick auf eben jene diese Weinverkostung, zu der ich leider gar keine so genauen Angaben und Verkostungsnotizen mehr machen kann, habe ich hier ein paar Bilder der Etiketten 🙂

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Georgischer Brandy, auch sehr lecker! (Foto:Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

Chateau Mukhrani 

Chateau Mukhrani liegt auch im Anbaugebiet Kartli, und ist etwa eine Autostunde von Tbilissi entfernt. Das Anwesen von Prince Ivane Mukhranbatoni Palast, ist meine zweite Anlaufstation an diesem wunderschönen Sonnentag bei ca. 21 Grad Außentemperatur. Chateau Mukhrani ist eine Muss-Locations für Weintouristen, um einen Einblick in die Traditionen der georgischen Weinherstellung und dem Ort „Mtskheta“ zu erhalten, der sehr eng mit dem Schloss und der königlichen Familie verbunden ist. Ein Chateau Mukhrani Highlights, ist ein Besuch in dem Royal Chateau, das für diverse Hochzeiten und Bankett-Veranstaltungen vermarktet wird. Die Gärten, Weinberge und der Weinkeller sind ein außergewöhnliches auch kulinarisches Erlebnis.  Im Restaurant „Samepo Marani“ von 1878, das genau unter dem Schloss im Weinkeller liegt, werde ich fürstlich von zwei Damen empfangen, die mir in einem Rundgang das ganze Anwesen präsentieren, bevor es dann im Samepo Marani zum Mittagessen und zur nächsten Weinverkostung in den historischen Keller geht.

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Degustationsnotizen:

Chateau Mukhrani, Rkatsiteli Superieur 2014 (weiß), dieser würzig nach schwarzem pfeffer mit dezenten Röst-Aromen und eleganten Mandel-Noten duftende Wein, hat am Gaumen eine sehr beeindruckende Vanille- Aromatik. Der Wein ist kräftig mit 13% vol. Alk. und hat eine konzentrierte Fruchtnote nach reifen südfrüchten, also weniger ein Speisenbegleiter, eher ein Wein den man so ganz alleine oder mit guten Freunden verkostet.

Chateau Mukhrani, Tavkveri 2015 (Rose), der Wein reflektiert im Glas ein tolles Farben-Prisma von Purpur bis Lachsrot. Am Gaumen zeigt sich der Wein trocken und mineralisch mit Anklängen von Feuerstein. Sehr fein, und elegant zeigen sich die Aromen, weniger Beerenfrucht mehr subtile Seidenhafte nuancen charakterisieren diesen Ausnahme Rosé.

Chateau Mukhrani, Saperavi 2013 (Rot), Bei einer Blindverkostung, hätte ich auf das Linke Bordeaux-Ufer getippt. Der Wein zeigt sich noch jugendlich und lässt dabei sein großes potential erkennen. Ich will diesen Wein mit 5 Jahren Flaschenreife wieder verkosten. Sehr gute Qualität im mittleren Preisspektrum.

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Helen Vdovichenko, Batin Mumcu (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Elene Otarashvili, Batin Mumcu, Tata Jaiani (Foto: www.berlinerweinpilot.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss an die Verkostung sagt mir die liebe Helen Vdovichenko und Elene Otarashvili, beide im Management vom Chateau Mukhrani tätig, das „Patrick Honnef“ ein deutscher Oenologe, für den Ausbau der Weine im Chateau verantwortlich ist. Wie ich weiter erfahre, war Patrick zuvor auch in Frankreich-Bordeaux als Oenologe tätig. Was ich bei der Verkostung an seiner Stilart, Wein auszubauen, erkennen konnte. Ich habe Patrick Honnef leider nicht persönlich angetroffen, aber vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit in naher Zukunft.

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Chateau Mukhrani, können  Sie auch Reittouren auf englischen und arabischen Pferden genießen. Und diverse traditionelle georgische Spezialitäten verkosten oder auch selbst herstellen. Wie beispielsweise den Churchkhela, traditionelles Futter für die Soldaten aus Nüssen und Mandeln, in einem getrockneten Traubensaft oder wie die Einheimischen sagen: „Georgischer-Snickers-Riegel“. Schmeckt übrigens!

 

Batin Mumcu - www.berlinerweinpilot.de

Churchkhela (Foto: Batin Mumcu – www.berlinerweinpilot.de)

Batin Mumcu – Berliner Weinpilot; Reisebericht Georgien Tiflis Kartli Teil 3.

Weiter geht´s mit dem Reisebericht Georgien Teil 4. in die Weinbauregion „Kakheti“

Sehr gerne will ich Ihnen die Möglichkeit geben diese Wein-Reise zu unternehmen. Schon ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen stelle ich Ihnen gerne eine Reise-Route nach Georgien zusammen, die ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis beinhaltet, und sich nach Ihren individuellen wünschen gestaltet. Worauf warten Sie noch?

Schreiben Sie mir eine Email für weitere Informationen:

batin.mumcu@berlinerweinpilot.de

X